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Fußball 06.09.2021 von Klaus Torgau

LIGA2: Als Derbysieger und Spitzenreiter in die September-Pause

3. Spieltag: SC Eilbek II – TSV Wandsetal II 4:2 (2:1)

Derby-Tag in Eilbek, nach fast fünf Jahren kam der TSV Wandsetal II mal wieder zu Besuch an die Fichtestraße. In einer Partie zweier ambitionierter Mannschaften musste der SCE unter anderem auf seine beiden Spielführer verzichten, die enorme Kaderbreite kann im Laufe der Saison durchaus als Faustpfand verstanden werden, erneut war der 18er-Kader komplett gefüllt.

 

Die erste Viertelstunde des Spiels ist schnell erzählt, denn beide Parteien agierten zunächst vorsichtig, wollten keine Fehler machen und so entwickelte sich ein Spiel zwischen den Strafräumen, das eher trist daherkam. Mit der ersten nennenswerten Aktion des Spiels gingen die Gäste in Führung, der früh eingewechselte Abdoul Madjid Djibo brachte den Ball vom rechten Flügel in den Strafraum, wo am zweiten Pfosten Robin Janßen goldrichtig stand und die Führung für das Gäste erzielte. Dies war wie ein Weckruf für den bisherigen Spitzenreiter, denn nur 120 Sekunden später erzielte Klanke bereits den Ausgleich. Henning und Schmidtchen spielten am Strafraumrand einen Doppelpass, Hennings Hereingabe vorbei an Keeper Müller wollte ein Verteidiger klären, dabei schoss er den eingerückten Adrian Klanke an, so sprang das Leder vermeintlich von der Hüfte direkt ins Tor.

 

Die Hausherren hatten nun deutliches Oberwasser, der offensiv brilliante Fabian Mazohl war auf links einmal mehr davon geeilt, im Zentrum verpassten Köpke und Klanke dir Führung nur um Haaresbreite. Diese sollte es dann aber nach einer halben Stunde geben, Henning führte einen Freistoß schnell aus, Mazohl flankte abermals maßgenau vom linken Flügel und Adrian Klanke musste aus 5 Metern nur noch den Fuß hinhalten, um Eilbek in Führung zu bringen. Für den 19-jährigen Offensivspieler war es bereits das vierte Saisontor, Klanke bestätigt damit seine deutlich verbesserte Form und Fitness nach der langen Corona-Pause und rechtfertigte so seine Aufstellung und die Darstellung als „Spieler im Fokus“ in der aktuellen Stadionzeitung. Einen dritten Treffer von Klanke noch in der ersten Halbzeit verhinderte Keeper Müller nach einem Steilpass von Henning.

Ein wenig Derby-Atmosphäre kam in Minute 33 auf, als es die erste Rudelbildung geben sollte, aus der Walter und Adzovic mit dem gelben Karten heraus gingen. Wandsetals Mittelfeldspieler hatte später Glück und umging einen Feldverweis, nachdem er nach einem Einwurf den Ball ohne Grund und ohne Not einfach in die Hand nahm. Der gute und junge Schiedsrichter Juppe bewies hier Taktgefühl und ließ den Rotschopf mit einer letzten Ermahnung weiterspielen. Noch vor der Pause gab es eine weitere knifflige Situation, Marc Henning bekam im Strafraum einen deutlich hörbaren und sichtbaren Kontakt ab, ließ sich aber nicht fallen und verzichtete damit auf den Strafstoß. „Fair ist mehr“ betonte Eilbeks heutiger Spielführer in der Halbzeitpause, erst am Dienstag wurde er vom Hamburger Fußball-Verband für die Fair-Play-Geste des Monats August ausgezeichnet. Mit einer mittlerweile verdienten 2:1-Führung ging es in die Halbzeitpause, aus der Eilbek hellwach zurückkam.

Erst scheiterte Mazohl aus spitzem Winkel an Müller, den folgenden Eckball verlängerte Köpke am ersten Pfosten auf Vittorio Walter, der aus 14 Metern überlegt zum 3:1 einschob. Für die Vorentscheidung sorgte Henning nur 120 Sekunden später, Adzovic lenkte einen Pass seines Mitspielers in den Lauf von Henning ab, der vor dem Tor eiskalt blieb und ins kurze Eck versenkte. Henning, Walter und Klanke stehen damit bereits bei je 4 Saisontoren, zudem traf Eilbek auch im dritten Saisonspiel innerhalb von 3 Minuten doppelt.

 

Die Gier auf weitere Treffer war danach gestillt, zu ungefährlich präsentierte sich auch der Gegner, der seit dem 0:1 auf eine weitere klare Torchance wartete. Zu allem Überfluss dezimierten sich die Gäste selbst, Felix Müller trat gegen den bereits zwei Meter entfernten Kassem Tohme ohne Grund in die Beine und durfte nach der roten Karte bereits duschen gehen. Der SCE nutzte das scheinbar entschiedene Spiel zur Wechselarie und brachte Duah und Dreske positionsfremd ins Spiel. In Überzahl, wie schon häufig in der Vergangenheit erlebt, agierte Eilbek aber fahrig, trotz den Pfostentreffers von Mazohl.

So konterte sich Wandsetal in Unterzahl zum 4:2 durch Abdoul Madjid Djibo, der wenig später sogar noch die Chance auf den Anschlusstreffer hatte, nachdem Eilbek im Mittelfeld einen kapitalen Fehlpass spielte und die Rückwärtsbewegung auf ein notwendiges Minimum zurückfuhr. Offensiv dagegen gab es für den stürmischen SCE weiterhin Chancen, dem eingewechselten Benjamin Rüß war ein Treffer allerdings nicht vergönnt, zunächst parierte Keeper Müller stark, fünf Minuten vor dem Ende klärte ein Verteidiger per Flugkopfball auf der Linie und verhinderte Rüß ersten Treffer in der Liga.

Nach dem dritten Spieltag hat der SCE bereits ein Mini-Polster auf seine Verfolger aufgebaut, einzig TuS Hamburg kann mit ebenfalls 9 Punkten aktuell Schritt halten. Die Tabellenführung wird Eilbek am kommenden Spieltag wohl abgeben müssen, da ein spielfreies Wochenende ansteht. Im September vertreibt man sich die Zeit mit weiteren Testspielen gegen den SV Barmbek, Union 03 und Croatia, erst am ersten Oktober-Sonntag geht es in der Liga zuhause weiter gegen Hamm United II.

 

Aufstellung:

Martin Haag – Haakon Hansen (77. Imanol Dreske Monteiro), Genia Rubin, Marek von Bergen, Fabian Mazohl – Marc-Lennard Vanoucek, Ronny Schmidtchen (70. Robin Duah) – Adrian Klanke (70. Florian Dittrich), Vittorio Walter (77. Benjamin Rüß), Marc Henning – Jonas Köpke (61. Kassem Tohme)

 

Tore:

0:1 Robin Janßen (17., Rechtsschuss, Abdoul Madjid Djibo)

1:1 Adrian Klanke (19., rechte Hüfte, Henning)

2:1 Adrian Klanke (28., Rechtsschuss, Mazohl)

3:1 Vittorio Walter (51., Recthsschuss, Köpke)

4:1 Marc Henning (53., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

4:2 Macki Abdoul Madjid Djibo (85., Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Walter, Schmidtchen – Adzovic, Pfeil

 

Rote Karte:

Felix Müller (71., Nachtreten gegen Tohme)

 

Schiedsrichter:

Robin Juppe (Note 2,5) – Hatte die über weite Strecken faire Partie im Griff. Bewies Fingerspitzengefühl bei Adzovics Handspiel, ohne Ermessensspielraum beim Platzverweis gegen Müller.

 

Spielnote: 3

Zäher Beginn mit wenig Torchancen, dafür entschädigten später viele Treffer und packende Zweikämpfe.

Fußball 23.08.2021 von Klaus Torgau

LIGA2: Eilbek II grüßt von der Tabellenspitze

2. Spieltag: SC Eilbek II – Croatia Hamburg 6:1 (3:0)

 

Den gelungenen Start bestätigen, das war die Aufgabe des nahezu komplett veränderten SC Eilbek II im Heimspiel gegen Croatia. Mit Rubin, Vanoucek, Walter und Henning gab es nur vier Überlebende aus der Startelf des ersten Spiels, gleich sieben Neue brachte Klaus Pablo Torgau, darunter Pflichtspiel-Debütant Ronny Schmidtchen.

 

Die Zuschauer hatten noch nicht einmal ihren Platz eingenommen, da stand es schon 2:0 für Eilbek. Bereits nach wenigen Sekunden hatte der überraschend als Linksverteidiger aufgebotene Mazohl die erste Balleroberung und stürmte Richtung Strafraum, kurz vor der Linie wurde der Italiener von den Beinen geholt. Den Freistoß prügelte Adrian Klanke in die Mauer, der abgefälschte Nachschuss landete schon nach 67 Sekunden im Netz. Gerade einmal 100 Sekunden später gab es erneut einen Freistoß für Eilbek an der Strafraumgrenze, dieses Mal aus zentraler Position, Klankes Schuss ins Torwarteck konnte der ansonsten gut aufgelegte Zak bei Regen auf nassem Kunstrasen nicht festhalten, Walter drückte den Abpraller über die Linie. Nach 3:30 Minuten hatte der SCE alles im Griff, es war die schnellste Zwei-Tore-Führung aller Zeiten, im April 2017 benötigte man gegen Benfica noch 6 Minuten für zwei Treffer.

 

Eigentlich war mit der frühen Führung alles im Lot, doch Eilbek agierte etwas schludrig im Aufbau und brachte so den Gegner wieder zurück ins Spiel, Curak traf nach einer Umschaltsituation nur den Pfosten. Doch auch auf der Gegenseite klatschte der Ball ans Aluminium, Henning traf nach einem Eckstoß nur den rechten Pfosten. Das Spiel gestaltete sich nun etwas offener, Croatia zeigte sich im Vergleich zur Vorwoche um Lichtjahre verbessert, Sechting musste einmal in höchster Not zur Ecke abwehren. Offensiv hatte Eilbek genug Chancen, um frühzeitig den dritten Treffer zu erzielen, Hennings Solo von der Mittellinie wurde nicht mit einem Treffer gekrönt, ebenso ließ ihn Zak aus halblinker Position keine Möglichkeit die Kugel im kurzen Eck unterzubringen. Der offensivfreudige Mazohl konnte zunächst keinen Scorer sammeln, bei seiner scharfen Hereingabe fehlten Walter und Dittrich eine Schuhgröße zur Verwertung.

 

Kurz vor dem Seitenwechsel kam es dann aber zur Vorentscheidung, Vanoucek steckte das Leder durch die Kette in den Lauf von Vittorio Walter, Eilbeks Zehner blieb cool und schob zum 3:0-Pausenstand ein, der nur kurz Bestand haben sollte. Erneut konnte Eilbek einen Blitzstart vorweisen, Walter bediente im Strafraum Marc Henning, der wackelte seinen Gegenspieler kurz aus und schlenzte sich zum dritten Saisontreffer. Die Moral und Gegenwehr der Kroaten schien jedoch zu keinem Zeitpunkt gebrochen, Mate Curak konnte nach einem schönen Doppelpass das 4:1 erzielen, kurzzeitige Hoffnung flammte bei den Gästen aus.

 

Doch das Momentum kippte auch nicht, als Marc Henning den nach Foulspiel an Klanke verursachten Foulelfmeter nach rund einer Stunde verschoss, zu selten kam Croatia gefährlich vor das Eilbeker Tor. Zwar rannte Croatia unermüdlich an, wurde aber gnadenlos ausgekontert. Nach einem Ballgewinn an der Mittellinie wurde Mazohl abermals freigespielt, die Hereingabe drückte der eingewechselte Jonas Köpke ungehindert über die Linie, spätestens mit dem 5:1 war die Partie nun entschieden. Bereits mit dem Treffer hatte der SCE den Platz an der Sonne in der Kreisliga 7 erobert, gestillt war der Torhunger allerdings noch nicht. Zehn Minuten vor dem Ende fischte Zak zwar Hennings Schuss noch sehenswert aus dem Eck, den Nachschuss schweißte Adrian Klanke humorlos zum 6:1 ins lange Eck.

 

Am Ende war es erneut ein hochverdienter Sieg des SC Eilbek II, der eindrucksvoll nachgewiesen hat, aus allen Spielsituationen heraus treffen zu können und als Spitzenreiter ins pflichtspielfreie Wochenende geht.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Raphael Chuleck (76. Jakob Just), Genia Rubin, Sören Sager, Fabian Mazohl – Marc-Lennard Vanoucek (76. Dennis Dahms), Ronny Schmidtchen (58. David Feldmeier) – Florian Dittrich (65. Jonas Köpke), Vittorio Walter, Adrian Klanke - Marc Henning

 

Tore:

1:0 Adrian Klanke (2., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

2:0 Vittorio Walter (3., Rechtsschuss, Klanke)

3:0 Vittorio Walter (43., Linksschuss, Vanoucek)

4:0 Marc Henning (47., Rechtsschuss, Walter)

4:1 Mate Curak (53., Rechtsschuss)

5:1 Jonas Köpke (72., Linksschuss, Mazohl)

6:1 Adrian Klanke (81., Rechtsschuss, Henning)

 

Gelbe Karten:

Vanoucek, Rubin – Anusic, Klus, Dilber

 

Schiedsrichter:

Furkan Yavuz (Note 3) – Bei den wesentlichen Entscheidungen fehlerfrei, mit kleineren Problemen bei der Vorteilsauslegung. Könnte etwas schneller pfeifen.

 

Spielnote: 2,5

Torchancen am laufenden Band, sieben Tore, intensive Zweikämpfe, ein insgesamt sehenswerter Kick.

 

Bes. Vorkommnis:

Bartolomiej Zak hält einen Foulelfmeter von Marc Henning (57.).

Fußball 16.08.2021 von Klaus Torgau

LIGA2: Erfolgreicher Start nach Fairplay-Aktion

1. Spieltag: VfL 93 II – SC Eilbek II 0:4 (0:1)

 

Genug der Testspiele, endlich gab es wieder Liga-Fußball bestaunen, wenn auch nicht wie ursprünglich geplant im schönen Borgweg-Stadion, sondern am kleinen Kunstrasen an der Meerweinstraße. Der Platz ist Stadtpark ist aktuell nicht bespielbar und der Start zum Umbau zu einem Kunstrasen könnte noch in diesem Monat erfolgen. Eilbek musste ähnlich wie VfL 93 auf einige potentielle Leistungsträger aufgrund von Verletzungen, Impfungen und Urlauben verzichten, darunter unter anderem Keeper Sechting, Duah, Sager, Heinrich, Schmidtchen, Dahms und Lammert. Es spricht für die Eilbeker Kaderbreite, dass dennoch ein voller 18er-Kader aufgeboten wurde.

 

Die Spielausrichtung der Winterhuder war früh ersichtlich, lange Bälle von den Innenverteidigern über die Außenposition sollten es richten, Eilbeks Defensivreihe war dagegen jederzeit Herr der Lage. Nur offensiv hatte der SCE in der ersten halben Stunde Probleme und konnte den Ball zu selten über eine längere Zeit in den eigenen Reihen halten. Ekstase aufgrund von Torchancen kam daher nur wenig auf, ein erstes Kopfbällchen nach einer Ecke stellte Martin Haag im Eilbeker Tor vor keine Herausforderungen, nicht viel mehr Gefahr strahlte der erste SCE-Abschluss von Cordes-Gebken aus der Distanz aus.

 

Für den Weckruf des SCE sorgte Vittorio Walter nach knapp 30 Minuten, nach einem Fehlpass im Aufbau der 93er zielte Walter gedankenschnell aus der Distanz knapp über das Tor, fünf Minuten vor dem Seitenwechsel durfte die Bank der Gäste dann aber die Führung bestaunen. Henning beschleunigte Nahe der Mittellinie das Spielgeschehen mit einem Direktpass über die Kette, Keeper Hayek und ein Verteidiger räumten sich bei einem Klärungsversuch weit vor dem Strafraum gegenseitig ab und so konnte Jonas Köpke frei auf das leere Tor zudribbeln und ohne Mühe einschieben. Jubel brannte bereits auf, bevor der Ball im Tor, ein Moment für einen kleinen Flashback zu Lammerts Tor zum 0:1 beim VfL 93 II vor drei Jahren. 

 

Der SCE war nun deutlich besser im Spiel und hätte noch vor der Pause nachlegen können, Walters Fallrückzieher nach einem Einwurf strich knapp über die Latte, wenig später verhinderte Hayek eine Eilbeker Großchance, als er nach einem Rettungsversuch den Ball mitnahm, um Tohmes schnellen Einwurf in Richtung verwaistes Tor zu verhindern. Quasi mit dem Pausenpfiff hatte Tohme dann aber doch die Chance auf einen Treffer, sein Schuss von rechten Strafraumeck wurde von einem Abwehrbein gerade noch so um den Pfosten entschärft.

 

In der Halbzeitpause nahm Torgau einen Wechsel vor, Adrian Klanke ersetzte Malte Cordes-Gebken im Mittelfeldzentrum, war sofort gut in der Partie und trug seinen Teil dazu bei, dass die Partie sehr einseitig wurde. Vor allem über die linke Seite wurde Eilbek immer wieder gefährlich, nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel setzte Walter Henning in Szene, sein angechipter Abschluss aus Halbposition drehte sich an Hayek, aber auch am langen Pfosten vorbei. 120 Sekunden kam es wieder zum Duell Henning gegen Hayek, Eilbeks Torjäger wurde dieses Mal von Köpke bedient, Hayek rettete per Fußparade, im dritten Duell wieder nur 2 Minuten machte sich Henning selbst sein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk und erzielte das mittlerweile verdiente 0:2.

 

Kurios wurde es dann in der 58. Minute, denn nach einem völlig ungefährlichen Torschuss von Eilbek spielte ein Auswechselspieler den Ball zurück zum Torwart. Doch da der Ball noch im Spiel war und die Torauslinie noch nicht überquert hatte, gab der insgesamt hervorragende Schiedsrichter Krüger regelkonform einen Strafstoß. Großer Aufruhr auf der Bank vom VfL 93, doch die Entscheidung war eindeutig. Marc Henning wollte dieses Geschenk nach Rücksprache mit der Eilbeker Bank allerdings nicht annehmen und lupfte dem Keeper den Ball zurück in die Arme, VfL-Trainer Masurek bedankte sich umgehend beim SCE für diese Fairplay-Aktion.

 

Immer wieder kam Eilbek gefährlich zum Abschluss und war vor allem im Umschaltspiel hellwach, Hayek verhinderte gegen Henning den dritten Gegentreffer und nahm dem Angreifer den Ball vom Fuß. Ein wenig aus dem heiteren Himmel hatte Pascal Mondry die Chance zum Anschlusstreffer, nach einer Ecke kam der Innenverteidiger wuchtig per Kopf zum Abschluss, setzte aber einen Meter zu hoch an. Quasi im Gegenzug war das Spiel entschieden, einmal mehr spielte Eilbek über Walter und Henning schnell nach vorne, letzterer umdribbelte Hayek und schloss zum 0:3. Im ersten Startelfeinsatz nach Kreuzbandriss schraubte Henning seine Torquote weiter nach oben und steht nun bei 47 Toren in 38 Pflichtspielen für Eilbek. Für den Eilbeker Schlusspunkt sorgte kurz darauf Vittorio Walter per Strafstoß, Adrian Klanke wurde am Strafraumeck ungestüm zu Fall gebracht, Walter verlud den Keeper und sorgte für seinen dritten Scorerpunkt am Abend.

 

Mit Imanol Dreske Monteiro durfte in der Folge ein Neuzugang aus der U19 sein Liga-Debüt feiern und wäre beinahe Zeuge des 0:5 geworden, denn der ebenfalls eingewechselte Fabian Mazohl war außerhalb des Strafraums schon an Hayek vorbei, schaffte es dann aber nicht das Leder im Tor unterzubringen. Die letzte Aktion des Tages gehörte Tobias Witt, der Kapitän der Hausherren setzte einen Schlenzer aus 16 Metern minimal zu hoch an und verpasste das Kreuzeck.

 

Eilbek siegte auch in der Höhe verdient und war somit zumindest über Nacht der erste Tabellenführer der Kreisliga 7.

 

 

Aufstellung:

Martin Haag – Haakon Hansen, Genia Rubin (82. Imanol Dreske Monteiro), Marek von Bergen, David Feldmeier (82. Raphael Chuleck) – Marc-Lennard Vanoucek, Malte Cordes-Gebken (46. Adrian Klanke) – Kassem Tohme (72. Florian Dittrich), Vittorio Walter, Marc Henning (78. Fabian Mazohl) – Jonas Köpke

 

Tore:

0:1 Jonas Köpke (39., Rechtsschuss, Henning)

0:2 Marc Henning (55., Rechtsschuss, Walter)

0:3 Marc Henning (73., Rechtsschuss, Walter)

0:4 Vittorio Walter (76., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Klanke)

 

Gelbe Karten:

Hayek, Bruders, Witt, Salostowitz, Jetschowski – Hansen, Rubin, Chuleck

 

Schiedsrichter:

Marcel Iradj Krüger (Note 1) – Klare Linie und sehr aufmerksam im Verbund mit den Assistenten, beide Elfmeter für Eilbek waren zweifelsfrei korrekt.

 

Spielnote: 3

Zunächst agierten beide Teams sehr abwartend, spätestens nach dem 0:1 wurde die Partie einseitig.

 

Bes. Vorkommnis:

Marc Henning verschießt freiwillig einen Elfmeter (59.).

Fußball 28.07.2021 von Klaus Torgau

LIGA2: Ticket-Info Holsten-Pokal

Für das Erstrunden-Holsten-Pokal-Spiel zwischen dem SC Eilbek II und dem Landesligisten SC Victoria II am Sonntag um 12.45 Uhr stehen weiterhin 50 Zuschauerplätze an der Fichtestraße zur Verfügung. Es werden bis zu 30 Reservierungen angenommen, diese können über die Facebook- oder Instagram-Seite des SC Eilbek II oder per Telefon / WhatsApp an Trainer Klaus Pablo Torgau ab sofort vorgenommen werden. Reservierungen (max 1 pro Person) verfallen 5 Minuten vor Anpfiff der Partie, der Eintritt beträgt 2 Euro.

Fußball 18.01.2021 von Monika Bohlin

Wir trauern

um unseren ehemaligen Mädchentrainer Dincer Özseven. Am Dienstag, den 12. Januar 2021 hat er den Kampf im Alter von 47 Jahren gegen Corona verloren. Viel zu früh und nicht begreifbar!

Dincer hat 2 Jahre unsere damaligen F- und E-Mädchen trainiert. In diesem Team spielte auch seine Tochter Tamina. Er hat stets viel gefordert, war ehrgeizig, hatte aber auch sehr weiche und fürsorgliche Seiten. Auf alle Fälle hat er die Grundlagen des Fußballspielens in tollen Übungen unseren heutigen C-Mädchen vermittelt. Dincer war immer sehr hilfsbereit und bei fast allen Spielen seiner Töchter, denn auch seine Jüngste, Milada, hat gespielt, auf dem Platz oder in der Halle dabei. Er war immer kritisch, aber auch sehr stolz auf seine Töchter.

Wir verlieren mit ihm einen tollen Menschen, der stets ein verschmitzes Lächeln zeigte und auch sehr gerne scherzte.
Seiner Frau Sevil und seinen Töchtern Tamina und Milada wünschen wir ganz viel Kraft dieses Unbegreifliche irgendwie zu überstehen.

Wenn eine Familie auf einmal und so plötzlich ohne den Hauptverdiener da steht kann sich Jede/Jeder vorstellen, was das finanziell bedeutet.
Wir im SC Eilbek möchten Sevil und ihren Töchtern eine finanzielle Unterstützung zu kommen lassen und bitten herzlich um Spenden auf das Konto
Monika Bohlin
DE48200505503015210606
Stichwort Sevil

Fußball 26.10.2020 von Klaus Torgau

LIGA2: 9 Punkte aus 4 Spielen - Eilbek II siegt im Derby

4. Spieltag: SC Eilbek II – UH-Adler II 2:1 (0:0)

Im vorerst letzten Spiel, der Hamburger Fußball-Verband hat die Saison vorübergehend unterbrochen, empfing Eilbek den Nachbarn von Uhlenhorst-Adler II. Gleich sechs Neue brachte SCE-Coach Torgau in die erste Elf, Angreifer Klanke und Linksverteidiger Hagemann durften diese Saison zum ersten Mal von Beginn an ran. Im gewohnten 4231 sahen die 68 Zuschauer, darunter einige weit angereiste Eilbeker Alt-Stars, überraschenderweise die Haudegen Rubin, Heinrich und Kapitän Feldmeier zunächst nur auf der Bank sitzen.

 

Eilbek kam gut und druckvoll in die Partie rein und hatte nach fünf Minuten die erste Großchance, Dittrich wurde in halblinker Position im Strafraum freigespielt, Ketterer konnte den frühen Rückstand seiner Mannen mit einer guten Parade verhindern. Kurze Zeit später versuchte es Klanke mit einem listigen Heber aus 18 Metern, der technisch anspruchsvolle Abschluss strich knapp über die Latte. Die Uhlenhorster kamen nun mit einer härteren Gangart besser ins Spiel, drei Distanzschüsse konnten sie in der Folge abgeben, am gefährlichsten war dabei noch Goldbaeks Schlenzer aus 20 Metern, der einen Meter am Pfosten vorbeistrich.

Wie erwartet wurde es für Eilbek ein Geduldsspiel, einen Rempler an Klanke im Strafraum bewertete Haase als nicht elfmeterreif, dies war aufgrund seiner grundsätzlich langen Leine durchaus in Ordnung. Dem SCE gelang es immer mal wieder ins letzte Drittel zu kombinieren, daraus resultierte nach einem Foulspiel eine gute Freistoßgelegenheit aus 18 Metern, Tillacks Versuch auf einen Treffer gegen seinen Ex-Verein verfehlte den Knick aber um zwei Meter. Mit einem torlosen Remis ging es in die Pause, in der Eilbek einige Korrekturen am Offensivspiel vornahm.

Wie schon in der ersten Halbzeit legte Eilbek einen guten Start hin und ging schon drei Minuten nach Wiederanpfiff in Führung. Adrian Klanke behauptete sich an der rechten Außenlinie gegen seinen Gegenspieler, ging mit einer Körpertäuschung an diesem vorbei, seine Flanke versenkte der völlig freistehende Florian Dittrich per Flugkopfball zum 1:0 in die Maschen. Nach dem Führungstreffer war Eilbek nun die klar bessere Mannschaft, die Adler konnte in letzter Verteidigungsreihe die vor allem vom rechten Flügel immer wiederkehrenden Hereingaben von Tohme oder Hansen blocken oder störten zumindest energisch den Abschluss.

Mit einem aus der zweiten Halbzeit schon bekannten Angriffsmuster schaffte es Eilbek in der 67. Minute das 2:0 zu erzielen, Hansen passte ins Mittelfeld, wo der Ball maßgenau durch die Schnittstelle zu Tohme gebracht wurde, Eilbeks Rechtsaußen brachte eine scharfe Hereingabe in den Rückraum, wo der mitgelaufene Lukas Tillack wuchtig ins lange Eck einschießen konnte. Eilbek belohnte sich für den betriebenen Aufwand und wechselte in der Folge doppelt, unter anderem feierte A-Junior Benjamin Rüß sein Liga-Debüt. Der als Linksaußen aufgestellte Rüß legte kurz nach seiner Einwechslung den Ball mit einem feinen Zuspiel für Kassem Tohme auf, freistehend vor Ketterer schob Eilbeks bester Vorbereiter das Leder links am Kasten vorbei. Die Großchance zum 3:0 war vergeben, sämtliche Angriffsbemühungen von UH liefen ins Leere, erst 20 Sekunden vor Ende der angezeigten Nachspielzeit gelang Kopplow aus acht Metern der Anschlusstreffer, für eine Wende im Spiel war es da schon zu spät.

 

Der SCE fährt verdient den dritten Dreier der Saison ein und steht hinter den Top-Favoriten Hammonia und Condor II mit neun Punkten aus vier Spielen an Tabellenplatz 3 und hat die Meisterrunde fest im Visier.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Haakon Hansen, Robin Duah, Janis Grozinger, Frank Hagemann (70. Benjamin Rüß) – Marc-Lennard Vanoucek, Malte Cordes-Gebken (72. David Feldmeier) – Kassem Tohme, Lukas Tillack, Florian Dittrich (62. Steffen Heinrich) – Adrian Klanke

 

Tore:

1:0 Florian Dittrich (48., Kopfball, Klanke)

2:0 Lukas Tillack (67., Rechtsschuss, Tohme)

2:1 Davin Kopplow (90.+2, Rechtsschuss)

 

Gelbe Karte:

Hansen, Vanoucek, Tillack – Schultz, Tilgner, Hollstegge

 

Schiedsrichter:

Finn Hendrik Haase (Note 3,5) – Wartete lange mit der Vergabe des ersten Kartons, Tilgners Nachtreten gegen Hansen wurde nur mit einer gelben Karte geahndet.

 

Spielnote: 4

Starke Abwehrreihen dominierten in einer intensiv geführten Partie mit wenigen klaren Chancen.

Fußball 08.07.2020 von Monika Bohlin

PROBETRAINING mit Anmeldung JEDERZEIT MÖGLICH

Montags KREISLIGA-Team

Mittwochs OBERLIGA-Team

Freitags OBERLIGA- und KREISLIGA-Team

Anmeldung unter SCEinnen@sceilbek.de

 

Fußball 09.03.2020 von Klaus Torgau

LIGA2: Spiel gedreht - Vierter Sieg in Serie

22. Spieltag: SC Eilbek II – USC Paloma III 4:2 (1:1)

 

Ein besonderer Tag war es für Eilbeks Innenverteidiger Sören Sager, mit seinem 176. Pflichtspieleinsatz kletterte an die Spitze der Rekordspieler und zog gleich mit Trainer Klaus Pablo Torgau. Dieser sah nach dem Sieg bei Polonia keinen Grund für Änderungen und startete mit der gleichen Elf wie in der Vorwoche. Beim Gast durfte erstmals der Sensations-Wintertransfer der Kreisliga 5 mitspielen, Angreifer Lion Jodeit konnte 47 Tore in 74 Spielen in der Landesliga erzielen und ging in der Vorsaison noch für Oberligist Niendorf auf Torejagd.

 

Die akut abstiegsbedrohten Gäste von der Brucknerstraße waren in den ersten 20 Minuten die bessere Mannschaft, hatten viel Ballbesitz und agierten sehr druckvoll im Spiel nach vorne und so gehörte der Hekmat-Elf auch die erste Torchance nach acht Minuten, als Witt aus spitzem Winkel an Sechting scheiterte. Der erste Hochkaräter der Partie gehörte allerdings Eilbek, mit der ersten gelungen Angriffsaktion setzte Tohme Köpke in Szene, der überlupfte den Verteidiger und nach kurzem Dribbling allein aufs Tor schoss der Dreifach-Torschütze der Vorwoche denkbar knapp rechts vorbei.

 

Stattdessen gab es den ersten Treffer auf der Gegenseite, nach einem Allerweltszweikampf entschied Schiedsrichter Brandt auf Freistoß für Paloma an der Strafraumgrenze. Kapitän Watermann zog den Strafraum scharf über die Freistoßmauer ins kurze Eck, Keeper Sechting war noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte den Einschlag im Tor aber nicht verhindern. Der schlechten Nachrichten nicht genug musste der SCE nach 24 Minuten verletzungsbedingt wechseln, der erst nach sechsmonatiger Pause gerade ins Training eingestiegene Jonathan Appel musste Genia Rubin ersetzen.

 

Eilbek fing sich nun und war besser in der Partie und traf mit einem Freistoß von Tohme aus 18 Metern das erste Mal Aluminium. Dies wirkte wie ein Weckruf für den SCE und wenig später konnte der Ausgleich erzielt werden. Helm eroberte das Leder 22 Meter vor dem Tor und bediente Henning, der flach ins linke Eck einschieben konnte. Im Gegenzug hatten die Tauben nach einem Freistoß die Chance zur Führung, Krawieczek verpasste am zweiten Pfosten die erneute Führung nur um eine Fußspitze. Das Spiel ging nun munter hin und her, jetzt war der SCE wieder am Drücker und spielte einen Konter mustergültig aus, an dessen Ende Henning von der Grundlinie auf Feldmeier zurücklegte, der aus elf Metern nur den Pfosten traf. Mit einem leistungsgerechten 1:1 ging es nach flotten 45 Minuten in die Pause.

 

 

Nach dem Wiederanpfiff startete der SCE besser und traf nach Tohmes Ecke durch Sagers Kopfstoß nur die Querlatte, der dritte Aluminium-Treffer an diesem Tag für Eilbek. Viel diskutiert wurde bei der anschließenden Szene auf der Gegenseite, Appels Gegenspieler schaufelte die Kugel im Laufduell klar mit der Hand an Appel vorbei und legte quer auf Jodeit, der die erneute Führung für Paloma erzielen konnte. SCE-Coach Torgau reagierte prompt und brachte mit Tillack für Helm einen frischen Mittelfeldspieler. Nur fünf Minuten nach dem Wechsel nutzte Tohme ein schlampiges Abspiel im Aufbau der Gäste und zog per Dribbling am Gegenspieler vorbei, Jonas Köpke konnte aus 11 Metern zentraler Position ohne Mühen einnetzen.

 

Nur wenige Minuten nach dem Ausgleichstreffer hatte Eilbek die große Chance zur Führung, nach intelligenter Verlagerung brachte Köpke das Leder vom rechten Flügel ins Zentrum, wo Henning aus sechs Metern am leeren Tor vorbeischoss. Eilbeks Torjäger macht diese Chance eigentlich mit verbundenen Augen rein, so blieb es vorerst beim 2:2. Auch nach Zuspiel von Tillack war Henning wieder in Szene, seinen Abschluss aus linker Halbposition wehrte Diedrich per Fußparade zur Ecke, bei der er einen Kopfball von Sager aus der rechten unteren Ecke herausfischte. Zehn Minuten vor dem Ende belohnte sich Eilbek für den Sturmlauf und erzielte die Führung. Initial dafür war Hennings Doppelpass mit Köpke an der Strafraumgrenze, Henning bediente im Strafraum Kapitän Feldmeier, der oben links in den Giebel zum 3:2 traf.

 

Entschieden war die Partie damit aber noch nicht, denn Lion Jodeit war für Paloma weiterhin brandgefährlich und brachte zwei Schüsse ans Außennetz zustande, bei denen er von Verteidiger Appel hart bedrängt wurde. Zudem musste Raphael Chuleck eine Flanke vom rechten Flügel in höchster Not am zweiten Pfosten vor dem einschussbereiten Gegenspieler zur Ecke klären.

 

Die Entscheidung gab es in der Schlussminute als Henning nach einer kurz gespielten Ecke erst seinen Gegenspieler tunnelte und dann im Strafraum von Vital Santana gelegt wurde. David Feldmeier schritt zum Punkt und traf per Elfmeter zum 4:2 zu seinem vierten Saisontreffer.

 

Ein mühevoller Sieg für Eilbek gegen einen starken Gegner aus Uhlenhorst. Der SCE bleibt mit dem vierten Dreier in Serie auf Platz 6 der Tabelle stehen und hat aufgrund der Puntkverluste der Konkurrenz wieder die Plätze 4 und 5 in Sichtweite.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Raphael Chuleck, Genia Rubin (24. Jonathan Appel), Sören Sager, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier ©, Sebastian Helm (57. Lukas Tillack) – Kassem Tohme (75. Haakon Hansen), Jonas Köpke, Marc Henning

 

Tore:

0:1 Philipp Watermann (19., dir. Freistoß, Rechtsschuss)

1:1 Marc Henning (41. Rechtsschuss, Helm)

1:2 Lion Jodeit (52., Rechtsschuss)

2:2 Jonas Köpke (63., Rechtsschuss, Tohme)

3:2 David Feldmeier (79., Rechtsschuss, Henning)

4:2 David Feldmeier (90.+1, Foulelfmeter, Rechtsschuss, Henning)

 

Gelbe Karten:

Feldmeier, Tillack, Appel – von der Lahr, Condron

 

Schiedsrichter:

Patrick Brandt (Note 3,5) – Musste einige knifflige Situationen lösen und hatte dabei nicht immer eine klare Linie.

 

Spielnote: 2

Hohes Tempo, viele Chancen und ein über 90 Minuten kurzweiliger Kick.

Fußball 04.03.2020 von Thorsten Hirschberg

LIGA: Grandiose Aufholjagd nach schwachem Start

Am Sonntag kam es gegen den Farmsener TV zu einem sogenanntes 6-Punkte-Spiel und alle waren heiß darauf. Leider starteten wir viel zu nervös und machten gegen einen hochmotivierten Gegner anfangs zu viele Fehler, die dann auch prompt durch zweimal Danke sagen und einen Freistoßhammer bestraft wurden, so daß wir nach knapp 30 Minuten scheinbar uneinholbar 3 : 0 zurücklagen. Doch Kerem Yildirim, der "Alte Fuchs", kramte in seiner Überraschungskiste und wechselte nach 32 min bereits zweimal aus. Unser Team wachte endlich auf und begann, Fußball zu spielen. In den darauffolgenden 10 Minuten vergaben wir erst 3 Hochkaräter, bevor Jan-Phillip Meier dann zum 3 : 1 traf und damit den Startschuß für seine Galashow lieferte. In Halbzeit zwei war Jan nicht mehr zu halten und erzielte innerhalb von nur 9 Minuten einen lupenreinen Hattrick, jeweils grandios von einem seiner Mitspielern in Szene gesetzt. Anschließend hatten wir noch eine kurze Schwächephase, auch verursacht durch gute Freistoßgelegenheiten des Gegners, aber unser Keeper, Nico Pszolla, konnte die Chancen vereiteln. In der 79. Minute traf Jan dann noch einmal mit seinem 5. Tor in Folge und besiegelte hiermit endgültig unseren Sieg, der über die 90 Minuten gesehen auch hochverdient war.

Jetzt heißt es am Sonntag im Heimspiel durch gute Leistung nachlegen und möglichst 3 Punkte gegen Barsbüttel einfahren.

 

Fußball 02.03.2020 von Klaus Torgau

LIGA2: Köpkes erster Dreierpack

21. Spieltag: KS Polonia - SC Eilbek II 1:6 (1:2)

 

Lange stand der Start ins Pflichtspieljahr 2020 in den Sternen, denn dauerhafte Regenfälle in den letzten Wochen sollten dem kleinen Grandplatz an der Finkenau zu schaffen machen. Doch erstaunlicherweise präsentierte sich der Polonia-Platz in einem hervorragenden Zustand und ließ ein gepflegtes Spiel zu. Trotz der Tabellensituation der Hausherren (16. und Letzter) warnte Trainer Klaus Pablo Torgau beim Auftritt in seiner Geburtsstraße vor der physischen Gangart des Gegners und legte ein besonderes Augenmerk auf vermeintlich häufig aufkommende Standardsituationen. Im neu formierten 433 besetzte Liga-Rückkehrer Tohme die Position des Rechtsaußen, den linken Flügel besetzte der etatmäßige Mittelangreifer Henning. Eilbeks externe Winter-Neuzugänge Grozinger, Pinto de Almeida, Tillack und Kleckner waren allesamt aufgrund von Urlauben oder Verletzungen noch nicht im Kader.

 

Vom Anpfiff weg übernahmen die in weiß-grün-grün gekleideten Gäste das Kommando, die erste Torchance gehörte aber den Gastgebern. Ein Freistoß von der Mittellinie flog in den Eilbeker Strafraum, wo Kamil Krol nach einem Abpraller im Durcheinander am schnellsten reagierte und ins lange Eck zum 1:0 nach nicht einmal fünf Minuten traf. Doch schnell konnte Eilbek den Rückstand egalisieren, Chuleck machte nach einer Ecke den Ball wieder scharf und Jonas Köpke konnte das Leder per Kopf über den herausgeeilten Schlussmann Wriedt legen, keine zwei Minuten später stand es schon 1:1. Bereits zuvor scheiterte Helm per Kopfstoß nach einem Eckball an ansonsten hervorragend aufgelegten Piotr Wriedt, der im Winter vom VfL Hammonia zurück zu Polonia wechselte.

 

Der SCE blieb die feldüberlegene Mannschaft, nach einem Einwurf von Heinrich schloss Henning per Direktabnahme von der Strafraumgrenze ab, der stramme Abschluss ging knapp rechts vorbei. Nach 25 Minuten belohnte sich Eilbek für seine guten Offensivbemühungen, denn Heinrichs Freistoß aus 22 Metern zentraler Position wurde von einem Mauerspieler unhaltbar abgefälscht, für den Linksverteidiger war es bereits das vierte Saisontor. Polonia versuchte überwiegend mit langen Bällen den schnellen Uzdowski einzusetzen, bis auf einen Abschluss aus spitzem Winkel, den Sechting sicher parierte, kam der dribbelstarke Angreifer kaum zur Geltung. Die einzige echte Torchance aus dem Spiel heraus für das Schlusslicht hatte Suchodolski, bei dessen 18-Meter-Schlenzer sich Sechting lang machen musste und stark parieren konnte. Noch vor dem Seitenwechsel verpasste Tohme nach feinem Zuspiel von Köpke die Vorentscheidung, Wriedt parierte erneut stark.

 

Noch eindeutiger wurde das Spielgeschehen nach dem Seitenwechsel, Tohmes Freistoß scheiterte an der Mauer, Hennings wuchtigen Dropkick beim Abpraller aus 20 Metern fischte Wriedt sensationell aus dem Winkel. In der Folge war Polonias Schlussmann aber mehrfach chancenlos und musste binnen sieben Minuten drei Mal die Kugel aus dem Netz holen. Dahms‘ hoher Ballgewinn war Ausgangspunkt für das 1:3, Eilbeks Sechser setzte Henning ein, der mit Ball in den Strafraum eindrang und sein neuntes Saisontor markieren konnte. Auch als Vorbereiter konnte sich Henning in Szene setzen, Heinrich bediente Henning, der von der Grundlinie in den Rückraum legte, wo Sebastian Helm keine Mühen beim 1:4 hatte. Die endgültige Entscheidung gab es dann nach etwas mehr als einer Stunde, Helm fand mit seinem Zuspiel den startenden Henning, der gegen Wriedt noch zweiter Sieger war, doch Jonas Köpke drückte den Rebound über die Linie.

 

Dass Kassem Tohme kurz zuvor noch aus halbrechter Position noch ein weiteres Tor verpasste und Wriedt dessen Schuss erneut stark parierte, tat Eilbeks Siegeszug keinen Abbruch mehr. Auch der für Tohme eingewechselte Hensch konnte und wollte bei seinem ersten Saisoneinsatz noch Eigenwerbung betreiben. Nachdem Dahms nach Kombination über Henning und Feldmeier das Tor knapp verfehlte und Hensch auf Vorlage von Helm an Wriedt scheiterte, machte es Köpke besser und erzielte im Überzahl-Konter nach Pass von Hensch den 1:6-Endstand. Den Viererpack verpasste Köpke, erneut konnte sich Wriedt auszeichnen, Heinrichs Kopfball nach der Parade konnte noch auf der Linie geklärt werden.

 

Wie schon im Hinspiel setzt sich Eilbek auch in der Höhe verdient mit 6:1 durch und bestätigt den guten Eindruck aus der Vorbereitung. In der kommenden Woche wartet mit dem USC Paloma III das nächste Kellerkind auf den SCE.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Raphael Chuleck, Genia Rubin, Sören Sager, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier © (76. Malte Cordes-Gebken), Sebastian Helm – Kassem Tohme (66. Marius Hensch), Jonas Köpke (86. Adrian Klanke), Marc Henning

 

Tore:

1:0 Kamil Krol (5., Rechtsschuss)

1:1 Jonas Köpke (7., Kopfball, Chuleck)

1:2 Steffen Heinrich (25., dir. Freistoß, Linksschuss, Dahms)

1:3 Marc Henning (55., Rechtsschuss, Dahms)

1:4 Sebastian Helm (59., Rechtsschuss, Henning)

1:5 Jonas Köpke (62., Linksschuss, Henning)

1:6 Jonas Köpke (73., Rechtsschuss, Hensch)

 

Gelbe Karten:

Keine

 

Schiedsrichter:

Hasan Olgun (Note 1,5) – Kommunzierte die wenigen kniffligen Angelenheiten vorbildlich und kam so in einer fairen Partie ohne Karte aus.

 

Spielnote: 2

Viel Gebolze war auf dem kleinen Grandplatz erwartet worden, tatsächlich war es ein sehr ansehnliches und intensives Spiel.

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