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Fußball 29.04.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Siebter Sieg in Serie

26. Spieltag: SC Eilbek II – Walddörfer SV 4:1 (1:0)

 

Fünf Spieltage vor dem Saisonende wollte der SC Eilbek II seinen Lauf von sechs Siegen in Folge bestätigen und Platz 2 manifestieren. Eilbeks Verantwortliche stellten auf drei Positionen um, Bruchhäuser, Gehrke und Ahadi kamen für Tohme (Urlaub), Appel (Krank) und Dittrich (Bank) in die erste Elf, neben Tobias Marschler nahm Kapitän David Feldmeier den zweiten Platz in der Innenverteidigung an.

 

Die Gäste aus Volksdorf präsentierten sich in der Anfangsphase ganz und gar nicht wie ein in diesem Jahr noch punktloses Team, welches um den Klassenerhalt spielt. Der WSV legte ein sauberes Passspiel an den Tag und hatte bis 25 Meter vor dem Tor einen guten Spielaufbau, fand letztlich aber keine Lösung, um in den Strafraum zu kommen. So hatte der SCE bei insgesamt ausgeglichenen Spielanteilen vor dem Seitenwechsel zwei Großchancen, während Walddörfer bis auf Distanzschüsse und einen Schuss ans Außennetz aus sehr spitzem Winkel nicht gefährlich wurde.

 

Eilbek brauchte ein paar Minuten um in die Partie zu kommen, ging mit dem ersten eigenen Torschuss aber in Führung. Nach einem Pass von der rechten Seite kam Lammert in zentraler Position an der Strafraumgrenze zum Abschluss, sein Mäusehammer geriet zur perfekten Vorlage für Marc Henning, der am langen Pfosten durchgelaufen war und seinen Torriecher einmal mehr unter Beweis stelle und aus sieben Metern zum 1:0 traf. Wenig später hatte Henning den zweiten Treffer des Tages auf dem Fuß, am Elfmeterpunkt wurde er mustergültig von Adrian Gehrke bedient, doch Henning traf nur den linken Pfosten. Es sollte der erste von vier Eilbeker Alu-Treffern werden.

 

Die restliche Spielzeit im ersten Abschnitt fand das Geschehen zwischen den Strafräumen statt, nur selten konnte sich eines der beiden Teams in gefährliche Abschlusspositionen bringen, dementsprechend ging es mit der Eilbeker 1:0-Führung in die Katakomben, aus denen Eilbek mit Dittrich für Ahadi zurückkehrte.

 

Nach knapp 50 Minuten hatte der SCE seinen zweiten Alu-Treffer zu notieren, Heinrich legte von links zurück auf die Strafraumgrenze, wo Gehrke per Direktabnahme nur den rechten Pfosten traf. Fünf Minuten später konnte an der Fichtestraße dann aber doch ein zweites Mal gejubelt werden, Schlussmann Marcel Sechting klärte 25 Metern vor dem eigenen Tor einen Steilpass und drosch das Leder nach vorne, ein Verteidiger fälschte das Leder noch leicht in den Lauf von Marc Henning ab, der mit dem ersten Kontakt den Ball am Strafraumrand per Außenrist gefühlvoll an Keeper Hausenfelder vorbei zum 2:0 ins Netz schob.

 

Etwas Glück hatte der SCE als WSV-Mittelstürmer Coburger den Ball nach einem Steilpass nicht traf, quasi im direkten Gegenzug hatten Henning, Lammert und Walter im drei gegen eins eine Dreifachchance, zögerten an der Fünfmeterlinie aber zu lange und so wurde Walters Abschluss final auf der Torlinie geklärt. Eilbek machte den Sack nicht zu und hatte Pech als Walters Schuss aus zwölf Metern nur die Unterkante der Latte traf. Stattdessen erzielten die Gäste sieben Minuten vor Ende auf einmal den Anschlusstreffer, Sechting konnte den wuchtigen Freistoß von Knaus aus 18 Metern nicht festhalten, der eingewechselte Borkers drückte den Abpraller zum 2:1 über die Linie.

 

Eine spannende Schlussphase sollte es dann aber nicht mehr geben, denn Henning legte nur zwei Minuten später in den Lauf von Walter vor, der vor dem Tor den Kopf oben behielt und ins lange Eck zu seinem neunten Saisontor einschob. Die Wille der Volksdorfer war jetzt gebrochen, Bruchhäuser traf aus halbrechter Position nur die Latte, in der Schlussminute legte Florian Dittrich mit seinem vierten Assist der Saison zu Hennings 29. Saisontor auf, der Mittelstürmer schob die Kugel routiniert neben den rechten Pfosten ein. Der insgesamt gute und junge Schiedsrichter Jonas pfiff die Partie danach gar nicht wieder an, der SCE verteidigt Platz 2 und hat vier Spieltage vor Schluss vier Punkte Vorsprung auf den Verfolger Farmsen und damit gute Chancen auf die Vize-Meisterschaft in der Kreisliga 5.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser, Tobias Marschler, David Feldmeier, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, Adrian Gehrke – Vittorio Walter (88. Philipp Latz), Artur Lammert (77. Marius Hensch), Yassin Ahadi (46. Florian Dittrich) – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Marc Henning (11., Rechtsschuss, Lammert)

2:0 Marc Henning (57., Rechtsschuss, Sechting)

2:1 Philipp Borkers (83., Rechtsschuss, Knaus)

3:1 Vittorio Walter (86., Rechtsschuss, Henning)

4:1 Marc Henning (90., Rechtsschuss, Dittrich)

 

Gelbe Karte:

Bergmann

 

Schiedsrichter:

Paul Jonas (Note 2) – Mit sehr guter Ausstrahlung und guten Entscheidungen in einer fairen Partie. Einzig SRA2 schien bei einigen Situationen etwas überfordert.

 

Spielnote: 3

Ein fußballerisch ansehnliches Spiel mit wenigen Torraumszenen. Richtig spannend und interessant wurde es erst in der Schlussphase.

Fußball 15.04.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Wieder ohne Gegentor - Eilbek festigt Platz 2

25. Spieltag: UH-Adler II - SC Eilbek II 0:4 (0:1)

 

An der Beethovenstraße trafen die beiden besten Teams der Rückrunde aufeinander, sowohl UH als auch Eilbek gewannen sieben der acht Spiele und holten 21 Punkte. UH-Trainer Barz änderte seine Erfolgself der Vorwoche nur auf zwei Positionen, Wanka ersetzte im Tor Reinsch, zudem startete Ludwig Sandig für den auf der Bank sitzenden Bastian Lorenz. Auch beim SCE war fast alles wie in der Vorwoche, Florian Dittrich ersetzte Marius Bruchhäuser, fünffach-Vorlagengeber Kassem Tohme rückte dafür auf die Rechtsverteidigerposition.

 

Eilbek begann in der Anfangsphase sehr druckvoll, UH verschanzte sich in der eigenen Hälfte und wollte über Konter zum Ziel kommen. Gegen das Abwehrdickicht versuchte es der SCE mit vielen Kombinationen durch das Zentrum, doch immer wieder kam ein Abwehrbein in den Weg, so dass gefährliche Situationen zunächst Mangelware waren. Gefährlich machte es sich UH im eigenen Strafraum dann selbst, in Minute 13 verlor Innenverteidiger Gerdom das Leder an Marc Henning, der legte quer zu Artur Lammert und der murmelte den Ball gegen die Laufrichtung von Wanka zum 0:1 über die Linie.

 

Nach etwas mehr als 20 Minuten nahm Eilbek das Tempo aus der Partie, spielte zu viele Steilpässe und verwaltete nunmehr die Führung. Trotz nun gleichmäßiger Spielanteile wurde es vor dem Eilbeker Tor nie wirklich gefährlich, auf beiden Reihen dominierten die starken Abwehrreihen und so gab es bis zum Seitenwechsel tatsächlich nur noch einen Distanzschuss von Walter, der das Wort Torchance ansatzweise verdient hätte.

 

Nach der Pause wurde es dann knifflig für Schiedsrichter Kutlu, Marschler verursachte zunächst einen Ballverlust an der Seitenauslinie, dann lief er Kleckner im Strafraum in die Hacken, Kutlu verlegte den Tatort außerhalb des Strafraums. In dieser Situation hatte der SCE Glück, denn es war ein glasklarer Penalty für die Barz-Equipe. Das Spielglück hatte Eilbek also aufgebraucht, nun war es an der Zeit selbst wieder offensive Akzente zu machen und das gelang dem Tabellenzweiten. Dittrich führte einen Freistoß an der Mittellinie durch die Beine seines Gegners schnell aus, Marc Henning versetzte seinen Gegenspieler an der Torauslinie und schoss aus spitzem Winkel zum 0:2 ein, Torhüter Wanka sah bei diesem Treffer ins kurze Eck nicht gut aus.

 

Nur zwei Minuten später machte Eilbek mit seiner dritten Großchance den Sack zu, Vittorio Walter fing einen Pass in der eigenen Hälfte ab und setzte zum Konter an, im Strafraum legte er Artur Lammert die Kugel maßgenau auf, der seinen zweiten Treffer des Tages erzielen konnte. Eine halbe Stunde vor Abpfiff war das Spiel damit entschieden, die Angriffsbemühungen der Uhlenhorster waren zu dünn, um Eilbek ernsthaft zu gefährden. Schlussmann Marcel Sechting musste innerhalb der 90 Minuten nicht einen einzigen Ball abwehren. Stattdessen setzte Eilbek noch einen drauf, eine zu lang getretene Ecke von Tohme machte Appel nochmal scharf, den folgenden Querpass von Marc Henning drückte Vittorio Walter mit Hilfe des Innenpfostens über die Linie zum 0:4.

 

Nun war Wechselzeit beim SCE angesagt, Gehrke, Quaidoo und Hensch kamen noch in die Partie und der eingewechselte Wesley Quaidoo hatte nach einem Steilpass von Tohme noch die Chance auf einen fünften SCE-Treffer, zog aber knapp am langen Pfosten vorbei.

 

Eilbek kassierte nunmehr im zweiten Spiel in Folge kein Gegentor und somit reicht eine insgesamt ordentliche Leistung zu einem verdienten Sieg gegen das in der Rückrunde bisher so starke UH-Adler II. Am Osterwochenende bleibt der SCE spielfrei und empfängt in zwei Wochen den Walddörfer SV.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Kassem Tohme, Tobias Marschler, Jonathan Appel, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier – Vittorio Walter (81. Marius Hensch), Artur Lammert, Florian Dittrich (67. Adrian Gehrke) – Marc Henning (72. Wesley Quaidoo)

 

Tore:

0:1 Artur Lammert (13., Rechtsschuss, Henning)

0:2 Marc Henning (55., Rechtsschuss, Dittrich)

0:3 Artur Lammert (57., Rechtsschuss, Walter)

0:4 Vittorio Walter (70., Rechtsschuss, Henning)

 

Gelbe Karten:

Schultz, Sandig - Heinrich

 

Schiedsrichter:

Cengiz Kutlu (Note 5) – Viele kleine Fehlentscheidungen und verweigerte UH nach Foul von Marschler an Kleckner einen klaren Strafstoß.

 

Spielnote: 3

Eine taktisch geprägte Partie mit wenigen Torszenen und einer am Ende einseitigen Partie.

Fußball 08.04.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Eilbek springt auf Platz 2

24. Spieltag: SC Eilbek II – Niendorfer TSV V 8:0 (4:0)

 

Die Verantwortlichen aus Eilbek warnten vor der Partie ausdrücklich vor dem Gegner aus Niendorf, den man bei der knappen 1:2-Niederlage gegen den Farmsener TV noch gescoutet hatte. Mit nur einer Änderung zum Urania-Spiel startete der SCE, Vittorio Walter ersetzte Florian Dittrich. Noch vor dem Anpfiff erreichte die Info von Farmsens Niederlage gegen UH-Adler II die Fichtestraße, ein Eilbeker Dreier würde also den Sprung auf Platz 2 bedeuten.

 

Die Gäste aus Niendorf begannen forsch und mutig, dem pfeilschnellen Piet Loppow gehörte die erste Großchance der Partie, doch Marcel Sechting im Eilbeker Tor konnte Loppow im Eins gegen Eins nicht überwinden. Eilbek begann ungewohnt fahrig und schläfrig, Heinrich pennte nach einem Einwurf, Marschler schoss einen Kometen im eigenen Strafraum und so richtigen Zugriff bekam man auch nicht. Nach zehn Minute wurde das Eilbeker Spiel etwas besser und sofort hatte man die erste Großchance. Tohmes scharfe Hereingabe vom rechten Flügel brachte Marc Henning aus zehn Metern nicht an Torwart Seme vorbei, der seine linke Pranke ausfuhr und so seine Farben vor dem Rückstand bewahrte.

 

Die abstiegsbedrohten Niendorfer hatten nach rund einer Viertelstunde die nächste Gelegenheit, Loppow zündete auf der linken Seite seinen Turbo und zog nach innen, seinen Abschluss von der Strafraumgrenze konnte Marcel Sechting sicher parieren. Fast im direkten Gegenangriff gelang Eilbek die Führung, wieder war Tohme auf der rechten Seite auf und davon, seine präzise Hereingabe fand Artur Lammert, der am Elfmeterpunkt alle Zeit der Welt hatte und überlegt zum 1:0 einschob. Von den Gästen war von da an nichts mehr zu sehen, Eilbek erspielte sich Chance um Chance und vergab diese fahrlässig. Wieder war Tohme auf der rechten Seite der Initiator der Aktion, per Flanke bediente er Marc Henning, der das Leder aus fünf Metern nicht an Seme vorbei ins Tor bekam. Auch in Minute 29 gelang Marc Henning noch nicht sein erster Treffer des Tages, im Pressing eroberte er zusammen mit Lammert die Kugel in der gegnerischen Hälfte, sein technisch anspruchsvoller Heber mit links strich knapp über die Querstange.

 

Eine Minute später stellte Eilbek dann mittlerweile auch verdienterweise auf 2:0, Feldmeier spielte den Ball aus dem Mittelfeldzentrum auf die rechte Seite, wo Tohmes Flanke zum Torschuss mutierte und zum 2:0 im Netz einschlug. Im Interview nach dem Spiel wird Tohme behaupten, dass er das Tor genau so wollte. Der SCE war aber nicht nur aus dem Spiel gefährlich, sondern auch bei Standards. Appels Kopfball nach einer Tohme-Ecke wurde auf der Linie geklärt, dann scheiterte Henning an Seme nach einem listigen Chip-Freistoß von Steffen Heinrich.

 

Eilbek legte nach und profitierte dabei auch von Fehlern des Gegners. Sechting Abschlag verlängerte Niendorfs Linksverteidiger in den Lauf den Tohme, dessen Flanke Marc Henning diesmal im Tor unterbrachte, 3:0 für Eilbek nach 39 Minuten. Der SCE war gierig und wollte mehr, wieder legte Tohme für den einschussbereiten Henning auf, wieder scheiterte er an Seme. Allein in der ersten Halbzeit hätte Henning Duvenstedts Niklas Rochow in der Torjägerliste weit enteilen können. Dass es mit einem 4:0 in die Kabinen ging lag dann an Niendorf Torwart Seme und Dennis Dahms, denn Seme haute über einen harmlosen Ball von Tohme drüber und so stand Dahms im Strafraum goldrichtig und ließ das runde Leder zum 4:0 über die Linie kullern.

 

Nach dem Seitenwechsel wurde es noch einseitiger, Eilbeks Chancenverwertung blieb zunächst mangelhaft. Tohmes Schuss aus 16 Metern parierte Seme in der 47. Minute stark, zehn Minuten später wäre er chancenlos gewesen. Über den linken Flügel spielte Eilbek schnell in den Strafraum, wo Feldmeier aus schon einschussbereiter Position noch quer auf Vittorio Walter legte, der das Kunststück fertig brachte und aus sieben Metern zentraler Position über das Tor schoss. Doch nach etwas mehr als einer Stunde eröffnete Eilbek endlich den Torreigen im zweiten Abschnitt, Niendorf wurde nach einem Ballverlust tief in der Eilbeker Hälfte gnadenlos ausgekontert, Tohme schickte Henning auf die Reise, der vor dem Tor eiskalt blieb und ins kurze Eck zum 5:0 einschob. Torgau schonte nun seine Stammkräfte Lammert und Feldmeier, um diese vor weiteren Verwarnungen zu schützen und brachte mit Schleeßelmann und Gehrke zwei frische Kräfte.

 

Adrian Gehrke war keine 30 Sekunden auf dem Platz, da durfte er auch schon ein Tor bejubeln, Tohmes Flanke drückte Gehrke aus sieben Metern mit seinem ersten Ballkontakt über die Linie. Nun wollte jeder mal ein Tor erzielen, Steffen Heinrich streichelte mit einem Freistoß über die Mauer aus 20 Metern aber nur den Außenpfosten. Das mittlerweile hochverdiente 7:0 erzielte Marc Henning nach 70 Minuten per Kopf, nach einem Standard blieb der aufgerückte Innenverteidiger Jonathan Appel vorne und brachte eine Maßflanke von der Grundlinie auf den zweiten Pfosten, wo Henning ungehindert einköpfen konnte.

 

Eilbek kombinierte nun traumhaft durch die gegnerische Hälfte, der mittlerweile auf der Zehn spielende Walter bediente Henning, der legte von der Grundlinie zurück auf Adrian Gehrke, doch der traf nur den Pfosten. Auch der eingewechselte Dennis Schleeßelmann machte offensiv auf sich aufmerksam, seine Flanke fand Gehrke, der mit einem Kopfball am glänzend reagierenden Seme scheiterte. Eine Minute später gab es quasi eine Wiederholung dieser Szene, Schleeßelmann chippte auf den zweiten Pfosten, Dahms legte quer und Walter setzte sich gegen Mitspieler Bruchhäuser durch und erzielte das 8:0. Der mittlerweile für den überragenden Tohme eingewechselte Sebastian Stenzel hatte das neunte Eilbeker Tor auf dem Fuß und lief allein auf Seme zu, scheiterte aber im Eins gegen Eins an diesem, es wäre das erste Tor im Herrenbereich für den Ur-Eilbeker, der seit 16 Jahren im Verein ist, gewesen.

 

In der Schlussphase sah Niendorfs Malik wegen Meckern noch die gelb-rote Karte, für den NTSV war es bereits der 15. Platzverweis der Saison. Eilbek siegt am Ende hochverdient mit 8:0, hatte Chancen für zwei Dutzend Tore und hat durch den Dreier bereits sechs Spieltage vor Schluss die beste Saison der Vereinsgeschichte gespielt.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser, Jonathan Appel, Tobias Marschler, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier (65. Dennis Schleeßelmann) – Kassem Tohme (81. Sebastian Stenzel), Artur Lammert (65. Adrian Gehrke), Vittorio Walter – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Artur Lammert (17., Rechtsschuss, Tohme)

2:0 Kassem Tohme (30., Rechtsschuss, Feldmeier)

3:0 Marc Henning (39., Rechtsschuss, Tohme)

4:0 Dennis Dahms (45., Rechtsschuss, Tohme)

5:0 Marc Henning (62., Rechtsschuss, Tohme)

6:0 Adrian Gehrke (66., Rechtsschuss, Tohme)

7:0 Marc Henning (70., Kopfball, Appel)

8:0 Vittorio Walter (81., Rechtsschuss, Dahms)

 

Gelbe Karten:

Keine

 

Gelb-Rote Karte:

Waleed Malik (85., Meckern)

 

 

Schiedsrichter:

Jan Gottemeier (Note 4,5) – Mal kleinlich, dann sehr großzügig in der Linie und mit Problemen bei der Vorteilsauslegung.

Fußball 25.03.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Eilbek bleibt beste Rückrundenmannschaft

23. Spieltag: SC Urania – SC Eilbek II 3:4 (2:2)

 

Ein Spektakel erlebten die Zuschauer im Hinspiel, ganze elf Tore fielen beim 6:5-Sieg des SC Eilbek II an der Fichtestraße. Für die Gäste war es erst das zweite Saisonspiel auf einem Hartplatz nach dem 5:1-Sieg am ersten Spieltag gegen den SC Sternschanze IV auf dem Ausweichplatz an der Stephanstraße. Wie am Schützenhof üblich knatterten die Lautsprecher in osteuropäischer Stadionqualität mit ein bisschen Musik und der Aufstellung bis kurz vor Anpfiff. Eilbek begann im 4231, Bruchhäuser, Heinrich und Henning ersetzten Chuleck, Schürmann und Gehrke.

 

Die erste Torgelegenheit der Partie gehörte nach vier Minuten dem SC Eilbek II, Torjäger Marc Henning traf aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz. Auch die zweite Schusschance konnten die Gäste verzeichnen, Dahms‘ Distanzschuss konnte Patrick Kamke aber ohne Mühe entschärfen. Doch auch die Hausherren zeigten sich vor dem Eilbeker Tor präsent, nach einer Eckenserie kam Torben Malmgren aus sechs Metern zum Abschluss, doch Tobias Marschler konnte entscheidend abblocken. Nach der anfänglichen guten Viertelstunde neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld und ließen wenig zu.

 

Wenig verwunderlich war es deshalb, dass eine Standardsituation für den ersten Treffer der Partie sorgen sollte. Eine Ecke von Kassem Tohme schädelte der eingelaufene Marc Henning am ersten Pfosten per Aufsetzer ins lange Eck, Keeper Kamke im SCU-Tor war machtlos. Nur sechs Minuten später brachte erneut ein ruhender Ball einen Eilbeker Treffer. Rychlowski hatte 17 Meter vor dem Tor gegen Lammert die Sohle draufgehalten, Kassem Tohme schob den folgenden Freistoß an der Mauer vorbei ins Torwarteck, Kamke hatte zunächst auf einen Ball über die Mauer spekuliert und konnte so nicht mehr eingreifen.

 

Eilbek hatte die Partie zu diesem Zeitpunkt unter Kontrolle und hatte die Chance zum 0:3. Steffen Heinrich eroberte das Leder an der Mittellinie und setzte zum Sprint an, im Strafraum bediente er Marc Henning, dessen Schlenzer am langen Eck vorbeiflog. Noch vor der Pause konnte der DFB-Pokal-Teilnehmer von 1981 ausgleichen. Einen Distanzschuss konnte Schlussmann Marcel Sechting nicht festhalten, Mittelstürmer Daniel Lingner stand goldrichtig und staubte zum 1:2 ab. Anschließend war Adebayo Tchalla am richtigen Ort, der auffällige Mittelfeldspieler profitierte nach einer Kombination durch das Zentrum vom wegrutschenden Marschler und konnte so aus acht Metern das 2:2 erzielen.

 

Nach der Pause konnte der SC Urania das Spiel sogar komplett drehen, nach einer aus einem Einwurf resultierenden Flanke verlor Dittrich seinen Gegenspieler komplett aus den Augen, eine Kopfballablage köpfte Marcel Happich aus abseitsverdächtiger Position zum 3:2 in die Maschen. Eilbek reagierte mit zwei Wechseln auf den Rückstand, brachte Ahadi und Gehrke und löste die Viererkette auf. Eine Niederlage hätte einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um Platz 2 bedeutet, Eilbeks Bank wollte unbedingt den Dreier. Die Chancen dazu hatte der SCE, nach einer Flanke von Tohme verpassten Henning und Lammert den Ausgleich um eine Fußspitze, wenig später ging Lammert nach einem klaren Foulspiel zu Boden, doch der Strafstoß blieb unverständlicherweise aus.

 

Urania wollte den Vorsprung nun nur noch über die Zeit bringen und lief zehn Minuten vor Abpfiff bei einem der wenigen Vorstöße in einen Konter. Dahms eroberte die Kugel tief in der eigenen Hälfte und schickte mit einem Traumpass Joker Yassin Ahadi auf die Reise, der den Laufweg des Verteidigers geschickt kreuzte und aus elf Metern Kamke die Kugel durch die Hosenträger zum 3:3 schob. Eilbek gab sich mit dem Punkt nicht zufrieden und drängte weiter auf das Urania-Tor. Heinrich, der immer wieder nach vorne stürmte und aus der Dreier- nur noch eine Zweierkette machte, flankte aus dem Halbfeld in den Strafraum, die Hereingabe wurde vor die Füße von Dennis Dahms geköpft, der aus 15 Metern halblinker Position per Volley ins lange Eck traf. Kollektiver Jubel auf der SCE-Bank entbrannte, eine große Jubeltraube über Dahms bildete sich, Eilbek war dem Dreier ganz nah.

 

Nach dem Führungstreffer stellte Eilbek wieder auf ein 433 um, der für Kapitän Feldmeier eingewechselte Schleeßelmann konnte noch mehrere Balleroberungen verzeichnen und dann pfiff Schiedsrichter Friedrichs ab. Der SCE bleibt damit die beste Rückrundenmannschaft und gewinnt auch das vierte Spiel des Jahres.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser (58. Yassin Ahadi), Jonathan Appel, Tobias Marschler, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier (86. Dennis Schleeßelmann) – Kassem Tohme, Artur Lammert, Florian Dittrich (65. Adrian Gehrke) – Marc Henning

 

Tore:

0:1 Marc Henning (29., Kopfball, Tohme)

0:2 Kassem Tohme (36., dir. Freistoß, Rechtsschuss, Lammert)

1:2 Daniel Lingner (39., Rechtsschuss)

2:2 Adebayo Tchalla (43., Rechtsschuss)

3:2 Marcel Happich (49., Kopfball)

3:3 Yassin Ahadi (81., Rechtsschuss, D. Dahms)

3:4 Dennis Dahms (85., Linksschuss, Heinrich)

 

Gelbe Karten:

Keine

 

 

Schiedsrichter:

Tobias Friedrichs (Note 4) – Verlor im zweiten Abschnitt seinen roten Faden aus der ersten Halbzeit und änderte seine Linie ohne Grund. Verweigerte Eilbek nach Foul an Lammert zudem einen Elfmeter.

Fußball 18.03.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Ungefährdet - Eilbek klettert auf Platz 3

22. Spieltag: SC Eilbek II – HSV Barmbek-Uhlenhorst III 4:1 (2:1)

 

Für den SC Eilbek II bestand vor der Partie gegen Angstgegner Barmbek-Uhlenhorst III die Gewissheit, dass man mit einem Sieg einen Rang in der Tabelle gutmachen kann, denn schon am Freitag unterlag der VfL 93 II vor heimischer Kulisse. Im Defensivbereich musste der SCE einige Ausfälle beklagen, mit Prigann, Sager, Rubin, Helm und Heinrich stand mehr als eine potenzielle Startelf-Viererkette nicht zur Verfügung. So kam es zum Debütanten-Ball in der Verteidigung, der kürzlich von Germania Singen losgeeiste Jonathan Appel startete auf der rechten Abwehrseite, Winter-Neuzugang Nicklas Schürmann vom VfB Kiel verteidigte im Zentrum. Erstmals seit dem April 2018 startete Eilbek nicht im 4231, sondern im 433, welches zuletzt beim 0:2 gegen Sternschanze IV im Dezember 2017 Anwendung fand.

 

Schon früh in der Partie übernahm Eilbek die Spielkontrolle, BU versuchte bei gegnerischem Ballbesitz die eigene Hälfte zu verriegeln. In den ersten zehn Minuten gehörten die ersten Abschlüsse dem SCE, Feldmeier zog von der Strafraumgrenze ab, doch das stellte BU II-Leihgabe Vincent Driessen im Tor vor keine Probleme. Wesentlich mehr musste er sich nach acht Minuten strecken, Gehrke legte im letzten Drittel die Kugel raus zu Tohme, dessen scharfe Hereingabe landete beim in die Box gelaufenen Adrian Gehrke, Driessen bekam so eben noch die Finger an die Kugel und lenkte den Ball über die Latte. Der anfänglich hohe Druck der Eilbeker machte sich in Minute 14 dann auch endlich auf der Anzeigetafel bemerkbar. Einen Stockfehler in der Abwehrzentrale der Barmbeker nutzte Dittrich, auf dem Weg zum Tor wurde er kurz vor dem Strafraum von Innenverteidiger Philipp Pielke zu Fall gebracht, der Glück hatte, dass Schiedsrichter Knaack ihn nur mit einer gelben Karte verwarnte. Den fälligen Freistoß aus 17 Metern zentraler Position knallte Artur Lammert im Torwarteck unter die Latte zum verdienten 1:0.

 

Auch nach dem Führungstreffer verzeichneten die Hausherren mehr Ballbesitz und bauten den Vorsprung nach 23 Minuten aus. Linksverteidiger Chuleck wagte einen Vorstoß, seine Hereingabe klatschte an die Latte, doch Artur Lammert war fünf Meter vor dem Tor zur Stelle und drückte das Leder über die Linie, Keeper Driessen konnte erst hinter der Torlinie parieren. Für Lammert war es bereits der sechste Doppelpack der Saison und der elfte im Eilbeker Trikot, mit 22 Saisontreffern hat er den SCE-Rekord von Adem Dogan aus der Saison 2010-2011 (21 Tore) übertroffen.

 

Eilbek hatte das Spiel weiterhin unter Kontrolle, musste aber nicht mehr als nötig tun und spielte im Aufbau sehr geduldig. Eine der wenigen Offensivbemühungen der Gäste führte nach etwas mehr als einer halben Stunde zum Strafstoß für die Gäste. Nach einer Flanke von der rechten Seite lief Debütant Appel Angreifer Sven Berndt von hinten in die Hacken, ein überflüssiges Foulspiel im Zentrum. BU-Kapitän Jan Ruhnke nahm sich der Sache vom Strafstoßpunkt an und entschied sich für die linke, untere Ecke, Marcel Sechting war noch dran an der Kugel, konnte den fälligen Strafstoß aber nicht parieren. Durch den Gegentreffer ließ sich Eilbek ein bisschen aus der Bahn bringen, bis zum Pausenpfiff war es nun ein ausgeglichenes Spiel ohne größere Torszenen auf beiden Seiten.

 

Nach dem Seitenwechsel hatte BU die erste Großchance, doch Karakaya traf per Heber nur die Latte. Der Aluminiumtreffer wirkte wie ein Wachrüttler für Eilbek, die nun wieder klarer und präziser nach vorne spielten. Henning wollte im Strafraum quer auf den einschussbereiten Lammert legen, doch Frank bekam noch den großen Zeh an den Ball und fälschte entscheidend ab. Erst nach etwas mehr als einer Stunde konnte der SCE den dritten Treffer erzielen, Lammert sezierte mit einem sehenswerten Druckpass die komplette BU-Defensive, Florian Dittrich behielt vor dem Tor die Nerven und bediente den besser postierten Marc Henning, Eilbeks Joker hatte keine Mühen das 3:1 aus sieben Metern zu erzielen.

 

Die Messe war damit gelesen, zehn Minuten vor dem Ende gelang Yassin Ahadi noch der neunte Treffer durch einen Einwechselspieler in dieser Saison. Pielke verlor im Pressschlag mit Ahadi 20 Meter vor dem Tor den Ball, Henning legte raus auf Lammert, dessen Hereingabe Ahadi am zweiten Pfosten aus 15 Metern per Direktabnahme platziert ins linke Eck drosch. Barmbek protestierte, dass Eilbek nach dem Pressschlag weiterspielte, da Pielke nach diesem liegen blieb, und vor allem Jan Ruhnke schimpfte wie ein Rohrspatz in Richtung der SCE-Bank, Schiedsrichter Knaack schickte ihn für die unflätige Wortwahl mit der roten Karte unter die Dusche. Nach dem Spiel entschuldigte sich Ruhnke bei Trainer Torgau, alles damit halb so wild. Die Schlussphase war geprägt von ein paar Nickligkeiten, Golombiewski hielt unnötig die Sohle über den Fuß von Marschler, Karakaya schubste Feldmeier zweimal weg. Die letzte Torchance der Partie gehörte dem eingewechselten Dennis Schleeßelmann, nach einer Ecke von Tohme wurde sein Kopfball von einem Feldspieler auf der Linie geklärt.

 

Eilbek siegt hochverdient mit 4:1 und überholt damit VfL 93 II und ist acht Spieltage vor dem Ende auf Platz 3 zu finden. In der kommenden Woche steht das erste von drei Grand-Spielen bis Saisonende an, Eilbek gastiert am Sonntag beim SC Urania.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Jonathan Appel, Tobias Marschler, Nicklas Schürmann, Raphael Chuleck (52. Marc Henning) – Dennis Dahms (84. Dennis Schleeßelmann), Adrian Gehrke, David Feldmeier – Kassem Tohme, Artur Lammert, Florian Dittrich (76. Yassin Ahadi)

 

Tore:

1:0 Artur Lammert (14., dir. Freistoß, Rechtsschuss, Dittrich)

2:0 Artur Lammert (23., Rechtsschuss, Chuleck)

2:1 Jan Ruhnke (34., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Appel an Berndt)

3:1 Marc Henning (66., Rechtsschuss, Dittrich)

4:1 Yassin Ahadi (79., Rechtsschuss, Lammert)

 

Gelbe Karten:

Appel – Pielke

 

Rote Karte:

Jan Ruhnke (80., Beleidigung)

 

Schiedsrichter:

Tim-Lucas Knaack (Note 2) – Musste viele wichtige Entscheidungen treffen und lag dabei immer richtig. Die gelbe Karte gegen Pielke war gerade noch vertretbar, lag richtig als der Ball beim 2:0 die Linie überquerte und entschied zurecht nach Foul von Appel an Berndt auf Penalty.

Fußball 11.03.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Sechting überragt im Topspiel - 2:1 gegen Farmsen

21. Spieltag: SC Eilbek II – Farmsener TV 2:1 (0:1)

 

Mit einigen Personalsorgen empfing der SC Eilbek II im Top-Spiel der Kreisliga 5 den Tabellenzweiten aus Farmsen. Neben den Torjägern Marc Henning und Vittorio Walter musste Trainer Klaus Pablo Torgau auch auf Kapitän Sören Sager und Vize-Kapitän Sven Prigann verzichten. Gegenüber der Vorwoche gab es im gewohnten 4231 der Eilbeker vier neue Gesichter, Sechting, Tohme, Rubin und Chuleck übernahmen für Engelke, Walter, Sager und Bruchhäuser. Wie im Eilbeker Spieltagsticker zu lesen war, waren die Vorzeichen eindeutig, denn während der SCE alle Pflichtspiele in den letzten drei Monaten gewonnen hatte (nämlich genau eins), hatte Farmsen im gleichen Zeitraum alle Spiele verloren.

 

Mit vierminütiger Verspätung konnte Hasan Olgun die Partie an der Fichtestraße anpfeifen, zuvor hatten sich die Gäste in ihrer Kabine verkrochen und mussten sich aus der Kabine bitten lassen. Nach dem Anpfiff war Farmsen aber früh präsent und hatte in der dritten Spielminute die erste gute Gelegenheit, doch Farmsens bester Torjäger Jan Hamidi scheiterte im eins gegen eins an Keeper Marcel Sechting. Doch auch Eilbek war nach vorne aktiv und hatte vor allem über den rechten Flügel gute Szenen, so verpasste Lammert eine scharfe Hereingabe von Tohme um eine Zehenlänge.

 

Die Großchancen lagen vor dem Seitenwechsel bei den Gästen, Feldmeier verlor im Aufbau einen Ball und anschließend hatte der SCE Glück, dass Hendrik Möller aus halblinker Position ziemlich kläglich neben das Tor schoss. Nach einer Viertelstunde war es aber soweit, die Gäste gingen verdient in Führung, Rubins versuchter Rückpass ins, ja wohin immer, erlief Nicolas Schütze und der blieb vor dem Tor eiskalt und erzielte das zu diesem Zeitpunkt verdiente 0:1. Eilbek zeigte sich von diesem Gegentreffer aber wenig irritiert und spielte auf den Ausgleich. Tohmes Freistoß aus 25 Metern wurde von der Mauer noch entscheidend abgefälscht, so dass Keeper Kappmeyer keine Mühe hatte. Rund eine halbe Stunde war gespielt als nach einer Tohme-Flanke vom rechten Flügel ein Gewühl im Strafraum entstand, wo ein Farmsener Verteidiger Yassin Ahadi anschoss, von dessen Bein die Kugel nur Zentimeter neben das Tor prallte.

 

In einem nicht immer hochklassigen Spiel gab es weiterhin Torchancen auf beiden Seiten, einen Freistoß von Fabian Zimmermann aus 40 Metern (!) lenkte Marcel Sechting mit Mühe und Not gerade noch über die Latte, auf der Gegenseite scheiterte Tohme nach einem der wenigen Konter in aussichtsreicher Position. Quasi mit dem Halbzeitpfiff hatte der heute im Sturmzentrum aufgebotene Florian Dittrich die 100%ige Chance zum Ausgleich, Ahadi legte im Strafraum per Hacke auf Lammert ab, dessen Hereingabe von der Grundlinie landete am Elfmeterpunkt beim mutterseelenallein stehenden Dittrich, doch Kappmeyer bekam gerade noch die Hände hinter den Ball und verhinderte den sicheren Ausgleich. So ging es mit einem 0:1 in die Pause, aufgrund der Großchancen in der Anfangsphase für Farmsen war dieser Spielstand gerechtfertigt.

 

Wie schon in der ersten Halbzeit erwischte Farmsen den besseren Start und hatte zwei Großchancen nach Hereingaben von Hendrik Möller vom rechten Flügel. Zunächst traf Johannes Haase nur den Eilbeker Pfosten, zwei Minuten später bei einem identischen Spielzug parierte Marcel Sechting brilliant aus fünf Metern gegen Zimmermann. Farmsen verpasste in dieser Phase den Deckel auf die Partie zu machen und ließ Eilbek im Spiel. Schon nach 55 Minuten wechselte Eilbek das erste Mal aus und brachte mit Gehrke für Ahadi eine Verstärkung des Zentrums, zudem wurde die Grundformation auf ein 433 geändert.

 

Eilbek bekam so etwas mehr defensive Stabilität ins Spiel und bestrafte die wenigen Fehler der Farmsener konsequent. Eine Flanke vom linken Flügel konnte Innenverteidiger Marco Iden nur viel zu kurz abwehren, Dennis Dahms war beim zweiten Ball in zentraler Position fünfzehn Meter vor dem Tor zuerst am Ball und wurde anschließend von Iden von hinten abgeräumt. Schiedsrichter Olgun entschied auf Strafstoß und vom Punkt blieb Artur Lammert bei seinem 20. Saisontor eiskalt und verlud Kappmeyer. Nach dem Ausgleich war das Spiel nun komplett offen, Marcel Sechting verhinderte per sehenswerter Flugparade nach einem schönen Schlenzer das 1:2, zwei Minuten später strich Lammerts Schuss von halbrechts knapp am langen Pfosten vorbei.

 

Nur sechs Minuten waren noch zu spielen, als der SC Eilbek II etwas schmeichelhaft in Führung ging. Kassem Tohme konnte sich abermals auf dem rechten Flügel durchsetzen, seine abgefälschte Hereingabe landete bei Adrian Gehrke, der den Ball in aller Seelenruhe verarbeitete und per Volley in den Giebel drosch. Die Flugeinlage von Keeper Kappmayer war genauso schön wie umsonst, Eilbek führte kurz vor dem Ende mit 2:1.

 

Eilbek parkte nun den Bus und brachte mit Schleeßelmann für Feldmeier nochmal körperliche Robustheit ins Spiel, die bei den Standardsituationen helfen sollte. Farmsen kam auch in der vierminütigen Nachspielzeit zu keiner Torchance mehr und so ist der SC Eilbek II nur noch einen Punkt von Platz zwei entfernt. Die Farmsener hingegen kassieren ihre zweite Pleite in Folge und können keinen Druck auf den Duvenstedter SV aufbauen, der überraschend zuhause gegen Paloma III unterlag. Eilbek II feiert den zweiten Erfolg des Jahres und somit fehlen nur noch sieben Punkte aus neun Spielen zur erfolgreichsten Saison der 106-jährigen Vereinsgeschichte.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Raphael Chuleck, Genia Rubin, Tobias Marschler, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier (87. Dennis Schleeßelmann) – Kassem Tohme, Artur Lammert, Yassin Ahadi (55. Adrian Gehrke) – Florian Dittrich (74. Wesley Quaidoo)

 

Tore:

0:1 Nicolas Schütze (16., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

1:1 Artur Lammert (66., Foulelfmeter, Iden an Dahms)

2:1 Adrian Gehrke (84., Rechtsschuss, Tohme)

 

Gelbe Karten:

Chuleck - Nowak

 

Schiedsrichter:

Hasan Olgun (Note 3) – Ohne grobe Fehler in einer leicht zu leitenden Partie. Lag beim Elfmeter für Eilbek goldrichtig, hätte Dittrich kurz vor der Pause verwarnen müssen.

Fußball 04.03.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Pflichtaufgabe erfüllt

20. Spieltag: VfL Hammonia - SC Eilbek II 0:5 (0:3)

 

Nach einer langen Winterpause stand endlich das erste Pflichtspiel des Jahres in der Sternschanze an. Bei feinstem Hamburger Schmuddelwetter reiste der SC Eilbek II zum akut abstiegsbedrohten VfL Hammonia, wo in den vergangenen sechs Jahren genau ein Punkt geholt werden konnte. Trainer Klaus Pablo Torgau musste verletzungsbedingt auf Torjäger Marc Henning (20 Saisontore) und Rechtsverteidiger Sven Prigann verzichten, kurzfristig meldeten sich Rechtsaußen Kassem Tohme und Winter-Neuzugang Wesley Quaidoo (kam vom Oststeinbeker SV) grippekrank ab.

 

So ergaben sich einige Änderungen in der Startelf des SCE und noch beim Aufwärmen wurde die erste Elf nochmal verändert. Keeper Marcel Sechting musste das Aufwärmen krankheitsbedingt abbrechen und so stand der erst 19-jährige Fabian Engelke erstmals in einem Kreisliga-Spiel im Tor. Dazu gab es einige Überraschungen in der Viererkette, Marius Bruchhäuser verteidigte auf der rechten Seite, im Zentrum stand Tobias Marschler erstmals in dieser Saison von Beginn an auf dem Platz. Im Mittelfeld gab zudem Yassin Ahadi (19) sein Startelf-Debüt und auch Neuzugang Florian Dittrich (TSV Brunsbrock) musste für seinen ersten Einsatz auf dem rechten Flügel eine Debüt-Kiste lohnen.

 

In der Partie erwischten die Hausherren den besseren Start und hätten innerhalb der ersten zehn Minuten in Führung gehen können. Der Chilene Gonzalez Przygodda zog vom linken Flügel nach innen und traf mit einem ansatzlosen Distanzschuss aus 23 Metern nur den Pfosten. Ganze drei Minuten später schepperte es erneut an der Eilbeker Torumrandung, Heisen setzte seinen Kopfball nach einer Ecke gegen die Latte. Nach diesem furiosen Start von Hammonia bekam Eilbek deutlich besseren Zugriff und hatte in Person von Yassin Ahadi die erste gute Gelegenheit, doch Hammonias neuer Schnapper Piotr Wriedt (kam im Winter vom SC Condor III) konnte zur Ecke parieren.

 

Auf dem kleinen Platz an der Sternschanze ist das Fußballspielen erfahrungsgemäß sehr schwer, hohes Pressing war daher ein probates Mittel um zu Torchancen zu kommen. Dies nutzte der SCE und bestrafte die Fehler im Aufbau vom VfL Hammonia rigoros. Mitte der ersten Halbzeit eroberten Ahadi und Walter einen Ball tief in der gegnerischen Hälfte, am Ende legte Vittorio Walter vor dem Tor quer zu Artur Lammert, der Wriedt per Flachschuss überwinden konnte. Gerade einmal acht Minuten später gab es eine vergleichbare Situation auf dem anderen Flügel, Dittrich eroberte die Kugel, setzte Walter in Szene und der wurde im Strafraum rüde von hinten von den Beinen geholt. Schiedsrichter Choudhry hatte keine andere Wahl und musste auf Strafstoß entscheiden, den Marius Bruchhäuser sicher verwandeln konnte. Bruchhäusers Elfmeterbilanz ist mit 5/6 mehr als passabel, beim verschossenen Elfmeter setzte er zudem den Nachschuss unter die Latte.

 

Hammonia gab sich trotz des Rückstandes nicht auf und hatte nach einem Steilpass durch Gonzalez Przygodda die nächste gute Chance, seinen Abschluss von der Strafraumgrenze parierte Engelke sehenswert per Flugparade. Es sollte nach 35 Minuten die letzte Torchance für den VfL Hammonia bleiben, der sich immer wieder redlich bemühte, gegen die danach sehr starke Eilbeker Defensive aber vor allem nach der Pause keinerlei Durchkommen fand. Stattdessen zeigte sich Eilbek im Angriff eiskalt, nach einer Eckball-Variante schädelte Sören Sager die Hereingabe von Steffen Heinrich ein, für den Kapitän war es das erste Tor seit August 2017.

 

Nach dem Seitenwechsel tat Eilbek nicht mehr als nötig und verwaltete den Vorsprung im Stile einer Top-Mannschaft. Richtige Torchancen gab es erst wieder in der Schlussphase, einen verunglückten Abstoß von Wriedt nahm Walter mit der Brust an, legte quer zu Lammert und Eilbeks 10er traf zu seinem 19. Saisontor. Ein weiteres Geschenk der Hausherren, die zwei Minuten vor dem Ende sogar noch einen fünften Gegentreffer hinnehmen mussten, Lammert schickte Vittorio Walter im Konter auf die Reise, der Angreifer lief den Verteidigern auf und davon und versenkte die Kugel trocken mit einem Flachschuss ins kurze Eck zum 0:5. Auch danach war der Torhunger noch nicht komplett gestillt, die Flanke vom eingewechselten Sebastian Stenzel erreichte Dennis Schleeßelmann, der aus zentraler Position von der Strafraumgrenze knapp verzog.

 

Der glanzlose Arbeitssieg bestätigt Eilbeks starke Bilanz gegen die untere Tabellenhälfte, in zehn Partien musste man nur in Niendorf (2:2) Punkte lassen. Am kommenden Sonntag wird der Farmsener TV an der Fichtestraße erwartet, mit einem Sieg könnte der SCE bis auf einen Punkt an Platz 2 herankommen.

 

Aufstellung:

Fabian Engelke – Marius Bruchhäuser, Sören Sager, Tobias Marschler, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier (75. Dennis Schleeßelmann) – Florian Dittrich (86. Sebastian Stenzel), Artur Lammert, Yassin Ahadi (63. Adrian Gehrke) – Vittorio Walter

 

Tore:

0:1 Artur Lammert (23., Rechtsschuss, Walter)

0:2 Marius Bruchhäuser (32., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Walter)

0:3 Sören Sager (45., Kopfball, Heinrich)

0:4 Artur Lammert (83., Rechtsschuss, Walter)

0:5 Vittorio Walter (89., Rechtsschuss, Lammert)

 

Gelbe Karten:

Gonzalez Przygodda, Heisen – Lammert, Bruchhäuser, Feldmeier

 

Schiedsrichter:

Rohit Choudhry (Note 3) – Solide Spielführung in einer fairen Partie, hatte nicht immer eine gleichbleibende Linie.

Fußball 02.02.2019 von Monika Bohlin

D-Mädchen (2006-2007): THEY DID IT AGAIN!!

Nach 2017 haben es unsere 2006 und 2007 geborenen Mädchen erneut geschafft!
Herzlichen Glückwunsch an Zeynab, Anna, Evra, Layla, Janna, Oltiona, Bahar, Zehra, Tamina, Mahnush und Ceylan und Trainerin Yara zum Erreichen der Endrunde der Hamburger Hallenpokalmeisterschaft!

Ungeschlagen in 20 Spielen mit 46 Punkten und einem Torverhältnis von 44:10! Klasse Leistung von ALLEN und viele schöne Tore.

Wir sind super stolz auf Euch und Eure Entwicklung!

Am Sonntag, den 17. Februar 2019 findet diese Runde gegen TSG Bergedorf und 4 weitere Teams in der
Sporthalle Ladenbeker Furtweg
von 10:00 bis 13:15 Uhr
statt.

Fußball 03.12.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Chancenwucher deluxe: SCE unterliegt VfL 0:1

19. Spieltag: SC Eilbek II – VfL 93 II 0:1 (0:0)

 

Mit einem um zwei Personen vergrößerten Lazarett ging der SC Eilbek II aus dem spielfreien Pflichtspielwochenende heraus, Chrisovalandis Christoglou und Vittorio Walter hatten sich im Testspiel beim B-Ligisten Victoria V verletzt. So pfiff Eilbek vor der letzten Partie des Jahres aus dem letzten Loch und konnte gerade mal noch drei Feldspieler auf die Bank bringen. Beim SCE feierte Raphael Chuleck sein Startelfdebüt, ansonsten vertraute Trainer Klaus Pablo Torgau ebenso wie sein Gegenüber Said Farhadi einer 4231-Grundordnung.

 

Mit leichten Feldvorteilen für den Gast vom Borgweg ging es in die Partie, Rechtsaußen Florian Samek hatte aus der Distanz und nach einem Missverständnis zwischen Zöller und Sechting die beiden ersten Abschlüsse der Partie, die das Eilbeker Tor aber nicht wirklich bedrohten. Ansonsten standen beide Abwehrreihen in der ersten halben Stunde sehr stabil, die wenigen Zuschauer sahen bei strömendem Regen ein gutes, aber taktisch geprägtes Spiel, in dem konsequent verteidigt wurde, so dass es für die angreifende Mannschaft nur sehr kleine zu bespielende Räume gab.

 

Nach etwas mehr als einer halben Stunde näherte sich Eilbek zum ersten Mal gefährlich dem VfL-Tor, Henning konnte drei Gegenspieler aussteigen lassen, wurde aber vor dem Schuss aus neun Metern noch von Bokalarsky entscheidend gestört. Eine gefährliche Hereingabe von Chuleck verpasste Galliani um eine Fußspitze und auch nach einer Hereingabe von Tohme vom rechten Flügel konnte Marc Henning nicht genug Druck hinter den Ball bringen, der Abpraller landete bei Raphael Chuleck, der seinen Meister in Jens Grawe fand. Vor allem über die linke Seite agierte Eilbek nun sehr stark, Chulecks Hereingabe grätschte Henkel in höchster Not vor dem einschussbereiten Galliani zur Ecke und quasi mit dem Pausenpfiff scheiterte Gaetano Galliani nach Flanke von Henning aus fünf Metern an Henning.

 

Eilbek machte ein wirklich gutes Spiel, nur wollte das Leder nicht über die Linie. Und auch im zweiten Abschnitt war es ein ähnliches Spiel wie vor der Pause, Eilbek hatte die Großchancen, vergab diese aber schon fast im Minutentakt. Kassem Tohme hatte sich auf der rechten Seite einmal mehr durchgesetzt und steckte durch auf Gaetano Galliani, der mit seinem Linksschuss aus 15 Metern am glänzend parierenden Grawe scheiterte. Kurz darauf bediente Marc Henning aus halblinker Position Raphael Chuleck, der vor dem Strafraum die Kugel in den Lauf von Galliani leitete, doch dieser scheiterte freistehend an Grawe. Nur wenige Minuten später sezierte Feldmeier mit einem feinen Zuspiel die VfL-Viererkette, Henning lief in halblinker Position auf das Tor und schoss unbedrängt aus acht Metern rechts vorbei.

 

Die Gäste brachten in der zweiten Halbzeit lange Zeit keine einzige gefährliche Situation zustande, aber eine alte Fußballweisheit besagt, dass wer vorne seine Chancen nicht macht, hinten einen kassiert. Und so war es dann eine Minute vor dem Ende nach einem langen Einwurf der baumlange und stämmige David Fabritius, der sich im Kopfballduell gegen Sören Sager durchsetzen konnte und ins lange Eck einschädelte. In der Nachspielzeit warf Eilbek nochmal alles nach vorne, doch in dieser sprang nur noch ein Abseitstor der Gäste heraus.

 

Der SC Eilbek II muss sich einzig und allein den Vorwurf machen lassen, dass man gleich mehrere Großchancen liegen gelassen hat und ansonsten ein sehr, sehr gutes Spiel gezeigt hat. Mit diesem durchaus schmeichelhaften Sieg hat der VfL 93 II nun vier Punkte Vorpsrung (bei einem ausgetragenen Spiel mehr) auf den SCE.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sven Prigann, Genia Rubin, Sören Sager, Torben Zöller – Dennis Dahms, David Feldmeier – Kassem Tohme, Gaetano Galliani (78. Paul Großmann), Raphael Chuleck (86. Yassin Ahadi) – Marc Henning

 

Tor:

0:1 David Fabritius (89., Kopfball)

 

Gelbe Karten:

Feldmeier, Sager - Dethlefs

 

Schiedsrichter:

Benjamin Klein (Note 2) – In einer äußerst fairen Partie war Klein mit seinem Gespann stets auf der Höhe und hatte keine Probleme mit der Spielleitung.

Fußball 19.11.2018 von Klaus Torgau

LIGA2: Heimstärke bestätigt - Souveräner Sieg

17. Spieltag: SC Eilbek II – Croatia Hamburg 2:0 (1:0)

 

Nach zwei Auswärtsspielen in Serie konnte der SC Eilbek II seine Vormachtstellung an der Fichtestraße bestätigen und gewann gegen Croatia Hamburg auch das sechste von sieben Heimspielen. Im Vergleich zur Vorwoche kehrte Sechting zurück ins Tor, Gyasi stand ebenso neu in der Startelf wie die von einer Sperre zurückgekommenen Feldmeier und Henning. Schultz (krank), Gehrke (verletzt), Krause und Rubin (nicht im Kader) standen dafür nicht zur Verfügung. Erstmals im SCE-Kader fand sich Junioren-Keeper Fabian Engelke wieder. Zu einer ungewohnten Anstoßzeit am Freitagabend an der Fichtestraße musste kurzfristig noch ein zweiter Schiedsrichter-Assistent aufgetrieben werden, so dass der Anpfiff sich um fünf Minuten verzögerte.

 

Für die Kroaten lief der Saisonstart enttäuschend, in den letzten Wochen hatte sich die Elf von Pero Lukic mit einigen Erfolgen deutlich von den Abstiegsrängen entfernt, ist aber weit vom Wiederaufstieg entfernt. Trotz hoher individueller Klasse, u. a. mit Star-Spieler Robert Subasic (10 Tore in der Regionalliga, 38 Treffer in der Oberliga), enttäuschten die Kroaten an der Fichtestraße und brachte in 90 Minuten nicht einen einzigen Schuss auf das SCE-Tor zustande. In der Anfangsphase der Partie verteidigten beide Mannschaften sehr konsequent gegen den Ball, so dass viel Mittelfeldspiel entstand. Mit der ersten richtigen Torchance der Partie ging Eilbek in Führung: Nach schöner Spielverlagerung konnte Gyasi die Kugel in den Lauf von Marc Henning stecken, der in halblinker Position bis vor die Grundlinie ging und aus spitzem Winkel Keeper Matthias Spar überrumpelte, der auf eine Hereingabe auf den völlig blank stehenden Artur Lammert spekulierte. Für Henning war es schon Saisontor Nummer 20.

 

Quasi im Gegenzug wurde es bisschen knifflig im Strafraum, Rehmeyer umkurvte nach einem Steilpass Sechting und wurde von Eilbeks Schlussmann klar berührt, Rehmeyer wollte auf den Beinen bleiben und zum Abschluss kommen, kam aber ins Straucheln, fiel aber nicht zu Boden. Schiedsrichter Genterczewsky entschied auf weiterspielen, Glück für den SCE, der sich über einen Elfmeterpfiff nicht beschweren hätte können.

 

Ansonsten gab es wenig Highlights vor Pause, David Feldmeier zielte aus der Distanz über das Tor und auf der Gegenseite war Sutons Kopfball nach einem Eckstoß harmlos und ohne Dampf und ging weit neben das Tor. In der Viertelstunde vor der Pause agierte der SCE dann ein wenig fahrig, so kam Croatia zweimal bis zur Grundlinie, doch der Strafraum war völlig verwaist und fand nur SCE-Beine.

 

Zur zweiten Halbzeit wurde es für Croatia bei Temperaturen knapp oberhalb des Gefrierpunkts richtig ungemütlich. Nach einem Eilbeker Konter wurde Walter am Strafraumrand von Marko Suton gefoult und Suton trat anschließend gegen den am Boden liegenden Walter nach. Genterczewsky hatte diese Szene beobachtet und schickte Suton folgerichtig mit dem roten Karton vom Platz. In der anschließenden Rudelbildung beging Kapitän Ivan Klaric eine weitere Tätlichkeit an Artur Lammert, indem er ihm mit der ganzen Hand ins Gesicht fasste. Klaric durfte nach einer gelben Karte jedoch weiterspielen.

 

In Überzahl erspielte sich Eilbek dann mehrere Chancen, um das Spiel eindeutig zu stellen. Zunächst fischte Spar Christoglous Freistoß aus dem Eck, in Minute 65 war die Kugel dann aber im Netz. Linksverteidiger Gyasi löste eine Situation spielerisch auf und bediente Lammert, der im Strafraum ein Vier gegen Eins wiederfand und halbrechts Marius Bruchhäuser bediente, der aus 12 Metern nur noch einschieben musste. Für Bruchhäuser war kurz danach Feierabend, ihn ersetzte Galliani.

 

Eilbeks Torhunger war auch nach dem zweiten Treffer nicht gestillt, nach einem Freistoß von Christoglou nahm Sager die Kugel per Brust im Strafraum an und schoss volley aus sieben Metern auf das Tor, doch Spar reagierte sensationell und verhinderte den endgültigen K.O. seiner Mannschaft. Auch Gaetano Galliani schaffte es aus 15 Metern nicht vorbei an Spar, der Keeper holte den Linksschuss aus dem Giebel und parierte zur Ecke. In den Schlussminuten hatte der ebenfalls eingewechselte Marius Hensch noch zweimal die Chance zum 3:0. Zunächst spielte Eilbek bisschen Tiki-Taka über Galliani, Lammert und wieder Galliani bis Marius Hensch am Tor vorbeischoss, dann legte Sven Prigann die Kugel per Absatzkick in den Lauf von Hensch, der erneut das Tor nicht traf.

 

Am Ende fuhr der SCE einen ungefährdeten Sieg gegen offensiv völlig harmlose Kroaten ein und festigt damit Platz 3 in der Tabelle. Am kommenden Wochenende ist spielfrei, lediglich ein Testspiel beim B-Kreisklassisten SC Victoria V steht an. Nach der Partie feiert der SCE schon vorab Weihnachten und kann sich da für das gelungene Jahr 2018 auf die Schulter klopfen.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sven Prigann, Chrisovalandis Christoglou, Sören Sager, Marvin Gyasi – Dennis Dahms, David Feldmeier – Marius Bruchhäuser (69. Gaetano Galliani), Artur Lammert, Vittorio Walter  (90. Paul Großmann) – Marc Henning (84. Marius Hensch)

 

Tore:

1:0 Marc Henning (20., Rechtsschuss, Gyasi)

2:0 Marius Bruchhäuser (65., Rechtsschuss, Lammert)

 

Gelbe Karten:

Bruchhäuser – R. Subasic, Klaric, Lukic, D. Subasic

 

Rote Karte:

Marko Suton (53., Nachtreten)

 

Schiedsrichter:

Dustin Genterczewsky (Note 3,5) – Hatte in einer nicht einfach zu leitenden Partie alle Hände voll zu tun. Nach Foul von Sechting an Rehmeyer Strafstoß für Croatia geben müssen, zeigte richtigerweise Rot für Sutons Nachtreten gegen Walter und bewies viel Fingerspitzengefühl als er in der anschließenden Rudelbildung für Klaric‘ Hand in Lammerts Gesicht nur die gelbe Karte gab.

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