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Fußball 09.09.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Arbeitssieg im Derby

7. Spieltag: USC Paloma III - SC Eilbek II 1:2 (1:1)

 

Personalnot herrschte im Derby an der Brucknerstraße beim SC Eilbek II, der seine Ersatzbank gerade einmal mit vier Spielern besetzen konnte. Zahlreiche Alternativen auf der Linksverteidigerposition waren verletzt oder im Urlaub, so dass Adrian Gehrke erstmals in seiner Karriere die linke Defensivseite bearbeiten musste. Das Nervositätslevel bei ihm lag vor dem Anpfiff nach eigener Aussage bei 8/10, Gehrke machte die linke Defensivseite aber dicht. In der Innenverteidigung verteidigte Helm an der Seite von Christoglou, für Sebastian Helm war es der zweite Startelfeinsatz in Folge, das gab es zuletzt im Oktober 2017.

 

Schon nach sieben Minuten Spielzeit ging Eilbek in Führung und das mit einem ziemlich einfachen Stilmittel. Prominski verlängerte einen Freistoß von Helm von der Mittellinie per Kopf in den Lauf von Tohme und der schoss volley ins kurze Eck ein. Die Choreographie der deutschen Nationalmannschaft am Vortag schien Tohme bei seinem ersten Saisontreffer beflügelt zu haben. In einer umkämpften Partie lagen die Großchancen beim SCE, der sich in der ersten halben Stunde den Vorwurf gefallen lassen musste, den Sack nicht zugeschnürt zu haben. So traf Florian Dittrich nach einem Traumpass von Bruchhäuser frei vor dem Tor nur den Innenpfosten, die zahlreich mitgereisten Gästefans hatten den Torschrei schon auf den Lippen.

 

Vor allem Palomas Schlussmann Timo Clausen war es zu verdanken, dass die „Tauben“ noch im Spiel waren, denn Dahms‘ Abnahme nach Flanke von Tohme lenkte Clausen sensationell über die Latte, ebenso wie wenig später eine abgefälschte Flanke vom eigenen Mitspieler. Die Spieler von Trainer Hekmat waren nur selten im Eilbeker Strafraum anzutreffen, Sulaiman wurde in aussichtsreicher Position von Dahms abgegrätscht, ansonsten gab es die Torszenen auf der anderen Seite. Innenverteidiger Böhm stibitzte dem einschussbereiten Dittrich den Ball vom Fuß, dann blockte Kapitän Kijas in höchster Not gegen Mittelstürmer Prominski. Quasi mit dem Pausenpfiff konterte Paloma nach einer Eilbeker Ecke, nach schwacher Kopfballrückgabe von Tohme an der Mittellinie traf Rechtsaußen Sulaiman zunächst nur den Pfosten, Mooren war beim Abpraller hellwach und bugsierte das Leder aus vier Metern über die Linie. Ein zu dem Zeitpunkt durchaus schmeichelhafter Ausgleich.

 

Deutlich ausgeglichener war das Spielgeschehen im zweiten Abschnitt, lange Zeit neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld und kamen bei nunmehr durchschnittlichem Tempo zu wenigen Abschlüssen. Erwähnenswert war bis Minute 70 eigentlich nur ein Paloma-Freistoß vom Strafraumeck, den Sechting im Torwarteck fliegend zur Ecke abwehrte. Eilbek reagierte auf das nunmehr zähe Spiel und wollte mit Schleeßelmann für Prominski neue Dynamik ins Spiel bringen, Dittrich rückte dafür vom linken Flügel in die Sturmspitze. Und der SCE hatte gleich darauf eine Doppelchance, doch Tohmes Abschluss wurde im Strafraum geblockt, Bruchhäusers Nachschuss ging über das Tor.

 

Lebenszeichen gab es auch vom USC, Veser köpfte eine Flanke vom umtriebigen Sulaiman aus neun Metern in die Arme von Sechting. Wenig später hatte Eilbeks Spielmacher Dehka einen Geistesblitz, seinen Steilpass erlief Dittrich und hob das Leder mit dem ersten Kontakt zum 1:2 in die Maschen. Welch ein wichtiges Tor für Eilbek, das aber um die Führung zittern musste, denn nach einer Ecke trudelte der Ball die Torlinie entlang, zum Glück stand kein Paloma-Spieler in der Nähe zum Ausgleich. Stattdessen setzte der SCE nach, Pedram Dehka köpfte eine Ecke von Tohme aus fünf Metern über die Latte, dann war es erneut Dehka, der nach Kurzablage von Dahms über das Tor schoss.

 

Manch einer fühlte sich in der Nachspielzeit an das Spiel in der Vorsaison erinnert, als Eilbek in der 90.+4 Minute den Ausgleich kassierte, denn der eingewechselte Zlotowski wurde an der Mittellinie freigespielt, hätte den Ball ins leere Tor schießen können, doch hatte dabei seine Hand im Spiel. Dieses Mal fing sich der SCE im Gegenzug keinen Treffer mehr, das 1:2 bedeutet den vierten Sieg in Serie und für den Moment war man Spitzenreiter in der Kreisliga 5, am Sonntag zogen die Hamburg Hurricanes dann aber doch noch vorbei.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser, Sebastian Helm, Chrisovalandis Christoglou, Adrian Gehrke – Dennis Dahms, David Feldmeier © – Kassem Tohme, Pedram Dehka (89. Fiete Damms), Florian Dittrich (90. Slawomir Zlotowski) – Maximilian Prominski (65. Dennis Schleeßelmann)

 

Tore:

0:1 Kassem Tohme (7., Rechtsschuss, Prominski)

1:1 Jan David Mooren (44., Rechtsschuss, Sulaiman)

1:2 Florian Dittrich (74., Linksschuss, Dehka)

 

Gelbe Karten:

Böhm – Dittrich, Prominski

 

Schiedsrichter:

Cengiz Kutlu (Note 3) – Sicherer Leiter in einer leicht zu leitenden Partie.

 

Spielnote: 4

Viel Arbeit, wenig Glanz und Gloria.

Fußball 02.09.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Erneutes Tor-Spektakel an der Fichte

6. Spieltag: SC Eilbek II – KS Polonia 6:1 (2:0)

 

Der heimstarke SC Eilbek II empfing das Tabellenschlusslicht von der Finkenau, den KS Polonia. Eilbek-Coach Torgau musste seine Abwehrreihe auf drei Positionen umstellen, für Prigann (Urlaub), Hagemann (Kopfverletzung) und Appel, der auf der Bank geschont wurde, kamen Bruchhäuser, Helm und Heinrich in die Viererkette. Erstmals nach seiner im Trainingslager im Juni erlittenen Knöchelverletzung stand Vittorio Walter wieder auf dem Platz, zudem stand mit Malte Cordes-Gebken ein Debütant im Kader.

 

An der Fichtestraße stimmte das Tabellenbild mit dem Spielverlauf überein, denn der SCE nahm von Beginn das Heft des Handelns in die Hand und drängte den Gegner tief in die eigene Hälfte. So war es Dennis Dahms, der nach einer Eckballvariante den ersten Abschluss verzeichnen konnte. Doch wie aus dem Nichts hatte Adam Jakubowski nach einem Alleingang die Chance auf das 0:1, doch Sechting im Eilbeker Tor ließ sich nicht umkurven und nahm dem Angreifer das Leder vom Fuß. Stattdessen klingelte es eine Minute später auf der Gegenseite, erneut war ein Eckstoß Ausgangspunkt der Aktion, den zweiten Ball im Rückraum legte Lammert für Dahms ab, der per Vollspann-Unterschnitt über den Keeper zum 1:0 traf.

 

Die Führung spielte Eilbek voll in die Karten, der Druck auf das gegnerische Tor wurde weiter hochgehalten. Florian Dittrich zielte mit einer Direktabnahme etwas über das Tor, Rechtsverteidiger Bruchhäuser bei einem seiner vielen Offensivausflüge rechts daneben. Das polnische Abwehrbollwerk zeigte sich auch in der Folge nicht besonders stabil, Bruchhäuser schickte Dittrich auf dem rechten Flügel an die Grundlinie, dessen scharfe Hereingabe drückte der eingelaufene Feldmeier zum 2:0 über die Linie. Immer wieder war die starke rechte Seite Ausgangspunkt für die Angriffe des Tabellendritten, eine erneute Dittrich-Flanke traf Mazohl freistehend am Elfmeterpunkt nicht richtig mit dem schwachen Fuß, dann sorgte Mittelstürmer Walter mit einem feinen Chip vom Fünfmetereck für einen Lattentreffer. Dieses technische Kabinettstückchen hätte durchaus einen Treffer verdient gehabt und der SCE drückte und drückte auf die Entscheidung vor der Pause.

 

Heinrichs direkte Ecke fischte Sebastian Kempa noch aus dem bedrohten Eck, gegen Lammert und Walter war Polonias Keeper anschließend zweifacher Sieger im eins gegen eins. Das 3:0 ließ weiter auf sich warten, zumal auch Mazohls Nachschuss das Gehäuse verfehlte. Besonders skurril wurde es kurz dem Pausenpfiff, denn Dittrich war auf und davon und legte im Strafraum uneigennützig quer auf Walter, der statt einzuschießen noch den Keeper umdribbeln wollte und an diesem scheiterte. Die Gäste waren mit dem 2:0-Pausenstand mehr als gut bedient.

 

Erst fünf Minuten nach der Pause schien die Partie entschieden, denn mit viel Geschick kombinierte sich der SCE durch das Zentrum, am Ende der Passstafette legte Walter quer zu Lammert, der sein erstes Saisontor erzielte. Im direkten Gegenzug wirkte Helm bei einem langen Ball kurz orientierungslos, Polonias Toptorjäger Dunajski kannte keine Gnade und knallte das Leder vom linken Strafraumeck per Direktabnahme in den rechten Giebel. Schöne Bude! Der Treffer machte den Gästen aber zu Recht keine Hoffnung, sollte es doch die letzte Torchance auf ihrer Seite gewesen sein. Helm setzte mit einem feinen Diagonalball Dittrich in Szene, dessen Flanke schloss Walter mit dem ersten Kontakt ab, doch Kempa hielt den Schaden für den Aufsteiger in Grenzen.

 

 

Der mittlerweile eingewechselte Adrian Klanke traf mit einem Freistoß Sekunden nach seiner Einwechslung noch das hintere Torgestänge, dann warf sich Verteidiger Tomasz Sendor binnen fünf Sekunden in drei aussichtsreiche Eilbeker Torschüsse. Klanke war sein erster Saisontreffer auch nach einem Zuspiel von Artur Lammert nicht vergönnt, er zielte ebenso links vorbei wie sein Vorlagengeber wenige Minuten später. Das erlösende 4:1 folgte erst 20 Minuten vor dem Ende, Dahms spielte das Leder auf den linken Flügel zu Lammert, der in den Strafraum eindrang und dort schob Walter gekonnt im langen Eck ein. Nur eine Minute später jubelte Eilbek erneut, Dittrich eroberte den Ball auf der rechten Seite und bediente Walter, dessen Querpass verwertete Lammert per Beinschuss gegen Keeper Kempa.

 

Viele weitere Angriffe spielte Eilbek in einer nunmehr nicht immer geordneten Schlussphase nicht mehr sauber aus, dennoch gab es weitere Chancen. Heinrichs Distanzschuss aus 20 Metern flog gefährlich Richtung Winkel, doch ein eiserner Kopf wehrte zur Ecke ab. Bei einer 4 gegen 1-Überzahlsituation kam der SCE nicht zum Abschluss, ebenso nicht bei einer weiteren Aktion mit nur einem Verteidiger mehr. Das 6:1 sollte dennoch fallen, der eingewechselte Cordes-Gebken, der als erster Eilbek II-Spieler überhaupt eine eigene Facebook-Spielerseite (Grüße an AF14) betreibt, spielte einen Doppelpass mit Lammert und legte frei vor dem Tor Walters zweiten Treffer des Tages auf.

 

Eilbek fährt einen über 90 Minuten komplett ungefährdeten und hochverdienten Sieg ein, hält den Sechs-Tore-Schnitt bei Heimspielen (Spektakel!) und festigt Platz 3 in der Tabelle.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser, Sebastian Helm, Sören Sager, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier © (77. Tristan Dahms) – Florian Dittrich (73. Malte Cordes-Gebken), Artur Lammert, Fabian Mazohl (62. Adrian Klanke) – Vittorio Walter

 

Tore:

1:0 Dennis Dahms (15., Linksschuss, Lammert)

2:0 David Feldmeier (25., Rechtsschuss, Dittrich)

3:0 Artur Lammert (50., Rechtsschuss, Walter)

3:1 Adrian Dunajski (51., Linksschuss)

4:1 Vittorio Walter (70., Rechtsschuss, Lammert)

5:1 Artur Lammert (71., Rechtsschuss, Walter)

6:1 Vittorio Walter (80., Rechtsschuss, Cordes-Gebken)

 

Gelbe Karten:

Helm, Klanke – Rzymski, Dunajski, Jakubowski

 

Schiedsrichter:

Christoph Moll (Note 2) – Ohne jede Müden in einer leicht zu leitenden Partie.

 

Spielnote: 2,5

Chancenreicher Einbahnstraßenfußball und dazu ein echtes Traumtor.

Fußball 26.08.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: 2:0-Pausenrückstand gedreht

5. Spieltag: TuS Berne III - SC Eilbek II 2:3 (2:0)

 

Die Mannschaftskasse des SC Eilbek II durfte sich am Cyclassics-Sonntag freuen, denn aufgrund diverser Verspätungen fließen mehr als 50 Euro in die Spardose. Weniger erfreulich war dies für die Spielvorbereitung, wurde doch zuvor eine Anreise mit dem ÖPNV als bevorzugte Variante kundgetan. So trudelten die letzten erst zehn Minuten vor Anpfiff ein, der Plan des Spiels war somit dahin und die Konzentration gestört. Im gewohnten 4231 begann Prominski für Nachzügler Rubin, weitere Umstellungen gab es beim SCE nicht.

 

Schon nach sieben Minuten musste der SCE das erste Mal wechseln, Innenverteidiger Appel bekam bei einem Block einen Schlag auf das Sprunggelenk, für ihn kam Rubin ins Abwehrzentrum. Ein zweites Mal musste Eilbeks Arztkoffer zum Einsatz, als Heinrich an der gegnerischen Eckfahne mit zwei offenen Sohlen abgeräumt wurde, die Pfeife von Schiedsrichter Krüger blieb aber unverständlicherweise stumm. Auf dem Platz tat sich lange wenig, Eilbek war noch überhaupt nicht in der Partie und die hoch anlaufenden Berner wussten die Räume geschickt zuzustellen, so dass bis Mitte der ersten Halbzeit nichts passierte.

 

Die erste richtige Chance des Spiels nutzten die Hausherren zum 1:0, Rubin gewann an der Mittellinie einen Zweikampf, der zweite Ball landete jedoch bei Berne, einen sehenswerten Schnittstellenpass erlief Schroten vor dem zögerlich herauseilenden Sechting und setzte das Leder mit viel Gefühl neben den Pfosten zur Führung. Sieben Minuten später durfte Jan-Niklas Schroten erneut jubeln, mit einem Heber aus 16 Metern traf er über den im Nirwana stehenden Sechting zum 2:0. Zwar hatte Eilbek durch Startelf-Debütant Prominski, der an Mohr scheiterte, die erste Gelegenheit, doch Berne hatte durch zwei gute Distanzschüsse, bei denen sich Marcel Sechting lang machen musste, deutliches Oberwasser.

 

Erst kurz vor dem Seitenwechsel kam Eilbek besser in die Partie, Mazohl scheiterte aus spitzem Winkel an Mohr, mit dem Pausenpfiff erreichte ein abgefälschter Pass Maximilian Prominski, der frei vor dem Tor am heute bärenstark aufgelegten Mohr scheiterte. Mit einer verdienten Berner Führung ging es in die Kabinen, aus denen Eilbek zwar personell unverändert herauskam, auf einmal aber ein ganz anderes Spieltempo an den Tag legte und den Gegner in der zweiten Hälfte regelgerecht einschnürte.

 

Bereits zweieinhalb Minuten nach Wiederanpfiff konnte der SCE den Anschlusstreffer erzielen, Lammerts scharfe Hereingabe vom rechten Flügel ließ Prominski im Fünfmeterraum für Mazohl durch, der am langen Pfosten gegen die Laufrichtung von Mohr zum 2:1 traf. Zwei Minuten später lag die Kugel erneut im Berner Tor, denn nach einem Rückpass führte Lammert den indirekten Freistoß schnell auf Feldmeier aus, doch Krüger pfiff das Tor zurück, da der Ball nicht am Ort des Vergehens gelegen haben soll. Das brachte SCE-Trainer Torgau einmal mehr auf die Palme, Krüger verwarnte ihn im Anschluss mit dem gelben Karton. Den Wiederholungs-Freistoß setzte Lammert in die Mauer, den Nachschuss parierte Mohr stark.

 

Im Berner Beu waren die Offensivbemühungen der Heimmannschaft mittlerweile komplett eingestellt, Eilbek drängte auf den Ausgleich und hatte in Person von Heinrich zwei Großchancen, doch eine Hagemann-Flanke schoss Heinrich knapp daneben, nach erneuter Flanke von links parierte Mohr den Kopfball aus sieben Metern glänzend. Den dritten Einsatz des Eilbeker Arztkoffers gab es in Minute 55, Hagemann köpfte den Ball zurück auf Sager, ehe ihn ein Berner von der Seite mit dem Kopf traf. Bei Linksverteidiger Hagemann gab es einen tiefen Cut an der Augenbraue, er musste vom RTW abgeholt werden, für ihn kam Florian Dittrich in die Partie.

 

Dieser war schnell in der Partie, denn Eilbek münzte seine Überlegenheit nach der Pause in ein zweites Tor um. Lammert beschleunigte das Spiel aus dem Zentrum mit einem feinen Zuspiel auf Mazohl, der anschließend das Tempo erneut anzog, bis zur Grundlinie ging und dort zurücklegte, den Cutback drückte Dittrich aus zwei Metern über die Linie. Dann durfte wieder mal der Arztkoffer zum Einsatz kommen, denn Eilbeks Keeper Sechting fing das Leder ab, doch statt über den am Boden liegenden Keeper zu springen, traf Bernes Angreifer ihn am Oberschenkel. Einmal mehr gab es hier keine Reaktion von Schiedsrichter Krüger gegen die in manchen Situationen überharte Gangart von Berne.

 

Eine Viertelstunde vor Abpfiff hatte Eilbek die Partie komplett gedreht, im Sechs-Mann-Knäuel wurde Prominski im Strafraum mit dem Rücken zum Tor am Fuß getroffen, dieses überflüssige Foul bescherte dem SCE bereits den dritten Strafstoß der Serie. Kapitän Feldmeier übernahm die Verantwortung und verlud den machtlosen Mohr, Eilbek hatte den Pausenrückstand nun komplett gedreht. Appel hatte Prominski zuvor lautstark von der Bank befohlen im Strafraum zu bleiben, dieser gehorchte und wurde mit dem Strafstoß belohnt.

 

Auch nach der Führung spielte Eilbek weiter nach vorne, Dahms schoss eine Flanke von Heinrich neben den Kasten, Dittrichs Kopfball nach Flanke von Lammert landete über der Querlatte. Berne hatte in der restlichen Spielzeit inklusive der fünfminütigen Nachspielzeit noch drei ungefährliche Abschlüsse aus der Distanz durch die Maring-Brüder, zu mehr sollte es aber nicht reichen. Eilbek setzt sich mit dem aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt verdienten ersten Auswärtssieg der Serie in der Spitzengruppe fest und bestätigt Platz 3 in der Tabelle.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sven Prigann, Jonathan Appel (8. Genia Rubin), Sören Sager, Frank Hagemann (57. Florian Dittrich) – Dennis Dahms, David Feldmeier – Steffen Heinrich, Artur Lammert, Fabian Mazohl - Maximilian Prominski (90. Tristan Dahms)

 

Tore:

1:0 Jan-Niklas Schroten (23., Rechtsschuss)

2:0 Jan-Niklas Schroten (30., Rechtsschuss)

2:1 Fabian Mazohl (48., Linksschuss, Lammert)

2:2 Florian Dittrich (70., Rechtsschuss, Mazohl)

2:3 David Feldmeier (75., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Prominski)

 

Gelbe Karten:

Maring, Ta, Rahimi - Sager

 

Schiedsrichter:

Marcel Krüger (Note 4) – Unklare Zweikampfbewertungen, ließ zwei beidbeinige Grätschen mit offener Sohle ungeahndet, ließ aber beide Teams den Ball wegen 7 Zentimetern bei Freistößen zurechtlegen. Überschritt die angezeigte Nachspielzeit grundlos um zwei Minuten.

 

Spielnote: 2,5

Unterhaltsames und kurzweiliges Spiel mit zwei komplett unterschiedlichen Hälften.

Fußball 19.08.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Mazohl bringt Eilbek in die Spur

4. Spieltag: SC Eilbek II – UH-Adler II 4:1 (1:0)

 

Gleich sechs Änderungen im Vergleich zur Niederlage bei den Hamburg Hurricanes gab es in der ersten Elf des SC Eilbek II, der dieses Mal in einer 523-Grundordnung agierte, in der Fabian Mazohl auf der linken Offensivseite sein Startelf-Debüt gab.

 

Das zweite Heimspiel startete erstaunlich ähnlich wie das erste Heimspiel, dieses Mal dauerte es eine Minute länger bis zum Elfmeterpfiff durch den insgesamt guten Schiedsrichter Lohmeier. UHs Rechtsverteidiger Lauterbach hatte Fabian Mazohl im Strafraum unsanft von hinten zu Fall gebracht und durfte von Glück reden, dass er weiterspielen durfte. Artur Lammert übernahm Verantwortung vom Punkt, den ins Zeitlupe flach in die Mitte geschossenen Ball konnte Stefan Reinsch mit den Füßen abwehren. 9 von 11 Elfmetern hat Lammert damit für Eilbek verwandelt, beide Fehlschüsse leistete er sich gegen UH-Adler II, den letzten im April 2014.

 

Die Gäste von der Beethovenstraße, immerhin bestes Team der Rückrunde, hatten offensiv nur wenig anzubieten, einzig ein Schuss von Sandig von der Strafraumgrenze zwang Sechting zu einer Faustabwehr. Ansonsten probierte es UH mit Abschlüssen aus 25+ Metern, die allesamt keine Gefahr darstellten. Besser machte es der SCE mit seiner zweiten guten Offensivaktion nach einer Viertelstunde, Lammert steckte für den in die Tiefe gestarteten Mazohl durch, der umkurvte Reinsch und schob zu seinem ersten Saisontor ein. In der Folge hatte Eilbek das Spiel im Griff, kam viel über die gefährliche linke Seite, so auch als Heinrich eine Lammert-Flanke aus fünf Metern neben das Tor schoss, Feldmeier aus 11 Metern abgeblockt wurde und der SCE nach vier Querpässen im Strafraum den Abschluss verpasste.

 

Standards sollten auf beiden Seiten auch eine Rolle spielen, für Eilbek vergab Dennis Dahms nach einer Variante das 2:0, auf der Gegenseite musste Sechting lange auf einen Freistoß aus 40 Metern warten, der gefährlich an Freund und Feind vorbei segelte. UH, das nach einer halben Stunde Mittelstürmer Sakschewski vom Platz nahm, hatte in Person von Sandig nach einer Kopfballverlängerung eine Gelegenheit, doch der Offensivspieler schoss überhastet aus 20 Metern genau auf Sechting. Stattdessen hätte Eilbek seine Dominanz vor der Pause in ein zweites Tor ummünzen müssen, Rubins flaches 40 Meter-Zuspiel auf Lammert schoss dieser von der Strafraumgrenze links vorbei.

 

Zum zweiten Abschnitt reagierte Trainer Barz und erlöste den gelb verwarnten Lauterbach von seinen Aufgaben gegen Mazohl, Reinschmidt übernahm den Rechtsverteidiger-Posten und der Doppel-Torschütze aus der Vorwoche Appiah kam als Stürmer in die Partie. Eilbek kontrollierte die Partie ohne zu glänzen, stand defensiv nochmals verbessert und lauerte auf Möglichkeiten zum schnellen Umschalten. Bei einer dieser Ballgewinne in der eigenen Hälfte hatte Mazohl die Kugel schon lange gespielt, dann senste ihn Pascal Kleckner 30 Meter vor dem SCE-Tor am Sprunggelenk um, Lohmeier schickte Kleckner für das Frustfoul nach Rücksprache mit Assistent Zakrzweski mit der roten Karte unter die Dusche.

 

Das Spiel war damit entschieden, denn die Überzahl nutzte Eilbek gnadenlos aus. Nur neun Minuten dauerte es bis zum 2:0, am Ende einer sehenswerten Kombination durch das Zentrum legte Lammert die Kugel auf halbrechts zu Steffen Heinrich, der den klassischen Robben machte und wuchtig und platziert aus 16 Metern zum 2:0 traf. Innenverteidiger Sager schloss 16 Minuten vor Abpfiff mit Heinrich in der Torjägerliste gleich, nach einer Ecke brachte Lammert den Ball erneut in die Gefahrenzone, drei Eilbeker standen frei vor Reinsch, dieser konnte erst gegen Heinrich parieren, war gegen den Nachschuss von Sager machtlos. Im Stile eines Mittelstürmers lupfte Sören Sager das Leder über den liegenden Reinsch zum 3:0 ein.

 

Danach läutete Eilbek den Debütanten-Ball ein, der erst vor zwei Tagen vom SSV Ostheim verpflichtete Mittelstürmer Maximilian Prominski hatte gleich eine Großchance, scheiterte aber an Reinsch und konnte erst acht Minuten nach seiner Einwechslung knipsen. Die Einleitung dafür war brilliant, Genia Rubin führte in der eigenen Hälfte einen Freistoß über 15 Meter per No-Look-Pass (!) auf den ebenfalls eingewechselten Marschler aus, dessen 70 Meter-Diagonalball fand Frank Hagemann, dessen Flanke Lammert per Kopf auf den zweiten Pfosten verlängerte, wo Prominski Reinsch tunnelte und das 4:0 erzielte. In der Schlussphase tauschte Eilbek auf einigen Positionen noch umher und verlor ein wenig die Ordnung, Diekmann konnte per Sonntagsschuss aus 18 Metern unter die Latte noch den Ehrentreffer für die Uhlenhorster erzielen, in der Schlussminute traf Lukas Tillack frei vor dem Tor nur den Pfosten.

 

Mit dem zweiten Sieg im vierten Spiel und einem knüppelharten Auftaktprogramm steht Eilbek auf Rang 3 der Tabelle und kann einen ordentlichen Saisonstart verzeichnen. Unter der Woche kommt Kreisligist HFC Falke II zum Test an die Fichtestraße, am Wochenende darf Eilbek zum Sonnenaufgang bei TuS Berne III antreten.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sven Prigann, Genia Rubin, Jonathan Appel, Sören Sager, Frank Hagemann – Dennis Dahms, David Feldmeier (77. Tobias Marschler) – Steffen Heinrich (86. Tristan Dahms), Artur Lammert, Fabian Mazohl (74. Maximilian Prominski)

 

Tore:

1:0 Fabian Mazohl (14., Linksschuss, Lammert)

2:0 Steffen Heinrich (66., Linksschuss, Lammert)

3:0 Sören Sager (74., Rechtsschuss, Heinrich)

4:0 Maximilian Prominski (82., Linksschuss, Lammert)

4:1 Lars Diekmann (86., Linksschuss)

 

Gelbe Karten:

Prigann, Feldmeier – Lauterbach, Diekmann, Reinsch, Appiah

 

Rote Karte:

Pascal Kleckner (57., grobes Foulspiel an Mazohl)


Bes. Vorkommnis:

Stefan Reinsch hält Foulelfmeter von Artur Lammert (4., Lauterbach an Mazohl)

 

Schiedsrichter:

Tobias Lohmeier (Note 2) – Lag bei den wichtigen Entscheidungen zum Elfmeter und Platzverweis für Kleckner richtig und hatte wenig Mühen über 90 Minuten.

 

Spielnote: 3

Abwechslungsreiche Partie, die nach dem Platzverweis sehr einseitig wurde.

Fußball 12.08.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Ohne Punkt beim Titelfavoriten

3. Spieltag: Hamburg Hurricanes - SC Eilbek II 1:0 (1:0)

 

Auf dem mittlerweile schmaler gewordenen Grandplatz am Struckholt sollten am dritten Spieltag die besten Defensivreihen der Liga aufeinandertreffen, beide Teams hatten erst zwei Gegentreffer in der laufenden Saison hinnehmen müssen. Eilbeks Ausfallliste vor dem Top-Spiel war groß, so fehlten unter anderen Keeper Sechting, Hagemann, Kapitän Feldmeier, Lammert, Schleeßelmann, Mazohl und Henning, dafür feierte Gehrke nach überstandener Fußverletzung aus dem Hurricanes-Spiel der Vorsaison sein Comeback.

 

Wie erwartet entwickelte sich ein sehr körperbetontes Spiel, Spielkontrolle war auf dem schwierigen Untergrund nur in seltenen Fällen möglich. Die erste Chance des Spiels hatten die Hausherren, Schultz parierte den Kopfball von Innenverteidiger Guimont nach einer Ecke aber sicher. Beide Abwehrreihen wirkten sehr stabil und so gab es nur wenige Highlights. Eilbeks Spielmacher Liebau schoss aus der Distanz etwas am Tor vorbei, auf der anderen Seite hatte Schultz keine Probleme bei der Faustabwehr gegen Walets Geschoss aus spitzem Winkel von der Strafraumgrenze.

 

Aufregung gab es dann nach fast einer halben Stunde, denn Keeper Conor Stewart war nach einem Pass von Gehrke aus seinem Tor geeilt, unterlief den Ball und nahm außerhalb des Strafraums die Hände zu Hilfe. Die Eilbeker Bank forderte hier vehement einen Platzverweis, Schiedsrichter Schnehagen hatte aber nur die gelbe Karte in der Hand, zeigte diese aber nicht und entschied auf Anraten seines Assistenten auf Abseits. Zwar war Angreifer Dittrich tatsächlich in Abseitsposition, aber genauso weit vom Ball entfernt wie Liebau, der das Leder ins leere Tor hätte schieben können. Glück für die Hurricanes, dass das Gespann die Abseitsposition von Dittrich als aktiv einstufte.

 

Das goldene Tor des Tages sollte zwei Minuten vor der Pause fallen. Nach einer geklärten Standardsituation hatte Hurricanes-Spielführer Oscar Walet auf dem rechten Flügel zu viel Zeit um eine gescheite Flanke ins Zentrum zu bringen, wo Sholto West das Kopfballduell gegen Dahms gewann und ins lange Eck einköpfte.

 

100 Sekunden nach dem Seitenwechsel bot sich Eilbek die große Chance zum Ausgleich, Jimmy Rantz bediente mit einem feinen Zuspiel den eingelaufenen Max Liebau, der per Direktabnahme freistehend aus 14 Metern knapp über die Latte schoss. Auch die Hurricanes wurden noch einmal gefährlich, Ostendorfs Hammer aus 18 Metern lenkte Schultz per Flugparade stark über die Latte. Die 22 Akteure schenkten sich nichts auf dem Geläuf, Appel und Fernandez Pena gerieten kurzzeitig aneinander, aussichtsreiche Freistöße von Ganapijev und Klanke nach abermaligem Ausflug und Foul von Stewart an Dittrich blieben in den Mauern hängen, so dass die Uhr dem Spielende entgegen tickte.

 

In der Schlussphase verpasste Klanke gegen Stewart den Ausgleich, den anschließenden Kopfball setzte Dittrich neben das Tor. Die Hurricanes, bei denen der kurz vor Schluss eingewechselte Mark Boyce seinen Abschied gab, brachten die Vorsprung ins Ziel.

 

In einem klassischen 0:0-Spiel haben die Hurricanes sich die eine kleine Unaufmerksamkeit weniger geleistet und gehen damit als Sieger vom Platz. Eilbek darf nach zwei schweren Auswärtsspielen in der kommenden Woche daheim gegen die Uhlenhorst-Adler die nächsten Punkte einfahren.

 

Chance Liebau

Chance Ostendorf

Freistoß Klanke

Gehrke Stewart

 

 

Aufstellung:

Marc Schultz – Sven Prigann ©, Genia Rubin, Jonathan Appel, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, Adrian Gehrke – Jimmy Rantz, Max Liebau (85. Yassin Ahadi), Aziz Martens (70. Adrian Klanke) – Florian Dittrich

 

Tore:

1:0 Sholto West (43., Kopfball, Walet)

 

Gelbe Karten:

Appel, Dittrich

 

Schiedsrichter:

Frank Schnehagen (Note 2,5) – Hatte bei den zwei Aktionen von Stewart außerhalb des Strafraums knifflige Entscheidungen zu treffen, ließ die Akteure ansonsten in einer fairen Partie an der langen Leine

 

Spielnote: 2,5

Fußballerisch nicht immer hochklassig, aber stets intensiv, rassig und spannend.

Fußball 05.08.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Remis im Borgweg

2. Spieltag: VfL 93 - SC Eilbek II 2:2 (1:1)

 

Schon in der vergangenen Spielzeit musste Eilbek II früh an den Borgweg reisen, dieses Mal bereits am zweiten Spieltag. Wahrscheinlich zum letzten Mal durfte der SCE auf dem pikfein präparierten Naturrasen auflaufen, denn im kommenden Jahr soll hier ein Kunstrasenplatz entstehen. Regen und Gewitter im Vorfeld der Partie sorgten für ein tiefes Geläuf, zudem steckten beiden Teams die Pokalspiele vom Dienstag merklich in den Knochen. Kurzfristig musste Eilbek auf den angeschlagenen Liebau verzichten, Lammert, Prigann und Marschler standen erstmals in der Liga-Saison von Beginn an auf dem Platz.

 

Beide Seiten begannen mit einem sehr kontrollierten Spiel und wollten Fehler in der Defensivbewegung vermeiden. Die erste Halbchance nach drei Minuten gehörte den Hausherren, Benjamin Marschall nutzte einen Ausrutscher von Jonathan Appel, aus 14 Metern konnte Sechting per Fußparade aber ohne große Mühen abwehren. Aus ähnlicher halbrechter Position versuchte es wenig später Dickmann, der mit seinem Chip links vorbeischoss. Bei überwiegendem Ballbesitz des VfL 93 gelang es Eilbek vor allem in Umschaltsituationen gefährlich zu werden, so auch in der zehnten Minute als Feldmeier im Mittelkreis einen Pass abfing und Henning bediente, dessen Linksschuss knapp am langen Pfosten vorbeirauschte, wo auch der grätschende Prigann die Kugel nicht mehr erreichen konnte.

 

Ein bisschen Fortune hatte Eilbek als Marschler als letzter Mann einen kapitalen Ballverlust gegen Marschall hatte und dieser frei vor Sechting links neben den Pfosten schoss. Quasi im direkten Gegenzug bestrafte der SCE diese Nachlässigkeit und ging selbst in Führung. Appels Diagonalball erreichte Dittrich, dessen Hereingabe über Heinrich bei Henning landete, dieser spielte im Strafraum einen Doppelpass mit Dennis Dahms und traf trocken und flach ins kurze Eck. Lange Zeit passierte nach dem Führungstreffer dann nichts mehr, der VfL fand gegen eine gut geordnete Eilbeker Abwehrreihe kein Durchkommen.

 

Erst nach einer halben Stunde gab es wieder Erwähnenswertes, Marschler traf mit einem Befreiungsschlag nur den Gegenspieler, der anschließend auf Sechting zulief, Eilbeks Torwart konnte den ersten Versuch abwehren, doch Marius Dickmann brachte den Abpraller im Tor zum 1:1 unter. Viel mehr Highlights gab es bis zum Seitenwechsel, Feldmeiers Distanzschuss aus 18 Metern brachte das Tor von Grawe nicht in Gefahr.

 

Zur Pause musste der SCE einen Torwartwechsel durchführen, Marc Schultz übernahm den Platz zwischen den Pfosten für den angeschlagenen Marcel Sechting. Und Schultz musste gleich auf dem Posten sein, denn Torben Ruffer köpfte eine Ecke in Richtung rechtem Torwinkel, doch Marc Schultz entschärfte die Situation mit einer herausragenden Flugparade. Aus dem Spiel heraus gab es weiter auf beiden Seiten wenige Chancen, zu aufmerksam und diszipliniert agierten beide Mannschaften gegen den Ball. Eine kleine Unaufmerksamkeit auf der linken Eilbeker Seite nutzte der VfL 93 in Minute 66, als Schlötel eine Flanke ins Zentrum schlagen konnte, wo Marschall eine Fußspitze vor Marschler an den Ball kam und aus fünf Metern zum 2:1 einnetzte.

 

Mit dem Los des Rückstands stürmte Eilbek nach der Einwechslung von Helm für Dittrich an und wollte den Ausgleich, doch Henning scheiterte nach einer Flanke vom rechten Flügel per Volleyabnahme am aufmerksamen Grawe. Fünf Minuten vor dem Ende belohnte sich der SCE dann doch für seinen Aufwand, Hagemanns Freistoßflanke aus dem Halbfeld fand den Kopf von Dennis Dahms, der zum umjubelten 2:2 einschädelte. In der packenden Schlussphase war damit aber noch lange nicht genug, denn in der 90. Minute bekam die Borgwegler einen Freistoß 19 Meter vor dem Tor zugesprochen, doch Sameks Schuss konnte abgeblockt werden. Stattdessen hatte Eilbek in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Sieg auf dem Fuß, nach einer Flanke von Prigann stand Helm acht Meter vor dem freien Tor und zielte genau auf Grawe.

 

Am Ende gab es ein nicht unverdientes Remis, mit besser ausgespielten Konter hätte der VfL den Sack früher zu machen können, Sebastian Helm hätte den Spielverlauf in der 92. Minute auf den Kopf stellen können.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting (46. Marc Schultz) – Sven Prigann, Tobias Marschler, Jonathan Appel, Frank Hagemann – Dennis Dahms, David Feldmeier – Florian Dittrich (74. Sebastian Helm), Artur Lammert, Steffen Heinrich – Marc Henning (90.+2 Sebastian Stenzel)

 

Tore:

0:1 Marc Henning (14., Rechtsschuss, Dahms)

1:1 Marius Dickmann (30., Rechtsschuss)

2:1 Benjamin Marschall (66., Rechtsschuss, Schlötel)

2:2 Dennis Dahms (85., Kopfball, Hagemann)

 

Gelbe Karten:

Fürstenberg, Samek - Appel

 

Schiedsrichter:

Robert Karus (Note 2) – Ohne Probleme in einer sehr fairen Partie, sechseinhalb Minuten Nachspielzeit waren mehr als sportlich.

 

Spielnote: 3

Taktisch disziplinierte Abwehrreihen beherrschten das phasenweise sehr muntere Spiel.

Fußball 01.08.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Holsten-Pokal: Ungefährdet in Runde 3

2. Runde Holsten-Pokal: SC Eilbek II – Hamburg Hurricanes II 5:0 (4:0)

 

Nach einer spielfreien ersten Runde gab der SC Eilbek II sein Pokal-Debüt in Runde 2, dank eines Tausch des Heimrechts konnte B-Kreisklassist Hamburg Hurricanes II an der Fichtestraße auf Kunstrasen empfangen werden. Trainer Klaus Pablo Torgau warf im Pokal die Rotatationsmaschine an, Schultz, Prigann, Marschler, Helm, Meskini, Schleeßelmann und Lammert durften von Beginn an starten, einzig Rubin, Hagemann, Feldmeier und Liebau kamen in den Genuss eines zweiten Einsatzes von Beginn an.

 

Schon früh übernahm Eilbek die Spielkontrolle und untermauerte somit seine Favoritenrolle. Früh im Spiel musste Schleeßelmann nach einer Attacke von Taylor, der für diese Aktion verwarnt wurde, behandelt werden und konnte nur unter Schmerzen weiterspielen. Für ein feines Zuspiel auf Artur Lammert reichte dies dennoch, der heute als Mittelstürmer aufgestellte Lammert blieb vor Keeper James Schramm eiskalt und brachte den SCE früh in Führung. Parallelen zum Liga-Auftakt am Wochenende waren ersichtlich, Eilbek lief mitunter zu früh in Abseitspositionen, ließ im Defensivbereich aber nichts anbrennen.

 

Für Schleeßelmann war nach 20 Minuten und einer Torchance nach einer Ecke schon Schluss, Linksaußen Fabian Mazohl kam neu in die Partie und fügte sich schnell ein. Nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung konnte Mazohl vom Gegner nicht mehr eingefangen werden, der Italiener scheiterte zwar am Pfosten, doch Debütant Chahid Meskini wurstete den Abpraller irgendwie mit dem rechten Schienbein zum 2:0 über die Linie. Eilbek spielte sich eine Viertelstunde lang in einen Rausch, Feldmeier scheiterte mit einem platzierten Distanzschuss an Schramm. Kurz darauf klingelte es dennoch wieder im Hurricanes-Tor, Rechtsverteidiger Prigann fühlte sich im Zehnerraum anscheinend zuhause und bediente per Außenrist-Pass Artur Lammert, der halb aus der Drehung ins lange Eck abschloss. Eine Kopie des Tores gab es nochmal in Minute 44, diesmal war Liebau der Vorbereiter, wieder war Lammert der Torschütze, für den es erst der zweite Dreierpack im 121. Spiel war. Einen weiteren Ausbau der Führung verpasste Liebau nach einer Lammert-Hereingabe vom linken Flügel, aus fünf Metern bekam James Schramm gerade noch die Beine zusammen und verhinderte einen fünften Einschlag vor dem Seitenwechsel.

 

Nach der Pause schöpfte Eilbek früh sein Wechselkontingent aus, die angeschlagenen Meskini und Liebau durften gehen, Dittrich und Stenzel durften noch ein wenig Pokal-Luft schnuppern. Die Anzahl der Highlights im zweiten Abschnitt nahm aufgrund des Spielstandes deutlich ab, Mitte der zweiten Halbzeit gab es aber für die 37 Zuschauer doch noch ein kleines Leckerli. Rubin dribbelte aus der Innenverteidigung an und bediente Lammert auf dem linken Flügel, dessen Flanke mit links schädelte David Feldmeier zum 5:0 ein. Für Eilbeks Kapitän war es das erste Kopfballtor nach fast vier Jahren, der letzte Treffer aus der Luft datiert vom 11.09.2015 beim DSC Hanseat.

 

In der mitunter etwas ruppigen Schlussphase näherte sich Eilbek noch mehrfach dem Tor, doch ein weiterer Treffer war weder Dittrich, noch Rubin, Liebau oder Lammert bei ihren Schusschancen vergönnt. Mitteilungspflichtig war nur noch die gelb-rote Karte des zwanzig Minuten zuvor eingewechselten Daniel Kvist, der etwas abseits vom Ball Sebastian Helm mit einem Ellenbogenschlag im Magen traf.

 

In der dritten Runde trifft der SC Eilbek II am kommenden Mittwoch auf den Duvenstedter SV am Puckaffer Weg.

 

 

Aufstellung:

Marc Schultz – Sven Prigann, Genia Rubin, Tobias Marschler, Frank Hagemann – Sebastian Helm, David Feldmeier – Chahid Meskini (50. Florian Dittrich), Max Liebau (56. Sebastian Stenzel), Dennis Schleeßelmann (21. Fabian Mazohl) – Artur Lammert

 

Tore:

1:0 Artur Lammert (12., Rechtsschuss, Schleeßelmann)

2:0 Chahid Meskini (32. Rechtsschuss, Mazohl)

3:0 Artur Lammert (36., Rechtsschuss, Prigann)

4:0 Artur Lammert (44., Rechtsschuss, Liebau)

5:0 David Feldmeier (66., Kopfball, Lammert)

 

Gelbe Karten:

Hagemann – Taylor, Rintsch, Hybel

 

Gelb-Rote Karte:

Daniel Kvist (83., Ellenbogenschlag)

 

Schiedsrichter:

Patrick Satzinger (Note 2) – Keine Probleme in der Spielleitung, Jensens Platzverweis war alternativlos.

 

Spielnote: 3,5

Leicht erhöhte Fehlerquote in einer Partie mit klarer Rollenverteilung.

Fußball 29.07.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Eilbek II stürmt gleich die Spitze

1. Spieltag: SC Eilbek II – SC Osterbek 8:0 (4:0)

 

Saisonauftakt in der Kreisliga 5, fast schon traditionell startet Eilbek II mit einem Heimspiel gegen einen Aufsteiger. Gegen den SC Osterbek standen mit Frank Hagemann (FC Alsterbrüder II) und Max Liebau (TV Kalkum Wittlaer) zwei Neuzugänge in der ersten Elf, für All-Time-Topscorer Artur Lammert blieb zunächst nur ein Platz auf der Bank übrig. In seinem 160. Pflichtspiel für Eilbek II startete Sören Sager erstmals auf der Rechtsverteidigerposition, David Feldmeier führte die Elf erstmals als Kapitän auf den Platz.

 

Der Start in die neue Saison hätte für Eilbek nicht besser laufen können, denn schon nach 37 Sekunden bekamen die Hausherren einen Strafstoß zugesprochen, nach einem langen Schlag von Sechting wurde Liebau von Robert Schultz zu Fall gebracht, der insgesamt gute Schiedsrichter Dogan entschied sofort auf Penalty. Aus 11 Metern konnte Marc Henning Schlussmann Christian Weber verladen und so stand es nach handgestoppten 72 Sekunden schon 1:0. Auftakt nach Maß für den SCE, der sich in den Vorbereitungsspielen offensiv noch recht schwer tat und erst in den letzten 14 Tagen so richtig ins Rollen gekommen ist.

 

Osterbek war von Anfang an überfordert, satte 19 Torchancen notierte Tickerer Raphael Chuleck am Spielfeldrand für den SCE allein im ersten Abschnitt und kam damit trotz offenen Schuhwerks bei strahlendem Sonnenschein gehörig ins Schwitzen. Schon nach fünf Minuten hätte Dittrich per Kopf nach einer Flanke von Steffen Heinrich das 2:0 erzielen können, in Minute 7 schädelte Dennis Dahms eine Ecke von Hagemann nur gegen den Querbalken. Die Erlösung gelang erst vier Minuten später, Standard-Spezialist Hagemann brachte einen Freistoß von nahe der Eckfahne scharf ins Zentrum, wo Heinrich aus dem Gewühl ins Tor traf. In den nächsten fünf Zeigerumdrehungen hatte Eilbek gleich drei weitere Hochkaräter, Henning scheiterte nach Steilpass von Dittrich erst an Osterbeks Bestem, Keeper Weber, dann lupfte Heinrich aus 22 Metern über das leere Tor und wenig später klärte Sören Sager für die bereits geschlagenen Osterbeker nach einer Ecke auf der Torlinie.

 

Die Gäste bemühten sich im 442 immer wieder mindestens acht Spieler hinter den Ball zu bekommen, doch Eilbeks agiles Offensivspiel fand immer wieder Lücken in der gegnerischen Defensive und erspielte sich Chancen im Zwei-Minuten-Takt. Nur folgerichtig gelang Henning in der 22. Minute das 3:0, am Ende einer feinen Kombination über Liebau und Sager musste der Vorjahreszweite der Torjägerliste das Leder nur noch über die Linie drücken. Zwei Minuten später kam Henning nach einer der zahlreichen Ecken in aussichtsreicher Position zum Abschluss, das 4:0 lies aber dank einer handspielverdächtigen Situation noch auf sich warten. Der Einbahnstraßenfußball nahm auch nach einer halben Stunde weiter seinen Lauf, Hagemann scheiterte per Freistoß an Weber, kurz darauf war Rubins Hackenschuss nicht platziert genug.

 

Unfassbar war dann die Situation in der 31. Minute, Dahms setzte Henning mit einem feinen Zuspiel in Szene, von der Grundlinie brachte Henning die Kugel flach vor das Tor, wo der mitstürmende Sören Sager das Kunststück fertig brachte sich aus 1 Metern selbst anzuschießen und das sichere Tor zu verpassen. Der Ball kullerte Richtung Toraus, Henning drückte das Leder zwar noch über die Linie, doch hier lag richtigerweise eine Abseitsposition vor. Christian Weber im Tor des SCO durfte sich wegen mangelnder Beschäftigung nicht beklagen, sowohl gegen Liebau als auch gegen Dahms aus der Distanz parierte der Kapitän der Gäste stark. Machtlos war er dann kurz vor dem Seitenwechsel, denn Liebau setzte den durchstartenden Sager in Szene, der vor dem Tor eiskalt blieb und Weber das Leder durch die Hosenträger zum 4:0 schob.

 

Keine Änderungen waren im zweiten Abschnitt zu sehen, 84 Sekunden nach Wiederanpfiff zirkelte Max Liebau das Leder aus 18 Metern mit dem linken Fuß oben links in den Giebel, 5:0. Eilbeks Auswechselspieler machten sich derweil warm und bereit für einen Wechsel, während Dahms nach einer Ecke erneut nur zweiter Sieger gegen Weber war. Immer wieder brachte der SCE sehenswerte Kombinationen auf das Grün, der beschäftigungslose Innenverteidiger Jonathan Appel dribbelte an, bediente Steffen Heinrich, der perfekt in den Lauf von Marc Henning tropfen ließ, doch Eilbeks Mittelstürmer zielte etwas zu genau und schoss aus 13 Metern freistehend links vorbei. Wenig später machte Henning seinen Dreierpack dann doch perfekt und umkurvte Weber nach erneutem Zuspiel von Heinrich und belegt mit drei Treffern zusammen mit Oscar Walet von den Hurricanes Platz 1 in der Torjägerliste.

 

Nach 58 Minuten war für Dahms, Heinrich und Henning Feierabend, Helm, Mazohl und Schleeßelmann kamen neu in die Partie. Da der SCE binnen fünf Tagen drei Spiele (Dienstag Pokal, Freitag bei VfL 93) hat, kam der Spielstand nicht ungelegen. In der neuen Formation brauchte der SCE ein paar Minuten, um sich neu zu finden, Thielke hatte in der Zeit Osterbeks erste Halbchance, doch Sechting nahm dem Angreifer die Kugel vom Fuß. Auf der Gegenseite fiel stattdesssen das 7:0, der eingewechselte Helm passte durch die Schnittstelle, wo sich Florian Dittrich gegen Verteidiger und Torwart durchtankte und endlich sein erstes Tor für den SCE erzielte. Bezeichnend für die Partie war eine Aktion zwei Minuten später, als Appel den Ball am eigenen Strafraum erzielt, über das gesamte Feld in Lucio-Manier spazierte und erst im gegnerischen Sechzehner vom Ball getrennt werden konnte.

 

Dennis Schleeßelmann verpasste nach einer Ecke und Verlängerung von Rubin sein erstes Tor für Eilbek, im Gegenzug lenkte Sechting Thielkes Schuss um den Pfosten und sicherte so das erste Zu-Null-Spiel der Saison. Die folgende Ecke wurde für Osterbek zum Bumerang, denn Sechting konnte die Ecke abfangen, Eilbek spielte einen blitzsauberen Konter und nach Zuspiel von Liebau traf Fabian Mazohl nur das Außennetz. In der Schlussphase ergaben sich für Helm nach erneuter Ecke und zwei Mal Schleeßelmann noch drei gute Einschussmöglichkeiten für Eilbek, doch es sollte nur noch ein Tor fallen: Hagemann stürmte auf dem linken Flügel durch, im Zentrum verpasste Mazohl die scharfe Hereingabe, doch Florian Dittrich stand goldrichtig und traf zum 8:0-Endstand.

 

Ein auch in der Höhe völlig verdienter Sieg (37:4 Torschüsse) für den SC Eilbek II, der nach Spieltag 1 die Tabelle anführt, aber in der Liga vor zwei schweren Auswärtsspielen gegen den VfL 93 und die Hamburg Hurricanes steht. Doch zuvor wartet im Pokal in Runde 2 noch die Reserve der Hurricanes auf den SCE, Anstoß ist am Dienstag um 19.30 Uhr an der Fichtestraße.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sören Sager, Genia Rubin, Jonathan Appel, Frank Hagemann – Dennis Dahms (58. Sebastian Helm), David Feldmeier – Florian Dittrich, Max Liebau, Steffen Heinrich (58. Fabian Mazohl) – Marc Henning (58. Dennis Schleeßelmann)

 

Tore:

1:0 Marc Henning (2., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Schultz an Liebau)

2:0 Steffen Heinrich (11., Linksschuss, Hagemann)

3:0 Marc Henning (22., Rechtsschuss, Sager)

4:0 Sören Sager (43., Rechtsschuss, Liebau)

5:0 Max Liebau (47., Linksschuss, Feldmeier)

6:0 Marc Henning (56., Rechtsschuss, Heinrich)

7:0 Florian Dittrich (74., Linksschuss, Helm)

8:0 Florian Dittrich (86., Rechtsschuss, Hagemann)

 

Gelbe Karten:

Helm – Schultz, de Cuveland

 

Schiedsrichter:

Furkan Dogan (Note 2) – Hatte in einer fairen Partie alles im Griff und gefiel mit einer sehr angenehmen und unaufgeregten Spielleitung.

 

Spielnote: 2

Ein chancenreiches und unterhaltsames, wenn auch komplett einseitiges Spiel.

Fußball 29.05.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Luft ist raus - Eilbek II wird Dritter

30. Spieltag: SC Eilbek II – USC Paloma III 2:4 (1:2)

 

Arg geschröpft war der Kader des SCE zum letzten Saisonspiel, vor allem in der Defensive drückte verletzungsbedingt der Schuh, gerade einmal 13 Spieler schafften es noch in den Kader. Beim letzten Eilbek II-Spiel von Stephan Horn feierte Dennis Schleeßelmann sein Startelf-Debüt, Mittelfeldspieler David Feldmeier musste in der Innenverteidigung aushelfen, in der mit Sager, Appel, Rubin, Helm, Marschler und Schürmann gleich sechs Ausfälle zu beklagen waren. Noch vor der Partie wurde Horn nach 112 Spielen gebührend verabschiedet und von der tosenden Menge gefeiert.

 

Theoretische Chancen auf Platz 2 hatte der SC Eilbek II noch, musste aber dafür auf einen Patzer aus Farmsen gegen Schlusslicht Sternschanze IV hoffen. Und nach acht Minuten Spielzeit wurde der letzte Hoffnungsschimmer noch ein klein wenig größer, denn Marc Henning brachte den SCE mit einem feinen Heber nach Zuspiel von Vittorio Walter in Führung und sorgte so für den 100. Liga-Treffer in der laufenden Spielzeit. Für sechs Minuten war Eilbek in der Blitztabelle vorbei, ehe Hamidi und Zimmermann die Vorentscheidung für Farmsen binnen drei Minuten herbrachten. Ernüchterung beim SCE und die letzte Entschlossenheit war damit raus. Die Gäste kamen bei ansehnlicher Kulisse in Minute 19 zum Ausgleich, Schütt zog aus dem Rückraum ab und sein platzierter Schuss landete im langen Eck.

 

Die Tauben hatten nun etwas mehr vom Spiel und gingen kurz vor dem Seitenwechsel nach einem kapitalen Fehler von Dennis Schleeßelmann in Führung. Nach dem Ballverlust von Eilbeks Sechser spielte Paloma die Überzahlsituation sauber aus und Max Marvin Müller drückte das Leder schlussendlich aus Nahdistanz über die Linie. Zur Pause wurde beim SCE auf die fahrige Vorstellung reagiert, der junge Ahadi ersetzte Dittrich.

 

Fußballerisch hochklassig wurde es auch in Abschnitt zwei nicht, die Gäste hatten einige Chancen, doch auch der SCE hätte vor allem nach Standards treffen können, doch in seinem letzten Auftritt wurde Stephan Horn zweimal ein Treffer verwehrt, einen Kopfball aus fünf Metern klärte ein Verteidiger auf der Torlinie, nur wenig später wurde sein Torschuss im Fünfmeterraum beblockt. Für den heute als Linksverteidiger auflaufenden Horn war nach 70 Minuten Spielzeit die Karriere beendet, Marius Hensch ersetzte ihn.

 

Paloma-Coach Hekmat brachte mit Dahlström, der sich prompt mit den Zuschauern anfreundete, und dem blutjungen Sulaiman zwei neue Offensivkräfte und bei seiner zweiten guten Torchance konnte Abdelaziz Mohammed Elsayed Sulaiman per Chip ins lange Eck für die Zwei-Tore-Führung sorgen. In der Schlussphase war auf beiden Seiten offenes Visier angesagt, Henning konnte per wuchtiger Direktabnahme nach Flanke von Tohme zwei Minuten vor dem Ende verkürzen, doch in der vierten Minute der Nachspielzeit sorgte Krawieczek für das in Summe verdiente 2:4-Endergebnis.

 

Am Saisonende ging Eilbek ein wenig die Puste aus, nur ein Punkt aus den letzten vier Spielen trübt den Eindruck der gesamten Saisonleistung. Mit neuer Frische und teils neuem Personal startet der SCE in drei Wochen bereits in die Sommer-Vorbereitung.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser, Philipp Latz, David Feldmeier, Stephan Horn (70. Marius Hensch) – Dennis Schleeßelmann, Florian Dittrich (46. Yassin Ahadi) – Kassem Tohme, Vittorio Walter, Artur Lammert – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Marc Henning (8., Rechtsschuss, Walter)

1:1 Benedikt Schütt (19., Linksschuss)

1:2 Max Marvin Müller (37., Rechtsschuss)

1:3 Abdelaziz Mohammed Elsayed Sulaiman (78., Rechtsschuss)

2:3 Marc Henning (88., Linksschuss, Tohme)

2:4 Martin Walter Krawieczek (90.+4, Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Feldmeier, Schleeßelmann, Walter – Große, Sulaiman

 

Schiedsrichter:

Hesam Mirzababaei (Note 6) – Katastrophaler Auftritt für beide Seiten, ließ ein komplett harmloses Spiel fast eskalieren.

 

Spielnote: 3,5

Viele technische Fehler, wenige Ballstafetten, mitunter aber auch abwechslungsreich.

Fußball 24.05.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Eilbek verspielt die Vize-Meisterschaft

27. Spieltag: Hamburg Hurricanes - SC Eilbek II 5:1 (3:1)

 

Das Nachholspiel bei den Hamburg Hurricanes war für den SC Eilbek II die Chance den zweiten Platz vom Farmsener TV zurück zu ergattern. Aufgrund der Verletzung von Sven Prigann wurde der erste Versuch der Partie nach rund einer Stunde Spielzeit abgebrochen, im zweiten Anlauf ging beim SCE nahezu alles schief. Mit einem 20-Mann-Kader reiste der SCE-Tross an den schönen Alsterlauf und versuchte in einer zentrumsorientierteren Grundordnung gegen das gegnerische 433 die Oberhand zu gewinnen.

 

Der Start auf Eilbeker Seite war recht vielversprechend, nach Walters Kopfballablage auf Marc Henning scheiterte dieser aus acht Metern an Conor Stewart. Doch der SCE war gut in der Partie und ging nach 13 Minuten auch völlig verdient in Führung. Vittorio Walter und Marc Henning spielten einen doppelten Doppelpass und so fand sich Henning nach einem Steilpass vor Stewart wieder, an dem er den Ball mit viel Gefühl im rechten Fuß vorbei ins Netz legte. Kollektiver Jubel auf der Bank und im ausgeprägten Gästeblock entbrannte.

 

Aus einem Ballverlust im Mittelfeld entwickelte sich nur fünf Minuten später der Ausgleich der Gastgeber. Auf der linken Seite spielten die Boys in Pink schnell in die Tiefe, die Hereingabe bugsierte Innenverteidiger Tobias Marschler vor dem einschussbereiten Lukas Henkel direkt ins eigene Netz. Mit dem 1:1 kamen die Hurricanes immer besser ins Spiel und verteidigten nunmehr sehr stark. Vor allem der überragende Manndecker Nicolas Guimont war in der Defensive ein Ballmagnet und war immer da, wo es hätte brenzlig werden können. Weitere Angriffsversuche vor allem über den starken und schnellen Juan Arteche brachten die Hurricanes zunächst nicht auf das Tor. Als ob die Personalsorgen im Defensivbereich nach Ausfällen von Prigann, Sager, Rubin, Appel und Heinrich in den letzten Wochen nicht schon groß genug gewesen wären, verletzte sich Stopper Nicklas Schürmann bei einer Abwehraktion und musste nach einer halben Stunde den Platz verlassen.

 

In der selben Minute ging Eilbek nach einem kapitalen Fehler in Rückstand, Gehrke verlor den Ball am eigenen Strafraum und Oscar Fernandez Pena konnte mit dem ersten Kontakt ins lange Eck schlenzen. Der SCE lag damit im Hintertreffen, einen Punkt musste man aber mindestens vom Struckholt entführen. Das dafür nötige Tor versuchte David Feldmeier per Direktabnahme zu erzielen, doch Keeper Conor Stewart bekam irgendwie noch die Fingerkuppen an den Ball und wehrte den strammen Schuss über die Latte. Quasi im direkten Gegenzug gingen Eilbeks Köpfe nach unten, den Hurricanes-Kapitän Oscar Walet hatte einen Freistoß aus 22 Metern hart und platziert oben links in den Giebel geschossen. Doch damit nicht genug: nur drei Minuten später war es wieder Walet, der aus nahezu identischer Position erneut hart und platziert oben links in den Winkel traf. Zur Überraschung aller Beteiligten gab Schiedsrichter Kunkel das Tor nicht, denn sein Assistent hatte ihn auf ein Foulspiel von Lukas Henkel in der Mauer aufmerksam gemacht.

 

Mit einem 3:1 ging es in die Kabinen und wieder hatte der SCE die erste Chance. Nach feinem Zuspiel in die Tiefe auf Walter scheiterte dieser von halblinks am überragenden Stewart. Mit Dittrich für Gehrke nahm Eilbek derweil den zweiten Wechsel nach 56 Minuten vor, ehe Henkel das Laufduell gegen Latz nach einer Kopfballablage gewann und unten links zum 4:1 einschob. Der direkt danach in die Partie gekommene Marius Hensch sollte auf der linken Seite nochmal für Dampf sorgen, doch nur vier Minuten später musste Eilbek zu zehnt weiterspielen, denn Dennis Dahms musste nach einer Fußverletzung den Platz verlassen. Aufgrund des bereits erschöpften Wechselkontingents spielte Eilbek fast zwanzig Minuten in Unterzahl.

 

Die Hamburg Hurricanes hatten auf ihrer Seite vor allem nach Kontern und Standardsituationen noch vier weitere Torchancen, die entweder knapp am Tor vorbeigingen oder bei denen Fabian Engelke, der bei allen Gegentoren machtlos war, zumindest mal parieren konnte. Wenn Eilbek mal kontrolliert aufbauen konnte, kam man auch noch zu Torchancen, zweimal Marc Henning und Florian Dittrich versuchten das Ergebnis noch in eine andere Bahn zu lenken, doch der Schlusspunkt gehörte den Hurricanes. Nach einem abgewehrten Eckstoß landete der Ball vor den Füßen von Brandon Tomasi, der aus knapp 20 Metern abzog, den Ball dabei nicht voll traf, doch an Freund und Feind durch das stark verdichtete Zentrum kullerte der Ball ins lange Eck. Ein symptomatisches Tor für diesen Tag, an dem am Ende in Eilbek nur noch Ernüchterung zu sehen war.

 

Verletzungen vor dem Spiel, Verletzungen im Spiel, ein überragender Hurricanes-Keeper, ein Eigentor, individuelle Fehler, ein überragender Freistoß als Gegentor, eine Verletzung nach bereits drei getätigten Wechsel. Für den SC Eilbek II kam es in dieser Partie knüppeldick, Platz 2 ist aus eigener Kraft nicht mehr erreichbar und so werden nur noch Stoßgebote von der Fichtestraße in die Sternschanze gesendet.

 

 

Aufstellung:

Fabian Engelke – Kassem Tohme, Tobias Marschler, Nicklas Schürmann (31. Philipp Latz), Marius Bruchhäuser (63. Marius Hensch) – Adrian Gehrke (56. Florian Dittrich), Dennis Dahms, David Feldmeier – Artur Lammert – Vittorio Walter, Marc Henning

 

Tore:

0:1 Marc Henning (13., Rechtsschuss, Walter)

1:1 Tobias Marschler (19., Eigentor, Rechtsschuss)

2:1 Oscar Antonio Fernandez Pena (31., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

3:1 Oscar Walet (38., dir. Freistoß, Rechtsschuss)

4:1 Lukas Henkel (61., Rechtsschuss)

5:1 Brandon Tomasi (88., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

 

Gelbe Karte:

Walter

 

Schiedsrichter:

Torsten Kunkel (Note 2) – Souveräner Auftritt des Gespanns in einer überaus fairen Partie.

 

Spielnote: 3

Technisch durchwachsen, Körperlichkeit, Wille und individuelle Klasse bildeten den Rahmen der abwechslungsreichen Partie.

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