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Fußball 11.03.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Sechting überragt im Topspiel - 2:1 gegen Farmsen

21. Spieltag: SC Eilbek II – Farmsener TV 2:1 (0:1)

 

Mit einigen Personalsorgen empfing der SC Eilbek II im Top-Spiel der Kreisliga 5 den Tabellenzweiten aus Farmsen. Neben den Torjägern Marc Henning und Vittorio Walter musste Trainer Klaus Pablo Torgau auch auf Kapitän Sören Sager und Vize-Kapitän Sven Prigann verzichten. Gegenüber der Vorwoche gab es im gewohnten 4231 der Eilbeker vier neue Gesichter, Sechting, Tohme, Rubin und Chuleck übernahmen für Engelke, Walter, Sager und Bruchhäuser. Wie im Eilbeker Spieltagsticker zu lesen war, waren die Vorzeichen eindeutig, denn während der SCE alle Pflichtspiele in den letzten drei Monaten gewonnen hatte (nämlich genau eins), hatte Farmsen im gleichen Zeitraum alle Spiele verloren.

 

Mit vierminütiger Verspätung konnte Hasan Olgun die Partie an der Fichtestraße anpfeifen, zuvor hatten sich die Gäste in ihrer Kabine verkrochen und mussten sich aus der Kabine bitten lassen. Nach dem Anpfiff war Farmsen aber früh präsent und hatte in der dritten Spielminute die erste gute Gelegenheit, doch Farmsens bester Torjäger Jan Hamidi scheiterte im eins gegen eins an Keeper Marcel Sechting. Doch auch Eilbek war nach vorne aktiv und hatte vor allem über den rechten Flügel gute Szenen, so verpasste Lammert eine scharfe Hereingabe von Tohme um eine Zehenlänge.

 

Die Großchancen lagen vor dem Seitenwechsel bei den Gästen, Feldmeier verlor im Aufbau einen Ball und anschließend hatte der SCE Glück, dass Hendrik Möller aus halblinker Position ziemlich kläglich neben das Tor schoss. Nach einer Viertelstunde war es aber soweit, die Gäste gingen verdient in Führung, Rubins versuchter Rückpass ins, ja wohin immer, erlief Nicolas Schütze und der blieb vor dem Tor eiskalt und erzielte das zu diesem Zeitpunkt verdiente 0:1. Eilbek zeigte sich von diesem Gegentreffer aber wenig irritiert und spielte auf den Ausgleich. Tohmes Freistoß aus 25 Metern wurde von der Mauer noch entscheidend abgefälscht, so dass Keeper Kappmeyer keine Mühe hatte. Rund eine halbe Stunde war gespielt als nach einer Tohme-Flanke vom rechten Flügel ein Gewühl im Strafraum entstand, wo ein Farmsener Verteidiger Yassin Ahadi anschoss, von dessen Bein die Kugel nur Zentimeter neben das Tor prallte.

 

In einem nicht immer hochklassigen Spiel gab es weiterhin Torchancen auf beiden Seiten, einen Freistoß von Fabian Zimmermann aus 40 Metern (!) lenkte Marcel Sechting mit Mühe und Not gerade noch über die Latte, auf der Gegenseite scheiterte Tohme nach einem der wenigen Konter in aussichtsreicher Position. Quasi mit dem Halbzeitpfiff hatte der heute im Sturmzentrum aufgebotene Florian Dittrich die 100%ige Chance zum Ausgleich, Ahadi legte im Strafraum per Hacke auf Lammert ab, dessen Hereingabe von der Grundlinie landete am Elfmeterpunkt beim mutterseelenallein stehenden Dittrich, doch Kappmeyer bekam gerade noch die Hände hinter den Ball und verhinderte den sicheren Ausgleich. So ging es mit einem 0:1 in die Pause, aufgrund der Großchancen in der Anfangsphase für Farmsen war dieser Spielstand gerechtfertigt.

 

Wie schon in der ersten Halbzeit erwischte Farmsen den besseren Start und hatte zwei Großchancen nach Hereingaben von Hendrik Möller vom rechten Flügel. Zunächst traf Johannes Haase nur den Eilbeker Pfosten, zwei Minuten später bei einem identischen Spielzug parierte Marcel Sechting brilliant aus fünf Metern gegen Zimmermann. Farmsen verpasste in dieser Phase den Deckel auf die Partie zu machen und ließ Eilbek im Spiel. Schon nach 55 Minuten wechselte Eilbek das erste Mal aus und brachte mit Gehrke für Ahadi eine Verstärkung des Zentrums, zudem wurde die Grundformation auf ein 433 geändert.

 

Eilbek bekam so etwas mehr defensive Stabilität ins Spiel und bestrafte die wenigen Fehler der Farmsener konsequent. Eine Flanke vom linken Flügel konnte Innenverteidiger Marco Iden nur viel zu kurz abwehren, Dennis Dahms war beim zweiten Ball in zentraler Position fünfzehn Meter vor dem Tor zuerst am Ball und wurde anschließend von Iden von hinten abgeräumt. Schiedsrichter Olgun entschied auf Strafstoß und vom Punkt blieb Artur Lammert bei seinem 20. Saisontor eiskalt und verlud Kappmeyer. Nach dem Ausgleich war das Spiel nun komplett offen, Marcel Sechting verhinderte per sehenswerter Flugparade nach einem schönen Schlenzer das 1:2, zwei Minuten später strich Lammerts Schuss von halbrechts knapp am langen Pfosten vorbei.

 

Nur sechs Minuten waren noch zu spielen, als der SC Eilbek II etwas schmeichelhaft in Führung ging. Kassem Tohme konnte sich abermals auf dem rechten Flügel durchsetzen, seine abgefälschte Hereingabe landete bei Adrian Gehrke, der den Ball in aller Seelenruhe verarbeitete und per Volley in den Giebel drosch. Die Flugeinlage von Keeper Kappmayer war genauso schön wie umsonst, Eilbek führte kurz vor dem Ende mit 2:1.

 

Eilbek parkte nun den Bus und brachte mit Schleeßelmann für Feldmeier nochmal körperliche Robustheit ins Spiel, die bei den Standardsituationen helfen sollte. Farmsen kam auch in der vierminütigen Nachspielzeit zu keiner Torchance mehr und so ist der SC Eilbek II nur noch einen Punkt von Platz zwei entfernt. Die Farmsener hingegen kassieren ihre zweite Pleite in Folge und können keinen Druck auf den Duvenstedter SV aufbauen, der überraschend zuhause gegen Paloma III unterlag. Eilbek II feiert den zweiten Erfolg des Jahres und somit fehlen nur noch sieben Punkte aus neun Spielen zur erfolgreichsten Saison der 106-jährigen Vereinsgeschichte.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Raphael Chuleck, Genia Rubin, Tobias Marschler, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier (87. Dennis Schleeßelmann) – Kassem Tohme, Artur Lammert, Yassin Ahadi (55. Adrian Gehrke) – Florian Dittrich (74. Wesley Quaidoo)

 

Tore:

0:1 Nicolas Schütze (16., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

1:1 Artur Lammert (66., Foulelfmeter, Iden an Dahms)

2:1 Adrian Gehrke (84., Rechtsschuss, Tohme)

 

Gelbe Karten:

Chuleck - Nowak

 

Schiedsrichter:

Hasan Olgun (Note 3) – Ohne grobe Fehler in einer leicht zu leitenden Partie. Lag beim Elfmeter für Eilbek goldrichtig, hätte Dittrich kurz vor der Pause verwarnen müssen.

Fußball 04.03.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Pflichtaufgabe erfüllt

20. Spieltag: VfL Hammonia - SC Eilbek II 0:5 (0:3)

 

Nach einer langen Winterpause stand endlich das erste Pflichtspiel des Jahres in der Sternschanze an. Bei feinstem Hamburger Schmuddelwetter reiste der SC Eilbek II zum akut abstiegsbedrohten VfL Hammonia, wo in den vergangenen sechs Jahren genau ein Punkt geholt werden konnte. Trainer Klaus Pablo Torgau musste verletzungsbedingt auf Torjäger Marc Henning (20 Saisontore) und Rechtsverteidiger Sven Prigann verzichten, kurzfristig meldeten sich Rechtsaußen Kassem Tohme und Winter-Neuzugang Wesley Quaidoo (kam vom Oststeinbeker SV) grippekrank ab.

 

So ergaben sich einige Änderungen in der Startelf des SCE und noch beim Aufwärmen wurde die erste Elf nochmal verändert. Keeper Marcel Sechting musste das Aufwärmen krankheitsbedingt abbrechen und so stand der erst 19-jährige Fabian Engelke erstmals in einem Kreisliga-Spiel im Tor. Dazu gab es einige Überraschungen in der Viererkette, Marius Bruchhäuser verteidigte auf der rechten Seite, im Zentrum stand Tobias Marschler erstmals in dieser Saison von Beginn an auf dem Platz. Im Mittelfeld gab zudem Yassin Ahadi (19) sein Startelf-Debüt und auch Neuzugang Florian Dittrich (TSV Brunsbrock) musste für seinen ersten Einsatz auf dem rechten Flügel eine Debüt-Kiste lohnen.

 

In der Partie erwischten die Hausherren den besseren Start und hätten innerhalb der ersten zehn Minuten in Führung gehen können. Der Chilene Gonzalez Przygodda zog vom linken Flügel nach innen und traf mit einem ansatzlosen Distanzschuss aus 23 Metern nur den Pfosten. Ganze drei Minuten später schepperte es erneut an der Eilbeker Torumrandung, Heisen setzte seinen Kopfball nach einer Ecke gegen die Latte. Nach diesem furiosen Start von Hammonia bekam Eilbek deutlich besseren Zugriff und hatte in Person von Yassin Ahadi die erste gute Gelegenheit, doch Hammonias neuer Schnapper Piotr Wriedt (kam im Winter vom SC Condor III) konnte zur Ecke parieren.

 

Auf dem kleinen Platz an der Sternschanze ist das Fußballspielen erfahrungsgemäß sehr schwer, hohes Pressing war daher ein probates Mittel um zu Torchancen zu kommen. Dies nutzte der SCE und bestrafte die Fehler im Aufbau vom VfL Hammonia rigoros. Mitte der ersten Halbzeit eroberten Ahadi und Walter einen Ball tief in der gegnerischen Hälfte, am Ende legte Vittorio Walter vor dem Tor quer zu Artur Lammert, der Wriedt per Flachschuss überwinden konnte. Gerade einmal acht Minuten später gab es eine vergleichbare Situation auf dem anderen Flügel, Dittrich eroberte die Kugel, setzte Walter in Szene und der wurde im Strafraum rüde von hinten von den Beinen geholt. Schiedsrichter Choudhry hatte keine andere Wahl und musste auf Strafstoß entscheiden, den Marius Bruchhäuser sicher verwandeln konnte. Bruchhäusers Elfmeterbilanz ist mit 5/6 mehr als passabel, beim verschossenen Elfmeter setzte er zudem den Nachschuss unter die Latte.

 

Hammonia gab sich trotz des Rückstandes nicht auf und hatte nach einem Steilpass durch Gonzalez Przygodda die nächste gute Chance, seinen Abschluss von der Strafraumgrenze parierte Engelke sehenswert per Flugparade. Es sollte nach 35 Minuten die letzte Torchance für den VfL Hammonia bleiben, der sich immer wieder redlich bemühte, gegen die danach sehr starke Eilbeker Defensive aber vor allem nach der Pause keinerlei Durchkommen fand. Stattdessen zeigte sich Eilbek im Angriff eiskalt, nach einer Eckball-Variante schädelte Sören Sager die Hereingabe von Steffen Heinrich ein, für den Kapitän war es das erste Tor seit August 2017.

 

Nach dem Seitenwechsel tat Eilbek nicht mehr als nötig und verwaltete den Vorsprung im Stile einer Top-Mannschaft. Richtige Torchancen gab es erst wieder in der Schlussphase, einen verunglückten Abstoß von Wriedt nahm Walter mit der Brust an, legte quer zu Lammert und Eilbeks 10er traf zu seinem 19. Saisontor. Ein weiteres Geschenk der Hausherren, die zwei Minuten vor dem Ende sogar noch einen fünften Gegentreffer hinnehmen mussten, Lammert schickte Vittorio Walter im Konter auf die Reise, der Angreifer lief den Verteidigern auf und davon und versenkte die Kugel trocken mit einem Flachschuss ins kurze Eck zum 0:5. Auch danach war der Torhunger noch nicht komplett gestillt, die Flanke vom eingewechselten Sebastian Stenzel erreichte Dennis Schleeßelmann, der aus zentraler Position von der Strafraumgrenze knapp verzog.

 

Der glanzlose Arbeitssieg bestätigt Eilbeks starke Bilanz gegen die untere Tabellenhälfte, in zehn Partien musste man nur in Niendorf (2:2) Punkte lassen. Am kommenden Sonntag wird der Farmsener TV an der Fichtestraße erwartet, mit einem Sieg könnte der SCE bis auf einen Punkt an Platz 2 herankommen.

 

Aufstellung:

Fabian Engelke – Marius Bruchhäuser, Sören Sager, Tobias Marschler, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier (75. Dennis Schleeßelmann) – Florian Dittrich (86. Sebastian Stenzel), Artur Lammert, Yassin Ahadi (63. Adrian Gehrke) – Vittorio Walter

 

Tore:

0:1 Artur Lammert (23., Rechtsschuss, Walter)

0:2 Marius Bruchhäuser (32., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Walter)

0:3 Sören Sager (45., Kopfball, Heinrich)

0:4 Artur Lammert (83., Rechtsschuss, Walter)

0:5 Vittorio Walter (89., Rechtsschuss, Lammert)

 

Gelbe Karten:

Gonzalez Przygodda, Heisen – Lammert, Bruchhäuser, Feldmeier

 

Schiedsrichter:

Rohit Choudhry (Note 3) – Solide Spielführung in einer fairen Partie, hatte nicht immer eine gleichbleibende Linie.

Fußball 02.02.2019 von Monika Bohlin

D-Mädchen (2006-2007): THEY DID IT AGAIN!!

Nach 2017 haben es unsere 2006 und 2007 geborenen Mädchen erneut geschafft!
Herzlichen Glückwunsch an Zeynab, Anna, Evra, Layla, Janna, Oltiona, Bahar, Zehra, Tamina, Mahnush und Ceylan und Trainerin Yara zum Erreichen der Endrunde der Hamburger Hallenpokalmeisterschaft!

Ungeschlagen in 20 Spielen mit 46 Punkten und einem Torverhältnis von 44:10! Klasse Leistung von ALLEN und viele schöne Tore.

Wir sind super stolz auf Euch und Eure Entwicklung!

Am Sonntag, den 17. Februar 2019 findet diese Runde gegen TSG Bergedorf und 4 weitere Teams in der
Sporthalle Ladenbeker Furtweg
von 10:00 bis 13:15 Uhr
statt.

Fußball 03.12.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Chancenwucher deluxe: SCE unterliegt VfL 0:1

19. Spieltag: SC Eilbek II – VfL 93 II 0:1 (0:0)

 

Mit einem um zwei Personen vergrößerten Lazarett ging der SC Eilbek II aus dem spielfreien Pflichtspielwochenende heraus, Chrisovalandis Christoglou und Vittorio Walter hatten sich im Testspiel beim B-Ligisten Victoria V verletzt. So pfiff Eilbek vor der letzten Partie des Jahres aus dem letzten Loch und konnte gerade mal noch drei Feldspieler auf die Bank bringen. Beim SCE feierte Raphael Chuleck sein Startelfdebüt, ansonsten vertraute Trainer Klaus Pablo Torgau ebenso wie sein Gegenüber Said Farhadi einer 4231-Grundordnung.

 

Mit leichten Feldvorteilen für den Gast vom Borgweg ging es in die Partie, Rechtsaußen Florian Samek hatte aus der Distanz und nach einem Missverständnis zwischen Zöller und Sechting die beiden ersten Abschlüsse der Partie, die das Eilbeker Tor aber nicht wirklich bedrohten. Ansonsten standen beide Abwehrreihen in der ersten halben Stunde sehr stabil, die wenigen Zuschauer sahen bei strömendem Regen ein gutes, aber taktisch geprägtes Spiel, in dem konsequent verteidigt wurde, so dass es für die angreifende Mannschaft nur sehr kleine zu bespielende Räume gab.

 

Nach etwas mehr als einer halben Stunde näherte sich Eilbek zum ersten Mal gefährlich dem VfL-Tor, Henning konnte drei Gegenspieler aussteigen lassen, wurde aber vor dem Schuss aus neun Metern noch von Bokalarsky entscheidend gestört. Eine gefährliche Hereingabe von Chuleck verpasste Galliani um eine Fußspitze und auch nach einer Hereingabe von Tohme vom rechten Flügel konnte Marc Henning nicht genug Druck hinter den Ball bringen, der Abpraller landete bei Raphael Chuleck, der seinen Meister in Jens Grawe fand. Vor allem über die linke Seite agierte Eilbek nun sehr stark, Chulecks Hereingabe grätschte Henkel in höchster Not vor dem einschussbereiten Galliani zur Ecke und quasi mit dem Pausenpfiff scheiterte Gaetano Galliani nach Flanke von Henning aus fünf Metern an Henning.

 

Eilbek machte ein wirklich gutes Spiel, nur wollte das Leder nicht über die Linie. Und auch im zweiten Abschnitt war es ein ähnliches Spiel wie vor der Pause, Eilbek hatte die Großchancen, vergab diese aber schon fast im Minutentakt. Kassem Tohme hatte sich auf der rechten Seite einmal mehr durchgesetzt und steckte durch auf Gaetano Galliani, der mit seinem Linksschuss aus 15 Metern am glänzend parierenden Grawe scheiterte. Kurz darauf bediente Marc Henning aus halblinker Position Raphael Chuleck, der vor dem Strafraum die Kugel in den Lauf von Galliani leitete, doch dieser scheiterte freistehend an Grawe. Nur wenige Minuten später sezierte Feldmeier mit einem feinen Zuspiel die VfL-Viererkette, Henning lief in halblinker Position auf das Tor und schoss unbedrängt aus acht Metern rechts vorbei.

 

Die Gäste brachten in der zweiten Halbzeit lange Zeit keine einzige gefährliche Situation zustande, aber eine alte Fußballweisheit besagt, dass wer vorne seine Chancen nicht macht, hinten einen kassiert. Und so war es dann eine Minute vor dem Ende nach einem langen Einwurf der baumlange und stämmige David Fabritius, der sich im Kopfballduell gegen Sören Sager durchsetzen konnte und ins lange Eck einschädelte. In der Nachspielzeit warf Eilbek nochmal alles nach vorne, doch in dieser sprang nur noch ein Abseitstor der Gäste heraus.

 

Der SC Eilbek II muss sich einzig und allein den Vorwurf machen lassen, dass man gleich mehrere Großchancen liegen gelassen hat und ansonsten ein sehr, sehr gutes Spiel gezeigt hat. Mit diesem durchaus schmeichelhaften Sieg hat der VfL 93 II nun vier Punkte Vorpsrung (bei einem ausgetragenen Spiel mehr) auf den SCE.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sven Prigann, Genia Rubin, Sören Sager, Torben Zöller – Dennis Dahms, David Feldmeier – Kassem Tohme, Gaetano Galliani (78. Paul Großmann), Raphael Chuleck (86. Yassin Ahadi) – Marc Henning

 

Tor:

0:1 David Fabritius (89., Kopfball)

 

Gelbe Karten:

Feldmeier, Sager - Dethlefs

 

Schiedsrichter:

Benjamin Klein (Note 2) – In einer äußerst fairen Partie war Klein mit seinem Gespann stets auf der Höhe und hatte keine Probleme mit der Spielleitung.

Fußball 19.11.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Heimstärke bestätigt - Souveräner Sieg

17. Spieltag: SC Eilbek II – Croatia Hamburg 2:0 (1:0)

 

Nach zwei Auswärtsspielen in Serie konnte der SC Eilbek II seine Vormachtstellung an der Fichtestraße bestätigen und gewann gegen Croatia Hamburg auch das sechste von sieben Heimspielen. Im Vergleich zur Vorwoche kehrte Sechting zurück ins Tor, Gyasi stand ebenso neu in der Startelf wie die von einer Sperre zurückgekommenen Feldmeier und Henning. Schultz (krank), Gehrke (verletzt), Krause und Rubin (nicht im Kader) standen dafür nicht zur Verfügung. Erstmals im SCE-Kader fand sich Junioren-Keeper Fabian Engelke wieder. Zu einer ungewohnten Anstoßzeit am Freitagabend an der Fichtestraße musste kurzfristig noch ein zweiter Schiedsrichter-Assistent aufgetrieben werden, so dass der Anpfiff sich um fünf Minuten verzögerte.

 

Für die Kroaten lief der Saisonstart enttäuschend, in den letzten Wochen hatte sich die Elf von Pero Lukic mit einigen Erfolgen deutlich von den Abstiegsrängen entfernt, ist aber weit vom Wiederaufstieg entfernt. Trotz hoher individueller Klasse, u. a. mit Star-Spieler Robert Subasic (10 Tore in der Regionalliga, 38 Treffer in der Oberliga), enttäuschten die Kroaten an der Fichtestraße und brachte in 90 Minuten nicht einen einzigen Schuss auf das SCE-Tor zustande. In der Anfangsphase der Partie verteidigten beide Mannschaften sehr konsequent gegen den Ball, so dass viel Mittelfeldspiel entstand. Mit der ersten richtigen Torchance der Partie ging Eilbek in Führung: Nach schöner Spielverlagerung konnte Gyasi die Kugel in den Lauf von Marc Henning stecken, der in halblinker Position bis vor die Grundlinie ging und aus spitzem Winkel Keeper Matthias Spar überrumpelte, der auf eine Hereingabe auf den völlig blank stehenden Artur Lammert spekulierte. Für Henning war es schon Saisontor Nummer 20.

 

Quasi im Gegenzug wurde es bisschen knifflig im Strafraum, Rehmeyer umkurvte nach einem Steilpass Sechting und wurde von Eilbeks Schlussmann klar berührt, Rehmeyer wollte auf den Beinen bleiben und zum Abschluss kommen, kam aber ins Straucheln, fiel aber nicht zu Boden. Schiedsrichter Genterczewsky entschied auf weiterspielen, Glück für den SCE, der sich über einen Elfmeterpfiff nicht beschweren hätte können.

 

Ansonsten gab es wenig Highlights vor Pause, David Feldmeier zielte aus der Distanz über das Tor und auf der Gegenseite war Sutons Kopfball nach einem Eckstoß harmlos und ohne Dampf und ging weit neben das Tor. In der Viertelstunde vor der Pause agierte der SCE dann ein wenig fahrig, so kam Croatia zweimal bis zur Grundlinie, doch der Strafraum war völlig verwaist und fand nur SCE-Beine.

 

Zur zweiten Halbzeit wurde es für Croatia bei Temperaturen knapp oberhalb des Gefrierpunkts richtig ungemütlich. Nach einem Eilbeker Konter wurde Walter am Strafraumrand von Marko Suton gefoult und Suton trat anschließend gegen den am Boden liegenden Walter nach. Genterczewsky hatte diese Szene beobachtet und schickte Suton folgerichtig mit dem roten Karton vom Platz. In der anschließenden Rudelbildung beging Kapitän Ivan Klaric eine weitere Tätlichkeit an Artur Lammert, indem er ihm mit der ganzen Hand ins Gesicht fasste. Klaric durfte nach einer gelben Karte jedoch weiterspielen.

 

In Überzahl erspielte sich Eilbek dann mehrere Chancen, um das Spiel eindeutig zu stellen. Zunächst fischte Spar Christoglous Freistoß aus dem Eck, in Minute 65 war die Kugel dann aber im Netz. Linksverteidiger Gyasi löste eine Situation spielerisch auf und bediente Lammert, der im Strafraum ein Vier gegen Eins wiederfand und halbrechts Marius Bruchhäuser bediente, der aus 12 Metern nur noch einschieben musste. Für Bruchhäuser war kurz danach Feierabend, ihn ersetzte Galliani.

 

Eilbeks Torhunger war auch nach dem zweiten Treffer nicht gestillt, nach einem Freistoß von Christoglou nahm Sager die Kugel per Brust im Strafraum an und schoss volley aus sieben Metern auf das Tor, doch Spar reagierte sensationell und verhinderte den endgültigen K.O. seiner Mannschaft. Auch Gaetano Galliani schaffte es aus 15 Metern nicht vorbei an Spar, der Keeper holte den Linksschuss aus dem Giebel und parierte zur Ecke. In den Schlussminuten hatte der ebenfalls eingewechselte Marius Hensch noch zweimal die Chance zum 3:0. Zunächst spielte Eilbek bisschen Tiki-Taka über Galliani, Lammert und wieder Galliani bis Marius Hensch am Tor vorbeischoss, dann legte Sven Prigann die Kugel per Absatzkick in den Lauf von Hensch, der erneut das Tor nicht traf.

 

Am Ende fuhr der SCE einen ungefährdeten Sieg gegen offensiv völlig harmlose Kroaten ein und festigt damit Platz 3 in der Tabelle. Am kommenden Wochenende ist spielfrei, lediglich ein Testspiel beim B-Kreisklassisten SC Victoria V steht an. Nach der Partie feiert der SCE schon vorab Weihnachten und kann sich da für das gelungene Jahr 2018 auf die Schulter klopfen.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sven Prigann, Chrisovalandis Christoglou, Sören Sager, Marvin Gyasi – Dennis Dahms, David Feldmeier – Marius Bruchhäuser (69. Gaetano Galliani), Artur Lammert, Vittorio Walter  (90. Paul Großmann) – Marc Henning (84. Marius Hensch)

 

Tore:

1:0 Marc Henning (20., Rechtsschuss, Gyasi)

2:0 Marius Bruchhäuser (65., Rechtsschuss, Lammert)

 

Gelbe Karten:

Bruchhäuser – R. Subasic, Klaric, Lukic, D. Subasic

 

Rote Karte:

Marko Suton (53., Nachtreten)

 

Schiedsrichter:

Dustin Genterczewsky (Note 3,5) – Hatte in einer nicht einfach zu leitenden Partie alle Hände voll zu tun. Nach Foul von Sechting an Rehmeyer Strafstoß für Croatia geben müssen, zeigte richtigerweise Rot für Sutons Nachtreten gegen Walter und bewies viel Fingerspitzengefühl als er in der anschließenden Rudelbildung für Klaric‘ Hand in Lammerts Gesicht nur die gelbe Karte gab.

Fußball 12.11.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Erfolgreicher Rückrundenstart - SCE weiter auf 3

16. Spieltag: SC Sternschanze IV - SC Eilbek II 3:4 (2:2)

 

Was war das für eine Anstoßzeit in der Sternschanze? Samstagabend 20 Uhr, die eine Platzhälfte fast im Dunkeln liegend, und dazu noch große Personalsorgen beim SCE. Mit Feldmeier und Henning fehlten Torgau zwei Stammspieler wegen Gelb- bzw. Gelb-Rot-Sperre, dazu fehlten bis auf Prigann sämtliche Außenverteidiger, so dass Eilbeks Trainerteam bis kurz vor knapp an eine Systemänderung dachte, am Ende aber Dennis Dahms hinten links positionierte und im alt bewährten 4231 blieb. Auf der Bank saßen nur noch Großmann, zwei A-Jugendliche mit Hüyük und Ahadi und die erstmals seit Monaten nach Verletzung wieder im Kader, aber noch ohne Trainingseinheit in den Beinen, stehenden Galliani und Hensch.

 

Früh in der Partie übernahm Eilbek das Kommando und versuchte die tief stehenden Schanzer mit einem flachen Aufbauspiel zu überspielen. Ganz anders sah die Devise des SC Sternschanze IV aus, der sich mit Kone und Ouzeri aus dem Landesliga-Kader verstärkte und mit langen und hohen Bällen immer wieder Zielspieler Jan-Philipp Jacobsen finden wollten und dann sehr präsent bei den zweiten Bällen agierten.

 

Die ersten Torannäherungen gehörten dem SCE, nach einer Flanke von Christoglou zielte Prigann per Direktabnahme rechts vorbei, später war es Bruchhäuser, der im Strafraum über das Tor zielte. Nach einer Viertelstunde ging der Favorit verdient in Führung, nach einem Foulspiel an Krause gab es am Strafraumrand kurz vor der Seitenauslinie einen Freistoß, den Lammert hart und flach ins Zentrum brachte, wo Rubin und / oder ein Gegenspieler den Ball über die Linie drückten. Doch die Freude währte nur kurz, denn wieder einmal pennte Eilbek bei einer Standardsituation und Dennys Althof konnte eine Freistoßflanke am zweiten Pfosten ungehindert in die Maschen köpfen.

 

Der SCE ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und konnte nur zwei Minute später erneut in Führung gehen. Nach einer schnellen Kombination ging der Ball über Krause zu Walter, der heute als Mittelstürmer aufgestellte Vittorio Walter schoss aus 18 Metern flach unten links ein. Beim Tor gab es eine kurze Phase der Verwirrung, denn der Ball flog durch das Netz und hinten gegen den Zaun, Schiedsrichter Rocker gab das Tor richtigerweise.

 

Nach etwas mehr als einer halben Stunde rückte Assistentin Sosann El-Rawi in den Blickpunkt, denn Walter spielte einen Sahneball in den Lauf von Lammert, der allein auf das Tor lief und dann wegen einer Abseitsposition zurückgepfiffen wurde, doch Lammert startete deutlich drei Meter in der eigenen Hälfte. Zwei Minuten später hob El-Rawi wieder die Fahne, als Eilbek nach einem Abstoß eines Feldspielers das Kopfballduell im Mittelfeld gewann und der Ball wieder Richtung Lammert ging, der dieses Mal ca. 25 Meter nicht im Abseits stand.

 

Kurz vor dem Seitenwechsel gab es für Eilbek erneut einen Dämpfer, denn Ibrahim Kone konnte aus 20 Metern abziehen und Keeper Marc Schultz, der zwar noch mit der ganzen Hand am Ball war, konnte den Schuss nicht mehr um den Pfosten lenken und so stand es aus dem Nichts 2:2. Aufgrund der Eilbeker Spielkontrolle blieb es in der Halbzeitpause beim SCE sehr ruhig, für den einzigen Wermutstropfen sorgte Adrian Gehrke, der mit Rippenproblemen den Platz verlassen musste und durch Gaetano Galliani ersetzt wurde.

 

Eilbek startete in Abschnitt sehr temporeich, verteidigte sauber, spielte schnell nach vorne und der Gegner hatte nur noch das Nachsehen. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff konnte Vittorio Walter nach einem Tempodribbling Artur Lammert in der Schnittstelle bedienen, Eilbeks Spielmacher umkurvte Keeper Brinkmann und schoss dann aus spitzem Winkel trotz zweier Verteidiger auf der Torlinie mit Hilfe des Pfostens präzise zur dritten SCE-Führung ein. Nur fünf Minuten durfte Eilbek wieder jubeln, die Entstehung gleich einer Kopie des vorherigen Tores. Wieder dribbelte Walter vom linken Flügel ins Zentrum, bediente den in die Tiefe startenden Lammert, der von der Grundlinie den eingelaufenen Gaetano Galliani bediente, der dank eines guten Laufwegs locker zum 2:4 einschieben konnte. Für den SCE war es das fünfte Jokertor in der Liga in dieser Saison.

 

In der Folge verpasste Eilbek mit mehreren Großchancen den Deckel auf die Partie zu machen. Nach einer schönen Flanke von Christoglou stand Dahms auf einmal allein vor dem Tor, schob die Kugel aber links vorbei. Auch Innenverteidiger Sören Sager konnte die Kugel aus vier Metern nach einem Lammert-Freistoß nicht an Brinkmann vorbeibringen und Marius Bruchhäuser fehlte nach Lammert-Hereingabe eine Fußspitze für das fünfte Tor. Die Schlussviertelstunde wurde dann etwas wild, da Sternschanze alles nach vorne warf, Eilbek aber wie schon in der Vorwoche nicht sauber konterte. Wie gegen Paloma hatte Eilbek wieder eine 5 gegen 2-Situation nach einem schnell ausgeführten Freistoß, Keeper Brinkmann war von Walter schon umspielt, der dann zu Bruchhäuser passte, der zu Krause passen wollte, doch da nur noch Sternschanze-Spieler auf der Torlinie stand und der Torwart schon umspielt war, entschied Rocker auf Abseits.

 

So wurde es am Ende noch einmal eng, denn Eilbeks linke Seite war plötzlich defensiv verwaist und Prigann hatte nach der Flanke im Kopfballduell mit Jacobsen das Nachsehen, 3:4 fünf Minuten vor Schluss. Jacobsen traf damit in den letzten drei Spielen gegen den SCE. In der Schlussphase brannte beim SCE nichts mehr an, so dass man einen erfolgreichen Start in die Rückrunde feiert und Platz 3 in der Tabelle festigt.

 

 

Aufstellung:

Marc Schultz – Sven Prigann, Genia Rubin, Sören Sager, Dennis Dahms – Adrian Gehrke (46. Gaetano Galliani), Chrisovalandis Christoglou – Marius Bruchhäuser, Artur Lammert (90. Yassin Ahadi), Fabian Krause – Vittorio Walter (90. Paul Großmann)

 

Tore:

0:1 Genia Rubin (16., Rechtsschuss, Lammert)

1:1 Dennys Althof (23., Kopfball)

1:2 Vittorio Walter (25., Rechtsschuss, Krause)

2:2 Ibrahim Kone (38., Rechtsschuss)

2:3 Artur Lammert (50., Rechtsschuss, Walter)

2:4 Gaetano Galliani (55., Linksschuss, Lammert)

3:4 Jan-Philipp Jacobsen (85., Kopfball)

 

Gelbe Karten:

Mieta, Thomson

 

Schiedsrichter:

Franco Rocker (Note 2) – Hatte keinerlei Probleme und war sicherer Leiter, einzig Assistentin El-Rawi zeigte zwei abenteuerliche Abseitsentscheidungen an, wo Rocker seine Kollegin zumindest einmal überstimmte.

Fußball 05.11.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Dummheit bestraft - SCE nur 1:1 an der Brucknerstraße

15. Spieltag: USC Paloma III - SC Eilbek II 1:1 (0:0)

 

Mit nur einer Veränderung im Vergleich zum spektakulären 9:4 gegen den 1. FC Hellbrook startete der SC Eilbek II in die Partie an der Brucknerstraße. Gegen den Aufsteiger USC Paloma III ersetzte Adrian Gehrke den urlaubenden Marvin Schuster. Anders als in der Vorwoche stand der SCE über 90 Minuten sicher und dennoch gab es am Ende nur lange Gesichter.

 

Mit über 20 Minuten Verspätung konnte die Partie erst starten, aufgrund eines RTW-Einsatzes in einem der Vorspiele konnten die nachfolgenden Spiele alle nicht rechtzeitig beginnen, da die Spiele bei Paloma mit sehr wenig oder gar keinem Puffer angesetzt werden. Halbzeit eins ist schnell erzählt, Paloma mit optischen Vorteilen aufgrund erhöhter Ballbesitzanteile und Eilbek mit vielen Fehlern und Ungenauigkeiten im Aufbau, Großchancen suchte man vergebens. Bis zum Seitenwechsel gab es in einer sehr intensiven, aber nicht immer fehlerfreien Partie auf jeder Seite zwei Halbchancen. Zunächst war es für die ganz in blau gekleideten Tauben Shane Mohr Condron, der am zweiten Pfosten eine Flanke von Blou links neben das Tor köpfte und wenig später Marcel Sechting aus 20 Metern zu einer für den Eilbeker Keeper schönen Flugparade zwang.

 

Eilbek hatte sich nach 20 Minuten stabilisiert und spielte fortan auch weiter nach vorne und hatte durch Walters Direktabnahme nach Hereingabe von Tohme die erste kleinere Torchance. Quasi mit dem Seitenwechsel kombinierte sich Eilbek wieder gefährlich an den Strafraum, wo Lammert Dennis Dahms in zentraler Position fand und dieser mit freier Schussbahn abzog, doch das Tor knapp links verfehlte. Mit einem leistungsgerechten Remis aufgrund mangelnder Durchschlagskraft auf beiden Seiten und sehr stabilen Defensivreihen ging es in die Kabinen.

 

Nach dem Seitenwechsel agierte Eilbek deutlich zielstrebiger und so ließen die ersten Chancen nicht lange auf sich warten. Zweimal war Eilbek nach einer Ecke dem Treffer nahe, zunächst konnte Witt Sagers Kopfball abwehren, dann wurde Sagers Schuss aus der Drehung noch leicht abgefälscht und landete am Lattenkreuz, den Nachschuss schoss Walter knapp vorbei. Spätestens nach einer Stunde hatte der SCE das Geschehen komplett unter Kontrolle, traf aber das Tor nicht. Eilbek spielte sich einmal mehr sehenswert durch den Strafraum, Vittorio Walter bekam das Leder an der Fünfmeterlinie zugespielt, stand völlig frei und konnte sich die Ecke aussuchen und schoss links vorbei. Unfassbar! Das hätte die Eilbeker Führung nach 70 Minuten sein müssen.

 

Lange hielt Paloma den Eilbeker Druck in Halbzeit zwei unbeschadet aus, in Minute 85 war es dann aber endlich so weit: Walter brachte vom Strafraumeck eine Flanke in den Strafraum, wo sich Eilbek in Überzahl positionierte, Lammert nahm die Kugel an und versenkte aus fünf Metern im kurzen Eck. Großer Jubel bei Eilbek und in der Nachspielzeit nahm Trainer Torgau mit Chuleck für Walter und Großmann für Lammert noch Zeit von der Uhr, so dass man dem Dreier ganz nah war.

 

Der eingewechselte Großmann hatte in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch die Möglichkeit nach Querpass von Henning auf 0:2 zu stellen, traf aber aus vier Metern das Tor nicht. Stattdessen bot sich Paloma in der vierten und letzten Minute der Nachspielzeit per Freistoß noch eine Gelegenheit, doch Eilbek wehrte ab und lief mit 5 gegen 2 auf das leere Tor, da Keeper Witt mit nach vorne gegangen war. Doch Großmann ging an der Mittellinie ohne Not ins Dribbling, verlor den Ball, Paloma spielte den Ball ein letztes Mal auf den linken Flügel, wo der ehemalige SCE-Jugendspieler Blou das Leder maßgenau auf Sven Hochstätter flankte, der per Kopfball den Innenpfosten traf, von wo aus der Ball die Linie überschreiten sollte. Riesige Jubeltraube beim USC, Frust beim SCE, Henning schlug mit der flachen Hand auf den ruhenden Ball und wurde dafür mit gelb-rot des Feldes verwiesen und fehlt ebenso wie David Feldmeier (Gelbsperre) in der kommenden Woche beim SC Sternschanze IV.

 

Völlig unnötig lässt der SCE den neunten Sieg der Serie liegen, spielt aber dennoch die beste Halbserie der Vereinsgeschichte und kann auf Platz 3 liegend mit breiter Brust in der kommenden Woche beim Tabellenletzten weitere Punkte einfahren.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sven Prigann, Chrisovalandis Christoglou, Sören Sager, David Feldmeier – Dennis Dahms, Adrian Gehrke – Kassem Tohme, Artur Lammert (90. Paul Großmann), Vittorio Walter (88. Raphael Chuleck) – Marc Henning

 

Tore:

0:1 Artur Lammert (85., Linksschuss, Walter)

1:1 Sven Hochstätter (90.+4, Kopfball, Blou)

 

Gelbe Karten:

Sedelies, Hochstätter, Mohr Condron – Prigann, Feldmeier, Dahms

 

Gelb-Rote Karte:

Marc Henning (90.+5, Unsportlichkeit)

 

Schiedsrichter:

Ugur Eroglu (Note 3) – Hatte kein Gespann zur Verfügung und löste die meisten Situationen gut. Mit wenig Fingerspitzengefühl beim Platzverweis für Henning.

Fußball 29.10.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Fußball furios - SCE siegt bei Tor-Spektakel

14. Spieltag: SC Eilbek II – 1. FC Hellbrook 9:4 (6:3)

 

Eilbeks Ex-Coach Dennis Houillon war am Spieltag unter den Zuschauern an der Fichtestraße und betonte schon im Vorfeld, dass er ein Spektakel erwartet. Er sollte nicht enttäuscht werden. Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben soll der Auftritt von Artur Lammert, der im PSG-Trainingsanzug ankam und schon vor dem Spiel posaunte, dass er spielen wird wie Neymar. 90 Minuten und 5 Tore später waren alle Kritiker von AL27 verstummt. Für Verwunderung sorgten vor dem Spiel zudem die Schuhe von Raphael Chuleck, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kam Chuleck mit bunten Crocs und ohne selbst gestrickte Socken zum Treffpunkt – Marvin Schuster verdrehte da nicht zum ersten Mal in dieser Saison die Augen. Mit nur zwei Änderungen startete Eilbek, Christoglou ersetzte Rubin und Prigann begann für den überraschenderweise nur auf der Bank sitzenden Heinrich.

 

Der heutige Gegner 1. FC Hellbrook bekam im Sommer starken Zuwachs und landete mit den Talenten Gittkowsky und Ismailovic aus der Bramfelder A-Jugend einen echten Transfercoup. Die beiden 18-jährigen starteten auch in der Elf von Trainer Patrick Sadownik, Eilbek-Schreck Eke Agu saß dagegen nur auf der Bank. Im letzten Aufeinandertreffen erzielte Agu beim 4:4 alle Hellbrooker Treffer.

 

In den ersten fünf Minuten hatte Hellbrook einen guten Zugriff auf das Spiel und mit einem Distanzschuss den ersten Torschuss der Partie. Das Torfestival an der Fichtestraße sollte dann in Minute 9 durch Artur Lammert eröffnet werden, Tohme wurde auf dem rechten Flügel freigespielt, hatte alle Zeit der Welt zum Flanken, im Zentrum konnte Lammert diese zentral vor dem Tor völlig unbedrängt annehmen und aus sechs Metern zum 1:0 verwandeln. Eilbek spielte weiter munter nach vorne, erspielte sich dabei eine Vielzahl an Chancen, vergaß bisweilen aber auch die Konterabsicherung. Henning hatte früh das 2:0 für den SCE auf dem Fuß, umkurvte nach einem Steilpass noch Keeper Kreschtschuk, war dann aber in zu spitzem Winkel unterwegs und traf nur noch das Außennetz.

 

Nach 20 Minuten kam Hellbrook zum bis dahin recht schmeichelhaften Ausgleich. Nach einem Foul an der Strafraumgrenze schoss Gittkowsky den Ball flach unter der Mauer, die warum auch immer hochsprang, Feldmeier fälschte das Leder noch gegen die Laufrichtung von Sechting ab und so kullerte der Ball zum 1:1 über die Linie. Doch keine zwei Minuten später war Eilbek schon wieder in Führung, Dahms hatte tief in der gegnerischen Hälfte das Leder energisch erobert und zog aus 20 Metern ab, Kreschtschuk konnte nur abklatschen lassen und Marc Henning war für den Abstauber da und erzielte das 2:1.

 

Spielerisch befreite sich der SCE immer wieder aus den Situation und Hellbrooks Dreierkette zeigte sich völlig überfordert von den Angriffen der Eilbeker, die quasi im Minutentakt auf die Reihe zurollten. So scheiterte Henning freistehend an Kreschtschuk und verpasste das 3:1, welches dann Artur Lammert in Minute 29 besorgte. Ein Hellbrooker spielte einen kapitalen Rückpass genau in die Füße von Henning, der vor dem Tor nur noch querlegen musste und Artur Lammert zitterte das Ding mit dem linken Fuß gerade noch so ins Tor. Und nach 32 Minuten klingelte es schon zum vierten Mal im Tor der Steilshooper, abermals war Tohme auf dem rechten Flügel frei durch und bediente Marvin Schuster, der Saisontor Nummer 7 markieren konnte. Eilbek ergaben sich so viele Freiräume und immer wieder konnte man das Tempo mit dem Ball am Fuß anziehen, das 5:1 durch Marc Henning nach Vorlage von Tohme war nur die logische Folge des druckvollen Spiels nach vorne. Mit dem 19. Saisontreffer übernahm Henning wieder die alleinige Führung in der Torjägerliste der Kreisliga 5 vor Duvenstedts Rochow und Artur Lammert.

 

Doch defensiv zeigte man sich nicht immer sattelfest, in Unterzahl – Losch lag verletzungsbedingt draußen – überspielte Hellbrook den SCE mit zwei simplen langen Bällen und zweimal war Ismailovic auf und davon und erzielte noch vor der Pause die Saisontreffer 11 und 12 und verkürzte auf nur noch 5:3. Noch immer war nicht Pause, denn in der Nachspielzeit der ersten Hälfte legte Marvin Schuster für Artur Lammert vor, so dass es mit einem 6:3 in die Kabinen ging.

 

Schon früh in der zweiten Hälfte war die Partie entschieden, denn nach einem Querpass von Henning musste Artur Lammert wieder einmal nur noch ins leere Tor einschieben. Auf der Gegenseite fädelte Ismailovic bei Dahms im Strafraum ein und holte so einen Strafstoß für seine Farben heraus,  Gittkowsky verwandelte unten links, Keeper Sechting bekam die Hand nicht mehr ganz hinter den Ball. Der SCE bot auch nach dem 7:4 weiter erfrischenden Fußball, Marc Henning scheiterte abermals an bemitleidenswerten Kreschtschuk und traf per Fuß dann auch nur den Pfosten. Hellbrooks Keeper konnte sich in der Folge weiter auszeichnen, Tohme Flanke nahm Vittorio Walter direkt aus der Luft, Kreschtschuk machte sich ganz lang und drehte das Leder mit den Fingerspitzen gerade noch zur Ecke.

 

Für den achten Eilbeker Treffer sorgte Linksverteidiger David Feldmeier, der sich nach einem Tempolauf am Elfmeterpunkt wiederfand, durch die Schnittstelle von Marvin Schuster bedient wurde, die freie Wahl der Ecken hatte und sich für die linke entschied. Nach dem Treffer nahm Eilbek alle drei Wechsel vor, mit Yassin Ahadi feierte ein A-Jugendlicher und 2000er-Jahrgang sein Herrendebüt, auch Verteidiger Julian Pittelkow durfte die ersten Minuten in der Liga sammeln. Die Auswechslungen taten dem Spielfluss keinen Abbruch, Eilbek konnte in den Schlussminuten sogar noch nachlegen. Zum dritten Mal am Nachmittag legte Marc Henning für Artur Lammert auf, der in Minute 81 seinen Fünferpack feiern konnte.

 

Nach diesem furiosen Fußballspiel findet sich der SCE auf Rang 3 wieder und hat kurz vor dem Ende der Hinrunde schon mehr Punkte als in der gesamten Vorsaison auf dem Konto stehen.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sven Prigann, Chrisovalandis Christoglou (75. Julian Pittelkow), Sören Sager, David Feldmeier – Dennis Dahms, Marvin Schuster (80. Raphael Chuleck) – Kassem Tohme (72. Yassin Ahadi), Artur Lammert, Vittorio Walter – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Artur Lammert (9., Rechtsschuss, Tohme)

1:1 Aaron Gittkowsky (21., dir. Freistoß, Rechtsschuss)

2:1 Marc Henning (23., Rechtsschuss, Dahms)

3:1 Artur Lammert (29., Linksschuss, Henning)

4:1 Marvin Schuster (32., Rechtsschuss, Tohme)

5:1 Marc Henning (42., Rechtsschuss, Tohme)

5:2 Denis Ismailovic (44., Rechtsschuss)

5:3 Denis Ismailovic (45., Rechtsschuss)

6:3 Artur Lammert (45.+1, Rechtsschuss, Schuster)

7:3 Artur Lammert (54., Rechtsschuss, Henning)

7:4 Aaron Gittkowsky (57., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Dahms an Ismailovic)

8:4 David Feldmeier (70., Rechtsschuss, Schuster)

9:4 Artur Lammert (81., Rechtsschuss, Henning)

 

Gelbe Karten:

Christoglou - Remane

 

Schiedsrichter:

Klaus Gogarten (Note 3) – Mit einem soliden Auftritt in einer fairen Partie, strittig einzig die Elfmeterentscheidung.

Fußball 22.10.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Niederlage beim Tabellenführer

13. Spieltag: Duvenstedter SV - SC Eilbek II 5:2 (2:1)

 

Topspiel in der Kreisliga 5, der verlustpunktfreie Tabellenführer vom Duvenstedter SV empfing am heimischen Puckaffer Weg den Tabellenzweiten vom SC Eilbek II. Beim SCE standen mit Rubin, Lammert und Walter für Christoglou, Horn und Bruchhäuser drei neue Spieler in der Anfangsformation.

 

Anders als in der Vorsaison hielt sich der SCE beim Anstoß der Duvenstedter schadlos und überstand den ersten Angriff. Doch schon nach sieben Minuten gab es die erste Großchance für Duvenstedt, Eilbeks Verteidigung spielte auf Abseits, Riemann war aber frei durch und scheiterte an Marcel Sechting. Doch bei der darauf folgenden Ecke sollte es das erste Mal klingeln, nach einem Eckstoß auf den zweiten Pfosten war Kutschke mit dem langen Bein vor Walter am Ball und traf mit der Pike zum 1:0. In einem äußerst lebhaften und gutklassigen Spiel hatte Duvenstedt den besseren Start und traf nach einer weiteren Ecke kurz darauf nur die Latte.

 

Doch auch der Eilbek beteiligte sich am munteren Offensivspiel, Feldmeier schob nach einer Lammert-Flanke das Leder unter Bedrängnis aus zentraler Position über die Latte. Nach 20 Minuten hatte Eilbek dann aber ausgeglichen, eine stramme Tohme-Ecke schädelte Genia Rubin unhaltbar ins lange Eck zum 1:1. In der Phase war Eilbek nun etwas besser, nach einer Kombination über Heinrich und Lammert zielte Vittorio Walter per Volley aus 15 Metern nur knapp rechts vorbei. Quasi im direkten Gegenzug wurde es im Eilbeker Strafraum knifflig, Rubin brachte Rochow im Strafraum ins Straucheln, der scheiterte beim Abschluss an Sechting, den freien Nachschuss eines weiteren Duvenstedters konnte Heinrich gerade noch von der Linie kratzen. Zur Überraschung und Unmut des SCE entschied Schiedsrichter Roolfs trotz Vorteilsauslegung und klaren Abschlüssen auf Strafstoß. Patrick Booker nahm sich der Sache an und verwandelte flach links, Keeper Sechting war zwar im richtigen Eck, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

 

In der Folge entwickelte sich weiterhin ein flottes Spiel in dem die Abwehrreihen die teils sehenswerten und schnell vorgetragenen Angriffe auf beiden Seiten gut im Griff hatten. Wie im Vorjahr ging es mit einem 2:1 für Duvenstedt in die Kabinen und wie im Vorjahr klingelte es schon in der ersten Minute der zweiten Halbzeit. Nach einem langen Diagonalball gab es eine scharfe Flanke vom linken Flügel, die Niklas Joshua Rochow am zweiten Pfosten verwertete, Saisontreffer Nummer 18. Der SCE fand nun schwer nach vorne und hatte viele Ungenauigkeiten im Spiel und nach einer Stunde Spielzeit war die Partie entschieden. Nach etwas Wirrwarr im Eilbeker Strafraum war es am Ende Patrick Booker, der seinen Doppelpack markieren konnte.

 

Der Drops war damit gelutscht, nach einem Freistoß markierte Anton Klein völlig freistehend per Kopf das 5:1. In der Schlussphase feierte für Eilbek Raphael Chuleck noch sein Liga-Debüt und konnte kurz nach der Einwechslung mit zur Jubeltraube gehen. Tohme brachte die Kugel scharf hinter die Verteidigungsreihe, wo Artur Lammert in abseitsverdächtiger Position auf und davon war, Findeisen umkurvte und zum 5:2 einschob. Einziger Wermutstropfen auf Seiten der Hausherren: Mittelfeldspieler Tim Norden wurde nach einem Foulspiel etwas überhart mit der Ampelkarte vom Platz geworfen. In der achtminütigen Überzahl verpasste Dahms nach einem Freistoß des eingewechselten Christoglou eine weitere Kosmetik des Ergebnisses.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Kassem Tohme, Genia Rubin (84. Chrisovalandis Christoglou), Sören Sager, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, Marvin Schuster – David Feldmeier (63. Marius Bruchhäuser), Artur Lammert, Vittorio Walter (77. Raphael Chuleck) – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Lennart Kutschke (8., Rechtsschuss)

1:1 Genia Rubin (22., Kopfball, Tohme)

2:1 Patrick Booker (26., Foulelfmeter, Rechtsschuss)

3:1 Niklas Joshua Rochow (47., Rechtsschuss)

4:1 Patrick Booker (60., Rechtsschuss)

5:1 Anton Klein (73., Kopfball)

5:2 Artur Lammert (78., Rechtsschuss, Tohme)

 

Gelbe Karten:

Walter, Tohme, Henning, Lammert

 

Gelb-Rote Karte:

Tim Norden (83., Unsportlichkeit + Foulspiel)

 

Schiedsrichter:

Torsten Roolfs (Note 4) – Insgesamt zu kleinlich bei den Verwarnungen und hätte den Elfmeter nach klarer Vorteilsauslegung nicht mehr pfeifen dürfen.

Fußball 15.10.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Rabenschwarzer Tag für den SCE

12. Spieltag: SC Eilbek II – Hamburg Hurricanes 2:5 (0:2)

 

Einen rabenschwarzen Tag erwischte der SC Eilbek II im Heimspiel gegen die Hamburg Hurricanes. Die Hiobsbotschaften gingen schon vor dem Spiel los, Flügelspieler Vittorio Walter musste kurzfristig passen, im Spiel bekam der SCE 45 Minuten lang kein Bein auf den Boden und verlor zudem noch per Verletzung Chrisovalandis Christoglou (Cut am Auge und Verdacht auf Gehirnerschütterung) und Sebastian Helm (Verdacht auf Syndemosebandriss). Für Helm dürfte das Kalenderjahr 2018 sportlich damit gelaufen sein. Mit Stenzel (Bänderriss im Sprunggelenk), Prigann (Brandverletzung), Marschler (Knieprobleme), Hesse (Bänderriss im Sprunggelenk), Hensch (Muskelfaserriss), Lammert (Handbruch) und Galliani (Rippenprellung) kann der SCE demnächst eine Reha-Abteilung gründen.

 

Im sportlichen Bereich trat der Aufsteiger Hamburg Hurricanes von Minuten 1 an fußballerisch sehenswert und aggressiv in den Zweikämpfen an. Eilbek nahm diese Spielweise überhaupt nicht an und lief in Halbzeit eins nur hinterher. Bereits nach einer Viertelstunde musste der SCE das erste Mal wechseln, Christoglou musste in der Innenverteidigung weichen, nach einem Kopfballduell hatte er den Hinterkopf des Gegenspielers gegen das Auge bekommen und erlitt einen blutenden Cut und musste zur Beobachtung ins Krankenhaus. Die Hurricanes hatten bis dato nur 15 Treffer in der Saison erzielt, aber man musste sich schon fragen, wie das sein konnte. Die in pink gekleideten Gäste agierten druckvoll und passsicher, während beim SCE hinten fast nur gebolzt wurde, es war die schlechteste Halbzeit der Saison. Völlig zu Recht gingen die Hurricanes nach 20 Minuten dann auch in Führung, einen Schuss aus 16 Metern konnte Marcel Sechting noch parieren, beim Abpraller war Mittelstürmer Moses Mpiriirwe am schnellsten und schob aus Nahdistanz zum 0:1 ein.

 

Vor allem im Zweikampf war der SCE viel zu zaghaft und reagierte bei zweiten Bällen im Kopf durchweg zu langsam. Nach dem ersten Treffer des Tages hatte Marc Henning die erste Eilbeker Chance aus halblinker Position, scheiterte aber am gut reagierenden James Schramm, der zur Ecke abwehren konnte. In der Folge gab es viel Mittelfeldgeplänkel und ein ausgeglichenes Spiel, die ganz großen Torchancen blieben Mitte der ersten Halbzeit aus. Kurz vor dem Seitenwechsel schlugen die Hurricanes ein zweites Mal zu, nach einer Flanke von der rechten Seite drückte Arteche Adrados das Leder unter Bedrängnis in die Maschen. Mit einem 0:2-Rückstand ging es in die Kabinen, doch Eilbek wusste, dass noch nichts entschieden war. In der laufenden Saison drehte man bereits gegen Reinbek II und Urania zweimal einen Zwei-Tore-Rückstand in einen Sieg.

 

Mit Sebastian Helm für Marius Bruchhäuser wollte der SCE mehr Körperlichkeit ins Spiel bringen und startete nach der Pause wie ausgewechselt. Auf einmal gelangen viele Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte, man war präsent in den Zweikämpfen und spielte zielstrebig nach vorne. Schon drei Minuten nach dem Seitenwechsel kam Eilbek auch zum Anschlusstreffer, Tohme konnte sich auf dem rechten Flügel durchsetzen und Marvin Schuster setzte das Leder aus zehn Metern unter Mithilfe von Keeper Schramm ins Tor. England und seine Keeper ist ja eine Geschichte für sich.

 

Die Hurricanes versuchten aber nicht den Vorsprung über die Zeit zu retten, sondern spielten weiter nach vorne. Spielmacher Oscar Walet hatte nach einem Tempolauf die Chance auf das 1:3, doch Marcel Sechting parierte im eins gegen eins stark. Eilbek blieb also im Spiel und markierte nur fünf Minuten nach Walets Chance den Ausgleichstreffer. Nach einer Eckstoßvariante von Tohme köpfte Joker Sebastian Helm das Leder sehenswert und wuchtig ins lange Eck. Bei der Landung verletzte sich Helm, musste minutenlang behandelt werden und am Ende vom RTW ins Krankenhaus gebracht werden. Für Helm, der die Mannschaft in den 20 Minuten deutlich verstärkte, kam mit Adrian Gehrke der letzte Eilbeker Wechselspieler.

 

Der SCE hatte nun Oberwasser und hätte das 3:2 erzielen müssen. Gehrke und Henning kombinierten sich per Doppelpass in den Strafraum und Gehrke legte schlussendlich von der Grundlinie zurück auf Henning, der das Kunststück fertig brachte Keeper Schramm aus vier Metern freistehend in die Arme zu schießen. Teile des Eilbeker Anhangs waren hier schon zum Jubeln abgedreht. 15 Minuten vor Spielende hatte Hurricanes-Spielmacher Oscar Walet einen Geistesblitz und feuerte aus 20 Metern ansatzlos ins lange Eck, 2:3. Noch ehe der SCE sich richtig schütteln konnte, stand es 120 Sekunden später schon 2:4. Eine Flanke vom rechten Flügel köpfte Genia Rubin über den verdutzten Marcel Sechting an den Innenpfosten des langen Ecks, der Ball fand sich im Spiel wieder, aber der Schiedsrichterassistent zeigte Tor an. Eine richtige Entscheidung, denn der Ball mit viel Effet hatte die Torlinie zwischenzeitlich überschritten.

 

In Minute 85 verwandelte der eingewechselte Lukas Henkel noch einen Konter und brachte den Auswärtssieg der Hurricanes unter Dach und Fach. Eilbek verschlief die erste Halbzeit völlig und litt im zweiten Abschnitt unter Pleiten, Pech, Pannen und Verletzungen. Aufgrund der Farmsener Niederlage bleibt der SCE und muss sich im Topspiel bei Tabellenführer Duvenstedt in der kommenden Woche deutlich strecken, um dort Punkte zu entführen.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Stephan Horn, Chrisovalandis Christoglou (16. Genia Rubin), Sören Sager, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, Marvin Schuster – Kassem Tohme, Marius Bruchhäuser (46. Sebastian Helm (67. Adrian Gehrke)), David Feldmeier – Marc Henning

 

Tore:

0:1 Moses Mpiriirwe (21., Rechtsschuss)

0:2 Juan Arteche Adrados (43., Rechtsschuss)

1:2 Marvin Schuster (48., Rechtsschuss, Tohme)

2:2 Sebastian Helm (64., Rechtsschuss, Tohme)

2:3 Oscar Walet (77., Rechtsschuss)

2:4 Genia Rubin (79., Eigentor, Kopfball)

2:5 Lukas Henkel (85., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Rubin – Boyce, Mpiriirwe, Henkel

 

Schiedsrichter:

Sohail Sasani (Note 2) – Hatte eine lange Leine und eine konsequente Linie über die gesamte Spielzeit. Die Verwarnungen waren allesamt unstrittig.

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