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Fußball 29.07.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Eilbek II stürmt gleich die Spitze

1. Spieltag: SC Eilbek II – SC Osterbek 8:0 (4:0)

 

Saisonauftakt in der Kreisliga 5, fast schon traditionell startet Eilbek II mit einem Heimspiel gegen einen Aufsteiger. Gegen den SC Osterbek standen mit Frank Hagemann (FC Alsterbrüder II) und Max Liebau (TV Kalkum Wittlaer) zwei Neuzugänge in der ersten Elf, für All-Time-Topscorer Artur Lammert blieb zunächst nur ein Platz auf der Bank übrig. In seinem 160. Pflichtspiel für Eilbek II startete Sören Sager erstmals auf der Rechtsverteidigerposition, David Feldmeier führte die Elf erstmals als Kapitän auf den Platz.

 

Der Start in die neue Saison hätte für Eilbek nicht besser laufen können, denn schon nach 37 Sekunden bekamen die Hausherren einen Strafstoß zugesprochen, nach einem langen Schlag von Sechting wurde Liebau von Robert Schultz zu Fall gebracht, der insgesamt gute Schiedsrichter Dogan entschied sofort auf Penalty. Aus 11 Metern konnte Marc Henning Schlussmann Christian Weber verladen und so stand es nach handgestoppten 72 Sekunden schon 1:0. Auftakt nach Maß für den SCE, der sich in den Vorbereitungsspielen offensiv noch recht schwer tat und erst in den letzten 14 Tagen so richtig ins Rollen gekommen ist.

 

Osterbek war von Anfang an überfordert, satte 19 Torchancen notierte Tickerer Raphael Chuleck am Spielfeldrand für den SCE allein im ersten Abschnitt und kam damit trotz offenen Schuhwerks bei strahlendem Sonnenschein gehörig ins Schwitzen. Schon nach fünf Minuten hätte Dittrich per Kopf nach einer Flanke von Steffen Heinrich das 2:0 erzielen können, in Minute 7 schädelte Dennis Dahms eine Ecke von Hagemann nur gegen den Querbalken. Die Erlösung gelang erst vier Minuten später, Standard-Spezialist Hagemann brachte einen Freistoß von nahe der Eckfahne scharf ins Zentrum, wo Heinrich aus dem Gewühl ins Tor traf. In den nächsten fünf Zeigerumdrehungen hatte Eilbek gleich drei weitere Hochkaräter, Henning scheiterte nach Steilpass von Dittrich erst an Osterbeks Bestem, Keeper Weber, dann lupfte Heinrich aus 22 Metern über das leere Tor und wenig später klärte Sören Sager für die bereits geschlagenen Osterbeker nach einer Ecke auf der Torlinie.

 

Die Gäste bemühten sich im 442 immer wieder mindestens acht Spieler hinter den Ball zu bekommen, doch Eilbeks agiles Offensivspiel fand immer wieder Lücken in der gegnerischen Defensive und erspielte sich Chancen im Zwei-Minuten-Takt. Nur folgerichtig gelang Henning in der 22. Minute das 3:0, am Ende einer feinen Kombination über Liebau und Sager musste der Vorjahreszweite der Torjägerliste das Leder nur noch über die Linie drücken. Zwei Minuten später kam Henning nach einer der zahlreichen Ecken in aussichtsreicher Position zum Abschluss, das 4:0 lies aber dank einer handspielverdächtigen Situation noch auf sich warten. Der Einbahnstraßenfußball nahm auch nach einer halben Stunde weiter seinen Lauf, Hagemann scheiterte per Freistoß an Weber, kurz darauf war Rubins Hackenschuss nicht platziert genug.

 

Unfassbar war dann die Situation in der 31. Minute, Dahms setzte Henning mit einem feinen Zuspiel in Szene, von der Grundlinie brachte Henning die Kugel flach vor das Tor, wo der mitstürmende Sören Sager das Kunststück fertig brachte sich aus 1 Metern selbst anzuschießen und das sichere Tor zu verpassen. Der Ball kullerte Richtung Toraus, Henning drückte das Leder zwar noch über die Linie, doch hier lag richtigerweise eine Abseitsposition vor. Christian Weber im Tor des SCO durfte sich wegen mangelnder Beschäftigung nicht beklagen, sowohl gegen Liebau als auch gegen Dahms aus der Distanz parierte der Kapitän der Gäste stark. Machtlos war er dann kurz vor dem Seitenwechsel, denn Liebau setzte den durchstartenden Sager in Szene, der vor dem Tor eiskalt blieb und Weber das Leder durch die Hosenträger zum 4:0 schob.

 

Keine Änderungen waren im zweiten Abschnitt zu sehen, 84 Sekunden nach Wiederanpfiff zirkelte Max Liebau das Leder aus 18 Metern mit dem linken Fuß oben links in den Giebel, 5:0. Eilbeks Auswechselspieler machten sich derweil warm und bereit für einen Wechsel, während Dahms nach einer Ecke erneut nur zweiter Sieger gegen Weber war. Immer wieder brachte der SCE sehenswerte Kombinationen auf das Grün, der beschäftigungslose Innenverteidiger Jonathan Appel dribbelte an, bediente Steffen Heinrich, der perfekt in den Lauf von Marc Henning tropfen ließ, doch Eilbeks Mittelstürmer zielte etwas zu genau und schoss aus 13 Metern freistehend links vorbei. Wenig später machte Henning seinen Dreierpack dann doch perfekt und umkurvte Weber nach erneutem Zuspiel von Heinrich und belegt mit drei Treffern zusammen mit Oscar Walet von den Hurricanes Platz 1 in der Torjägerliste.

 

Nach 58 Minuten war für Dahms, Heinrich und Henning Feierabend, Helm, Mazohl und Schleeßelmann kamen neu in die Partie. Da der SCE binnen fünf Tagen drei Spiele (Dienstag Pokal, Freitag bei VfL 93) hat, kam der Spielstand nicht ungelegen. In der neuen Formation brauchte der SCE ein paar Minuten, um sich neu zu finden, Thielke hatte in der Zeit Osterbeks erste Halbchance, doch Sechting nahm dem Angreifer die Kugel vom Fuß. Auf der Gegenseite fiel stattdesssen das 7:0, der eingewechselte Helm passte durch die Schnittstelle, wo sich Florian Dittrich gegen Verteidiger und Torwart durchtankte und endlich sein erstes Tor für den SCE erzielte. Bezeichnend für die Partie war eine Aktion zwei Minuten später, als Appel den Ball am eigenen Strafraum erzielt, über das gesamte Feld in Lucio-Manier spazierte und erst im gegnerischen Sechzehner vom Ball getrennt werden konnte.

 

Dennis Schleeßelmann verpasste nach einer Ecke und Verlängerung von Rubin sein erstes Tor für Eilbek, im Gegenzug lenkte Sechting Thielkes Schuss um den Pfosten und sicherte so das erste Zu-Null-Spiel der Saison. Die folgende Ecke wurde für Osterbek zum Bumerang, denn Sechting konnte die Ecke abfangen, Eilbek spielte einen blitzsauberen Konter und nach Zuspiel von Liebau traf Fabian Mazohl nur das Außennetz. In der Schlussphase ergaben sich für Helm nach erneuter Ecke und zwei Mal Schleeßelmann noch drei gute Einschussmöglichkeiten für Eilbek, doch es sollte nur noch ein Tor fallen: Hagemann stürmte auf dem linken Flügel durch, im Zentrum verpasste Mazohl die scharfe Hereingabe, doch Florian Dittrich stand goldrichtig und traf zum 8:0-Endstand.

 

Ein auch in der Höhe völlig verdienter Sieg (37:4 Torschüsse) für den SC Eilbek II, der nach Spieltag 1 die Tabelle anführt, aber in der Liga vor zwei schweren Auswärtsspielen gegen den VfL 93 und die Hamburg Hurricanes steht. Doch zuvor wartet im Pokal in Runde 2 noch die Reserve der Hurricanes auf den SCE, Anstoß ist am Dienstag um 19.30 Uhr an der Fichtestraße.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Sören Sager, Genia Rubin, Jonathan Appel, Frank Hagemann – Dennis Dahms (58. Sebastian Helm), David Feldmeier – Florian Dittrich, Max Liebau, Steffen Heinrich (58. Fabian Mazohl) – Marc Henning (58. Dennis Schleeßelmann)

 

Tore:

1:0 Marc Henning (2., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Schultz an Liebau)

2:0 Steffen Heinrich (11., Linksschuss, Hagemann)

3:0 Marc Henning (22., Rechtsschuss, Sager)

4:0 Sören Sager (43., Rechtsschuss, Liebau)

5:0 Max Liebau (47., Linksschuss, Feldmeier)

6:0 Marc Henning (56., Rechtsschuss, Heinrich)

7:0 Florian Dittrich (74., Linksschuss, Helm)

8:0 Florian Dittrich (86., Rechtsschuss, Hagemann)

 

Gelbe Karten:

Helm – Schultz, de Cuveland

 

Schiedsrichter:

Furkan Dogan (Note 2) – Hatte in einer fairen Partie alles im Griff und gefiel mit einer sehr angenehmen und unaufgeregten Spielleitung.

 

Spielnote: 2

Ein chancenreiches und unterhaltsames, wenn auch komplett einseitiges Spiel.

Fußball 29.05.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Luft ist raus - Eilbek II wird Dritter

30. Spieltag: SC Eilbek II – USC Paloma III 2:4 (1:2)

 

Arg geschröpft war der Kader des SCE zum letzten Saisonspiel, vor allem in der Defensive drückte verletzungsbedingt der Schuh, gerade einmal 13 Spieler schafften es noch in den Kader. Beim letzten Eilbek II-Spiel von Stephan Horn feierte Dennis Schleeßelmann sein Startelf-Debüt, Mittelfeldspieler David Feldmeier musste in der Innenverteidigung aushelfen, in der mit Sager, Appel, Rubin, Helm, Marschler und Schürmann gleich sechs Ausfälle zu beklagen waren. Noch vor der Partie wurde Horn nach 112 Spielen gebührend verabschiedet und von der tosenden Menge gefeiert.

 

Theoretische Chancen auf Platz 2 hatte der SC Eilbek II noch, musste aber dafür auf einen Patzer aus Farmsen gegen Schlusslicht Sternschanze IV hoffen. Und nach acht Minuten Spielzeit wurde der letzte Hoffnungsschimmer noch ein klein wenig größer, denn Marc Henning brachte den SCE mit einem feinen Heber nach Zuspiel von Vittorio Walter in Führung und sorgte so für den 100. Liga-Treffer in der laufenden Spielzeit. Für sechs Minuten war Eilbek in der Blitztabelle vorbei, ehe Hamidi und Zimmermann die Vorentscheidung für Farmsen binnen drei Minuten herbrachten. Ernüchterung beim SCE und die letzte Entschlossenheit war damit raus. Die Gäste kamen bei ansehnlicher Kulisse in Minute 19 zum Ausgleich, Schütt zog aus dem Rückraum ab und sein platzierter Schuss landete im langen Eck.

 

Die Tauben hatten nun etwas mehr vom Spiel und gingen kurz vor dem Seitenwechsel nach einem kapitalen Fehler von Dennis Schleeßelmann in Führung. Nach dem Ballverlust von Eilbeks Sechser spielte Paloma die Überzahlsituation sauber aus und Max Marvin Müller drückte das Leder schlussendlich aus Nahdistanz über die Linie. Zur Pause wurde beim SCE auf die fahrige Vorstellung reagiert, der junge Ahadi ersetzte Dittrich.

 

Fußballerisch hochklassig wurde es auch in Abschnitt zwei nicht, die Gäste hatten einige Chancen, doch auch der SCE hätte vor allem nach Standards treffen können, doch in seinem letzten Auftritt wurde Stephan Horn zweimal ein Treffer verwehrt, einen Kopfball aus fünf Metern klärte ein Verteidiger auf der Torlinie, nur wenig später wurde sein Torschuss im Fünfmeterraum beblockt. Für den heute als Linksverteidiger auflaufenden Horn war nach 70 Minuten Spielzeit die Karriere beendet, Marius Hensch ersetzte ihn.

 

Paloma-Coach Hekmat brachte mit Dahlström, der sich prompt mit den Zuschauern anfreundete, und dem blutjungen Sulaiman zwei neue Offensivkräfte und bei seiner zweiten guten Torchance konnte Abdelaziz Mohammed Elsayed Sulaiman per Chip ins lange Eck für die Zwei-Tore-Führung sorgen. In der Schlussphase war auf beiden Seiten offenes Visier angesagt, Henning konnte per wuchtiger Direktabnahme nach Flanke von Tohme zwei Minuten vor dem Ende verkürzen, doch in der vierten Minute der Nachspielzeit sorgte Krawieczek für das in Summe verdiente 2:4-Endergebnis.

 

Am Saisonende ging Eilbek ein wenig die Puste aus, nur ein Punkt aus den letzten vier Spielen trübt den Eindruck der gesamten Saisonleistung. Mit neuer Frische und teils neuem Personal startet der SCE in drei Wochen bereits in die Sommer-Vorbereitung.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser, Philipp Latz, David Feldmeier, Stephan Horn (70. Marius Hensch) – Dennis Schleeßelmann, Florian Dittrich (46. Yassin Ahadi) – Kassem Tohme, Vittorio Walter, Artur Lammert – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Marc Henning (8., Rechtsschuss, Walter)

1:1 Benedikt Schütt (19., Linksschuss)

1:2 Max Marvin Müller (37., Rechtsschuss)

1:3 Abdelaziz Mohammed Elsayed Sulaiman (78., Rechtsschuss)

2:3 Marc Henning (88., Linksschuss, Tohme)

2:4 Martin Walter Krawieczek (90.+4, Rechtsschuss)

 

Gelbe Karten:

Feldmeier, Schleeßelmann, Walter – Große, Sulaiman

 

Schiedsrichter:

Hesam Mirzababaei (Note 6) – Katastrophaler Auftritt für beide Seiten, ließ ein komplett harmloses Spiel fast eskalieren.

 

Spielnote: 3,5

Viele technische Fehler, wenige Ballstafetten, mitunter aber auch abwechslungsreich.

Fußball 24.05.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Eilbek verspielt die Vize-Meisterschaft

27. Spieltag: Hamburg Hurricanes - SC Eilbek II 5:1 (3:1)

 

Das Nachholspiel bei den Hamburg Hurricanes war für den SC Eilbek II die Chance den zweiten Platz vom Farmsener TV zurück zu ergattern. Aufgrund der Verletzung von Sven Prigann wurde der erste Versuch der Partie nach rund einer Stunde Spielzeit abgebrochen, im zweiten Anlauf ging beim SCE nahezu alles schief. Mit einem 20-Mann-Kader reiste der SCE-Tross an den schönen Alsterlauf und versuchte in einer zentrumsorientierteren Grundordnung gegen das gegnerische 433 die Oberhand zu gewinnen.

 

Der Start auf Eilbeker Seite war recht vielversprechend, nach Walters Kopfballablage auf Marc Henning scheiterte dieser aus acht Metern an Conor Stewart. Doch der SCE war gut in der Partie und ging nach 13 Minuten auch völlig verdient in Führung. Vittorio Walter und Marc Henning spielten einen doppelten Doppelpass und so fand sich Henning nach einem Steilpass vor Stewart wieder, an dem er den Ball mit viel Gefühl im rechten Fuß vorbei ins Netz legte. Kollektiver Jubel auf der Bank und im ausgeprägten Gästeblock entbrannte.

 

Aus einem Ballverlust im Mittelfeld entwickelte sich nur fünf Minuten später der Ausgleich der Gastgeber. Auf der linken Seite spielten die Boys in Pink schnell in die Tiefe, die Hereingabe bugsierte Innenverteidiger Tobias Marschler vor dem einschussbereiten Lukas Henkel direkt ins eigene Netz. Mit dem 1:1 kamen die Hurricanes immer besser ins Spiel und verteidigten nunmehr sehr stark. Vor allem der überragende Manndecker Nicolas Guimont war in der Defensive ein Ballmagnet und war immer da, wo es hätte brenzlig werden können. Weitere Angriffsversuche vor allem über den starken und schnellen Juan Arteche brachten die Hurricanes zunächst nicht auf das Tor. Als ob die Personalsorgen im Defensivbereich nach Ausfällen von Prigann, Sager, Rubin, Appel und Heinrich in den letzten Wochen nicht schon groß genug gewesen wären, verletzte sich Stopper Nicklas Schürmann bei einer Abwehraktion und musste nach einer halben Stunde den Platz verlassen.

 

In der selben Minute ging Eilbek nach einem kapitalen Fehler in Rückstand, Gehrke verlor den Ball am eigenen Strafraum und Oscar Fernandez Pena konnte mit dem ersten Kontakt ins lange Eck schlenzen. Der SCE lag damit im Hintertreffen, einen Punkt musste man aber mindestens vom Struckholt entführen. Das dafür nötige Tor versuchte David Feldmeier per Direktabnahme zu erzielen, doch Keeper Conor Stewart bekam irgendwie noch die Fingerkuppen an den Ball und wehrte den strammen Schuss über die Latte. Quasi im direkten Gegenzug gingen Eilbeks Köpfe nach unten, den Hurricanes-Kapitän Oscar Walet hatte einen Freistoß aus 22 Metern hart und platziert oben links in den Giebel geschossen. Doch damit nicht genug: nur drei Minuten später war es wieder Walet, der aus nahezu identischer Position erneut hart und platziert oben links in den Winkel traf. Zur Überraschung aller Beteiligten gab Schiedsrichter Kunkel das Tor nicht, denn sein Assistent hatte ihn auf ein Foulspiel von Lukas Henkel in der Mauer aufmerksam gemacht.

 

Mit einem 3:1 ging es in die Kabinen und wieder hatte der SCE die erste Chance. Nach feinem Zuspiel in die Tiefe auf Walter scheiterte dieser von halblinks am überragenden Stewart. Mit Dittrich für Gehrke nahm Eilbek derweil den zweiten Wechsel nach 56 Minuten vor, ehe Henkel das Laufduell gegen Latz nach einer Kopfballablage gewann und unten links zum 4:1 einschob. Der direkt danach in die Partie gekommene Marius Hensch sollte auf der linken Seite nochmal für Dampf sorgen, doch nur vier Minuten später musste Eilbek zu zehnt weiterspielen, denn Dennis Dahms musste nach einer Fußverletzung den Platz verlassen. Aufgrund des bereits erschöpften Wechselkontingents spielte Eilbek fast zwanzig Minuten in Unterzahl.

 

Die Hamburg Hurricanes hatten auf ihrer Seite vor allem nach Kontern und Standardsituationen noch vier weitere Torchancen, die entweder knapp am Tor vorbeigingen oder bei denen Fabian Engelke, der bei allen Gegentoren machtlos war, zumindest mal parieren konnte. Wenn Eilbek mal kontrolliert aufbauen konnte, kam man auch noch zu Torchancen, zweimal Marc Henning und Florian Dittrich versuchten das Ergebnis noch in eine andere Bahn zu lenken, doch der Schlusspunkt gehörte den Hurricanes. Nach einem abgewehrten Eckstoß landete der Ball vor den Füßen von Brandon Tomasi, der aus knapp 20 Metern abzog, den Ball dabei nicht voll traf, doch an Freund und Feind durch das stark verdichtete Zentrum kullerte der Ball ins lange Eck. Ein symptomatisches Tor für diesen Tag, an dem am Ende in Eilbek nur noch Ernüchterung zu sehen war.

 

Verletzungen vor dem Spiel, Verletzungen im Spiel, ein überragender Hurricanes-Keeper, ein Eigentor, individuelle Fehler, ein überragender Freistoß als Gegentor, eine Verletzung nach bereits drei getätigten Wechsel. Für den SC Eilbek II kam es in dieser Partie knüppeldick, Platz 2 ist aus eigener Kraft nicht mehr erreichbar und so werden nur noch Stoßgebote von der Fichtestraße in die Sternschanze gesendet.

 

 

Aufstellung:

Fabian Engelke – Kassem Tohme, Tobias Marschler, Nicklas Schürmann (31. Philipp Latz), Marius Bruchhäuser (63. Marius Hensch) – Adrian Gehrke (56. Florian Dittrich), Dennis Dahms, David Feldmeier – Artur Lammert – Vittorio Walter, Marc Henning

 

Tore:

0:1 Marc Henning (13., Rechtsschuss, Walter)

1:1 Tobias Marschler (19., Eigentor, Rechtsschuss)

2:1 Oscar Antonio Fernandez Pena (31., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

3:1 Oscar Walet (38., dir. Freistoß, Rechtsschuss)

4:1 Lukas Henkel (61., Rechtsschuss)

5:1 Brandon Tomasi (88., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

 

Gelbe Karte:

Walter

 

Schiedsrichter:

Torsten Kunkel (Note 2) – Souveräner Auftritt des Gespanns in einer überaus fairen Partie.

 

Spielnote: 3

Technisch durchwachsen, Körperlichkeit, Wille und individuelle Klasse bildeten den Rahmen der abwechslungsreichen Partie.

Fußball 20.05.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Erste Niederlage in 2019: SCE II verpasst Vorentscheidung

29. Spieltag: 1. FC Hellbrook - SC Eilbek II 2:1 (0:0)

 

Vor Anpfiff stand der SC Eilbek II auf einmal nur noch auf Platz 3 der Tabelle, denn der Farmsener TV war durch einen Sieg bei den Uhlenhorster Tauben mit einem Punkt vorbeigegangen. Für den SCE bestand die Chance den alten Zwei-Punkte-Abstand mit einem Sieg in Steilshoop wiederherzustellen. Durch den kurzfristigen Ausfall von Jonathan Appel musste Trainer Torgau seine Elf nach der überzeugenden Leistung der Vorwoche umbauen, Marschler und Dittrich starteten am Edwin-Scharff-Ring.

 

Bei bulliger Hitze und prallem Sonnenschein begann die Partie auf beiden Seiten etwas zäh, Eilbek machte offensiv durch diverse Abseitsstellungen auf sich aufmerksam, viel mehr passierte in der ersten Viertelstunde nicht. Die erste Halbchance der Partie gehörte den Hausherren, eine Hereingabe von Denis Ismailovic konnte Tohme mit der Fußspitze vor dem einschussbereiten Marcel Kalman klären.

 

In der Folge erspielte sich Eilbek vor allem nach Passstaffeten durch das Zentrum gleich mehrere Großchancen. Zunächst war es eine Einzelkation von Marc Henning, der aus 15 Metern mit freier Schussbahn knapp über die Latte zielte, wenig später scheiterte Eilbeks Torjäger nach Steckpass von Lammert am glänzend reagierend Keeper Büyükkeskin im kurzen Eck. Auch die dritte große Gelegenheit gehörte Eilbek, Vittorio Walter setzte Artur Lammert in Szene, der aus 13 Metern per Linksschuss erneut an Büyükeskkin scheiterte. Und das alles sollte noch nicht genug sein, denn kurz vor der Pause wurde ein Kopfball von Dennis Dahms quasi auf der Torlinie abgewehrt. Es fehlte zu diesem Zeitpunkt einzig und allein der Treffer, Eilbek war mittlerweile feldüberlegen.

 

Auch nach dem Seitenwechsel gab es zunächst ein ähnliches Bild, Hellbrook versuchte über lange Bälle Sturmtank Eke Agu in Szene zu setzen, die Gäste standen nun defensiv etwas besser. Etwas überraschend zu diesem Zeitpunkt ging der Tabellenzwölfte in Führung. Einen völlig harmlosen Ball in Richtung Eckfahne wollte Keeper Marcel Sechting im Spiel halten, die Ballannahme misslang, aus dem daraus resultierenden Einwurf gab es eine Ecke, die Furkan Ötcelik ins Zentrum brachte, wo der Ball evtl. noch von einem Mit- oder Gegenspieler leicht touchiert wurde und am ersten Pfosten einschlug.

 

Der SCE reagierte und hatte seinerseits die Riesenchance zum Ausgleich, doch Florian Dittrich traf aus einem Meter das leere Tor nicht, sondern nur den linken Pfosten. Eilbek tat sich schwer gegen die robuste Spielweise von Hellbrook und nörgelte mehr und mehr mit dem Unparteiischen, der nach eigener Aussage bei Ellenbogen im Gesicht nur einen Freistoß gibt, wenn dies absichtlich geschieht. Unfassbar. Gegen immer weiter aufrückende Eilbeker gab es diverse Konterchancen für Hellbrook, zunächst lupfte Denis Ismailovic an das Außennetz, doch beim nächsten Konter nach einem schlimmen Ballverlust von Ahadi netzte der flinke Offensivspieler zum 2:0 ein.

 

Eilbek setzte nun alles auf eine Karte und geriet fast mit 3:0 in Rückstand, Rubin stellte den Gegner an der Mittellinie klar ins Abseits, denn Kalman stand drei Meter in der Eilbeker Hälfte, die Fahne blieb unverständlicherweise unten, in der darauf folgenden Zwei gegen Eins-Situation schoss Denis Ismailovic den Ball nach Querpass über das leere Tor. So blieb Eilbek, das am Ende nur noch mit zwei Leuten alles absicherte, noch einigermaßen im Spiel und traf in der Nachspielzeit zum 2:1. Feldmeiers Distanzschuss wehrte Büyükkeskin noch ab, den Abpraller schoss der eingewechselte Ahadi über die Linie.

 

In der dritten Minute der Nachspielzeit hatte Eilbek dann noch die dicke Chance zum Ausgleich. Rubins Freistoß von der Mittellinie wurde zwei Mal abgefälscht, Henning hatte Keeper Büyükkeskin am Fünfmetereck schon umspielt, doch dann spielte er eine hohe Hereingabe vor das Tor, wo drei Eilbeker zum Einschieben bereit standen. Walter und Co. konnten den Ball nicht erreichen, der SCE lässt damit Punkte liegen und muss im Nachholspiel gegen die Hamburg Hurricanes dringend punkten. Platz 2 in der Kreisliga 5 und Platz 6 im Koeffizientenranking liegt noch in der eigenen Hand.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Kassem Tohme, Tobias Marschler (75. Adrian Gehrke), Genia Rubin, Marius Bruchhäuser (70. Dennis Schleeßelmann) – Dennis Dahms, David Feldmeier – Vittorio Walter, Artur Lammert, Florian Dittrich (55. Yassin Ahadi) – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Furkan Ötcelik (54., Rechtsschuss, direkter Eckball, ohne Vorarbeit)

2:0 Denis Ismailovic (63., Rechtsschuss)

2:1 Yassin Ahadi (90.+1, Rechtsschuss, Feldmeier)

 

Gelbe Karten:

Güzel, Ismailovic, Dogan – Bruchhäuser, Rubin, Feldmeier

 

Schiedsrichter:

Bastian Zimmermann (Note 5) – Mit Problemen bei Zweikampfbewertungen, Abseitssituationen und Einwürfen. Ein schwacher Auftritt des Gespanns.

 

Spielnote: 4,5

Von vielen Zweikämpfen und langen Bällen geprägt, ein krasser Gegensatz zur Vorwoche.

Fußball 13.05.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Spektakel und Drama: Eilbek II nur 2:2 gegen Meister Duvenstedt

28. Spieltag: SC Eilbek II – Duvenstedter SV 2:2 (1:1)

 

Showdown in der Kreisliga 5, drei Spieltage vor Saisonende empfing der Tabellenzweite aus Eilbek den Spitzenreiter aus Duvenstedt, der einen Punkt zur vorzeitigen Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg benötigte. Bei herrlichem Frühlingswetter konnten beide Seiten nahezu alles an Top-Besetzung auf dem grünen Parkett aufbieten und das war auf dem Spielfeld in einem absolut hochklassigen Spiel auch zu sehen, die zahlreichen Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Der SCE begann ungewohnt in einer 5212-Grundordnung und wollte so besseren Zugriff auf Duvenstedts übliche 343-Formation bekommen. Zur Vorwoche gab es bei Eilbek aber nur eine personelle Änderung, Rubin startete erstmals in 2019 und ersetzte Marius Bruchhäuser.

 

Eilbek begann furios und hätte in der ersten Viertelstunde nach fünf Großchancen schon die Partie für sich entscheiden können. Den ersten Hochkaräter hatte David Feldmeier nach gerade einmal 70 Sekunden, eine Hereingabe von Tohme vom rechten Flügel schoss der Mittelfeldspieler vom Elfmeterpunkt knapp über das Tor. Der SCE drückte und präsentierte sich vor allem auf der rechten Seite bärenstark, nach einer Kombination über Feldmeier und Walter schoss Lammert aus 10 Metern halbrechter Position rechts am Tor vorbei.

 

Torchancen gab es weiter nur auf einer Seite, nach einem kapitalen Ballverlust von Breese wählte Vittorio Walter die technisch anspruchsvolle Art des Hebers von der Strafraumgrenze, doch Keeper Julian Sprengel war auf dem Posten. Walter hätte in dieser Szene durchaus noch ein paar Meter Richtung Tor gehen können, denn der nächste Gegenspieler war weit entfernt. Die wohl größte Gelegenheit hatte Marc Henning in der 12. Minute, wieder einmal setzte sich Tohme auf dem rechten Flügel durch und seine Flanke schoss Henning aus sieben Metern zentraler Position unbedrängt rechts vorbei. Eilbeks Chancenwucher nahm groteske Züge an, denn auch Tohmes Freistoß traf das Tor nicht, sondern lediglich das Außennetz.

 

Kurioserweise erzielte der SCE in Minute 19 dann doch die Führung und das aus einer Nicht-Chance. Appel schlug einen Freistoß von der Mittellinie in den Strafraum, dort kam Keeper Sprengel aus seinem Tor, der Ball flutschte ihm aber aus den Fingern, Dennis Dahms reagierte gedankenschnell und köpfte das Leder zum 1:0 über die Linie. Doch die hart erspielte Führung hielt nur eine Minute, denn Anton Kleins Hereingabe von der linken Seite verwertete Torjäger Niklas Joshua Rochow trocken per Direktabnahme zum 1:1. Mit dem Ausgleichstreffer kippte die Partie, auf einmal war der Tabellenführer präsent und hatte seinerseits die Chancen zur Führung. Nach einem Ballverlust von Sager scheiterte Fabian Rochow am herausgeeilten Sechting, kurze Zeit später konnte Sechting einen Strich von Niklas Rochow über die Latte lenken und war auch bei einem Distanzschuss von Booker auf dem Posten.

 

In einer rassigen Partie ging es so mit 1:1 in die Kabine, Eilbek hatte die ersten 20 Minuten dominiert, Duvenstedt die darauf folgenden 20, ehe man sich kurz vor der Pause auf Augenhöhe wiederfand. Mit dem Seitenwechsel ersetzte auf Seiten der Gäste Jansen den Verteidiger Kutschke, der SCE kam unverändert wieder auf den Platz.

 

Nach dem Seitenwechsel war die Partie weiterhin temporeich und beide Mannschaften suchten ihr Heil weiterhin in der Offensive, doch die Defensivreihen waren sehr gut geordnet, so dass Szenen in beiden Strafräumen rar gesät waren. Mit Holtz für den angeschlagenen Hemesath nahm Duvenstedt zwischenzeitlich den zweiten Wechsel vor, viel mehr passierte bis 20 Minuten vor dem Ende aber nicht.

 

Erst in Minute 72 gab es wieder ein Highlight und was für eins! Nach einer kniffligen Entscheidung an der Strafraumgrenze gab es Freistoß für die Gäste, Mittelfeldspieler Patrick Booker schoss das Leder aus 18 Metern Vollspann über die Mauer an die Unterkante der Latte, von dort passierte der Ball die Torlinie. Riesenjubel entbrannte auf der DSV-Bank, der Aufstieg war für die in rot gekleideten Gäste auf einmal zum Greifen nah. Der an der Seitenlinie auf seine Einwechslung wartende Andreas Jerchel kam direkt nach dem Treffer für Rubin ins Spiel, Eilbek ging nun voll ins Risiko und brachte mit Dittrich und Ahadi für Feldmeier und Heinrich in der Folge zwei weitere Offensivkräfte und spielte nunmehr in einer 316-Grundordnung.

 

Eine Minute nach Einwechslung von Ahadi wurde Eilbek für seinen Mut belohnt und erzielte den Ausgleich. Walter überspielte mit einem schönen Diagonalball die Abwehrkette, Lammert legte quer und der eingewechselte Jerchel grätschte das Leder aus vier Metern ins Tor.

 

Für den SCE war der Punkt noch immer zu wenig, der dritte Treffer gegen nunmehr nur noch verteidigende Gäste lag in der Luft. Nach einer Flanke von Ahadi scheiterte Jerchel an Keeper Sprengel (87.), der seinem Team damit einen Punkt rettete und damit für den Aufstieg sorgen sollte. In den letzten fünf Minuten inklusive der Nachspielzeit kam es bei drei Eilbeker Ecken zu einem Kuriosum. Beim Stand von 2:2 zog Trainer Torgau seinen Torwart Sechting mit in den Strafraum, Eilbek war mit 10 Mann in der Box vertreten, einzig Kassem Tohme brachte die Eckstöße in die gefährliche Zone und befand sich außerhalb. An der Mittellinie stand der eingewechselte Hendrik Holtz mutterseelenallein und wartete auf einen Konter, den in einer Situation Ahadi noch in der gegnerischen Hälfte abwehren konnte. Für den Koeffizienten der Tabellenzweiten spielten Remis und Niederlage die gleiche Rolle für den SCE, daher durfte Sechting Strafraumluft in der anderen Spielhälfte schnuppern.

 

Nach 92 Minuten pfiff das hervorragende Gespann um Schiedsrichter Zibull (Heidgrabener SV) ab, die Gäste bejubelten ihren Aufstieg mit Musik und diversen Bierduschen, auf Eilbeker Seite herrschte Ernüchterung, da ein Dreier durchaus im Bereich des Möglichen lag.

 

Glückwunsch an den Duvenstedter SV zur verdienten Meisterschaft, auch wenn eine Meisterschaft einen Spieltag später auf dem heimischen Platz natürlich viel schöner gewesen wäre. Für den SC Eilbek II geht es in den verbleibenden Partien darum die Vize-Meisterschaft zu sichern und einen guten Rang im Koeffizientenvergleich zu ergattern.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Kassem Tohme, Sören Sager, Jonathan Appel, Genia Rubin (72. Andreas Jerchel), Steffen Heinrich (82. Yassin Ahadi) – Dennis Dahms, David Feldmeier (77. Florian Dittrich) – Artur Lammert – Vittorio Walter, Marc Henning

 

Tore:

1:0 Dennis Dahms (19., Kopfball, Appel)

1:1 Niklas Joshua Rochow (20., Linksschuss, A. Klein)

1:2 Patrick Booker (72., direkter Freistoß, Rechtsschuss)

2:2 Andreas Jerchel (83., Rechtsschuss, Lammert)

 

Gelbe Karten:

Dahms, Walter, Sager – C. Klein

 

Schiedsrichter:

Michael Zibull (Note 1) – Exzellente Spielleitung, mit angenehm langer Leine. Klar bei persönlichen Strafen.

 

Spielnote: 1

Ein Fußball-Spektakel, rasant von Minute 1 bis tief in die Nachspielzeit.

Fußball 29.04.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Siebter Sieg in Serie

26. Spieltag: SC Eilbek II – Walddörfer SV 4:1 (1:0)

 

Fünf Spieltage vor dem Saisonende wollte der SC Eilbek II seinen Lauf von sechs Siegen in Folge bestätigen und Platz 2 manifestieren. Eilbeks Verantwortliche stellten auf drei Positionen um, Bruchhäuser, Gehrke und Ahadi kamen für Tohme (Urlaub), Appel (Krank) und Dittrich (Bank) in die erste Elf, neben Tobias Marschler nahm Kapitän David Feldmeier den zweiten Platz in der Innenverteidigung an.

 

Die Gäste aus Volksdorf präsentierten sich in der Anfangsphase ganz und gar nicht wie ein in diesem Jahr noch punktloses Team, welches um den Klassenerhalt spielt. Der WSV legte ein sauberes Passspiel an den Tag und hatte bis 25 Meter vor dem Tor einen guten Spielaufbau, fand letztlich aber keine Lösung, um in den Strafraum zu kommen. So hatte der SCE bei insgesamt ausgeglichenen Spielanteilen vor dem Seitenwechsel zwei Großchancen, während Walddörfer bis auf Distanzschüsse und einen Schuss ans Außennetz aus sehr spitzem Winkel nicht gefährlich wurde.

 

Eilbek brauchte ein paar Minuten um in die Partie zu kommen, ging mit dem ersten eigenen Torschuss aber in Führung. Nach einem Pass von der rechten Seite kam Lammert in zentraler Position an der Strafraumgrenze zum Abschluss, sein Mäusehammer geriet zur perfekten Vorlage für Marc Henning, der am langen Pfosten durchgelaufen war und seinen Torriecher einmal mehr unter Beweis stelle und aus sieben Metern zum 1:0 traf. Wenig später hatte Henning den zweiten Treffer des Tages auf dem Fuß, am Elfmeterpunkt wurde er mustergültig von Adrian Gehrke bedient, doch Henning traf nur den linken Pfosten. Es sollte der erste von vier Eilbeker Alu-Treffern werden.

 

Die restliche Spielzeit im ersten Abschnitt fand das Geschehen zwischen den Strafräumen statt, nur selten konnte sich eines der beiden Teams in gefährliche Abschlusspositionen bringen, dementsprechend ging es mit der Eilbeker 1:0-Führung in die Katakomben, aus denen Eilbek mit Dittrich für Ahadi zurückkehrte.

 

Nach knapp 50 Minuten hatte der SCE seinen zweiten Alu-Treffer zu notieren, Heinrich legte von links zurück auf die Strafraumgrenze, wo Gehrke per Direktabnahme nur den rechten Pfosten traf. Fünf Minuten später konnte an der Fichtestraße dann aber doch ein zweites Mal gejubelt werden, Schlussmann Marcel Sechting klärte 25 Metern vor dem eigenen Tor einen Steilpass und drosch das Leder nach vorne, ein Verteidiger fälschte das Leder noch leicht in den Lauf von Marc Henning ab, der mit dem ersten Kontakt den Ball am Strafraumrand per Außenrist gefühlvoll an Keeper Hausenfelder vorbei zum 2:0 ins Netz schob.

 

Etwas Glück hatte der SCE als WSV-Mittelstürmer Coburger den Ball nach einem Steilpass nicht traf, quasi im direkten Gegenzug hatten Henning, Lammert und Walter im drei gegen eins eine Dreifachchance, zögerten an der Fünfmeterlinie aber zu lange und so wurde Walters Abschluss final auf der Torlinie geklärt. Eilbek machte den Sack nicht zu und hatte Pech als Walters Schuss aus zwölf Metern nur die Unterkante der Latte traf. Stattdessen erzielten die Gäste sieben Minuten vor Ende auf einmal den Anschlusstreffer, Sechting konnte den wuchtigen Freistoß von Knaus aus 18 Metern nicht festhalten, der eingewechselte Borkers drückte den Abpraller zum 2:1 über die Linie.

 

Eine spannende Schlussphase sollte es dann aber nicht mehr geben, denn Henning legte nur zwei Minuten später in den Lauf von Walter vor, der vor dem Tor den Kopf oben behielt und ins lange Eck zu seinem neunten Saisontor einschob. Die Wille der Volksdorfer war jetzt gebrochen, Bruchhäuser traf aus halbrechter Position nur die Latte, in der Schlussminute legte Florian Dittrich mit seinem vierten Assist der Saison zu Hennings 29. Saisontor auf, der Mittelstürmer schob die Kugel routiniert neben den rechten Pfosten ein. Der insgesamt gute und junge Schiedsrichter Jonas pfiff die Partie danach gar nicht wieder an, der SCE verteidigt Platz 2 und hat vier Spieltage vor Schluss vier Punkte Vorsprung auf den Verfolger Farmsen und damit gute Chancen auf die Vize-Meisterschaft in der Kreisliga 5.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser, Tobias Marschler, David Feldmeier, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, Adrian Gehrke – Vittorio Walter (88. Philipp Latz), Artur Lammert (77. Marius Hensch), Yassin Ahadi (46. Florian Dittrich) – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Marc Henning (11., Rechtsschuss, Lammert)

2:0 Marc Henning (57., Rechtsschuss, Sechting)

2:1 Philipp Borkers (83., Rechtsschuss, Knaus)

3:1 Vittorio Walter (86., Rechtsschuss, Henning)

4:1 Marc Henning (90., Rechtsschuss, Dittrich)

 

Gelbe Karte:

Bergmann

 

Schiedsrichter:

Paul Jonas (Note 2) – Mit sehr guter Ausstrahlung und guten Entscheidungen in einer fairen Partie. Einzig SRA2 schien bei einigen Situationen etwas überfordert.

 

Spielnote: 3

Ein fußballerisch ansehnliches Spiel mit wenigen Torraumszenen. Richtig spannend und interessant wurde es erst in der Schlussphase.

Fußball 15.04.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Wieder ohne Gegentor - Eilbek festigt Platz 2

25. Spieltag: UH-Adler II - SC Eilbek II 0:4 (0:1)

 

An der Beethovenstraße trafen die beiden besten Teams der Rückrunde aufeinander, sowohl UH als auch Eilbek gewannen sieben der acht Spiele und holten 21 Punkte. UH-Trainer Barz änderte seine Erfolgself der Vorwoche nur auf zwei Positionen, Wanka ersetzte im Tor Reinsch, zudem startete Ludwig Sandig für den auf der Bank sitzenden Bastian Lorenz. Auch beim SCE war fast alles wie in der Vorwoche, Florian Dittrich ersetzte Marius Bruchhäuser, fünffach-Vorlagengeber Kassem Tohme rückte dafür auf die Rechtsverteidigerposition.

 

Eilbek begann in der Anfangsphase sehr druckvoll, UH verschanzte sich in der eigenen Hälfte und wollte über Konter zum Ziel kommen. Gegen das Abwehrdickicht versuchte es der SCE mit vielen Kombinationen durch das Zentrum, doch immer wieder kam ein Abwehrbein in den Weg, so dass gefährliche Situationen zunächst Mangelware waren. Gefährlich machte es sich UH im eigenen Strafraum dann selbst, in Minute 13 verlor Innenverteidiger Gerdom das Leder an Marc Henning, der legte quer zu Artur Lammert und der murmelte den Ball gegen die Laufrichtung von Wanka zum 0:1 über die Linie.

 

Nach etwas mehr als 20 Minuten nahm Eilbek das Tempo aus der Partie, spielte zu viele Steilpässe und verwaltete nunmehr die Führung. Trotz nun gleichmäßiger Spielanteile wurde es vor dem Eilbeker Tor nie wirklich gefährlich, auf beiden Reihen dominierten die starken Abwehrreihen und so gab es bis zum Seitenwechsel tatsächlich nur noch einen Distanzschuss von Walter, der das Wort Torchance ansatzweise verdient hätte.

 

Nach der Pause wurde es dann knifflig für Schiedsrichter Kutlu, Marschler verursachte zunächst einen Ballverlust an der Seitenauslinie, dann lief er Kleckner im Strafraum in die Hacken, Kutlu verlegte den Tatort außerhalb des Strafraums. In dieser Situation hatte der SCE Glück, denn es war ein glasklarer Penalty für die Barz-Equipe. Das Spielglück hatte Eilbek also aufgebraucht, nun war es an der Zeit selbst wieder offensive Akzente zu machen und das gelang dem Tabellenzweiten. Dittrich führte einen Freistoß an der Mittellinie durch die Beine seines Gegners schnell aus, Marc Henning versetzte seinen Gegenspieler an der Torauslinie und schoss aus spitzem Winkel zum 0:2 ein, Torhüter Wanka sah bei diesem Treffer ins kurze Eck nicht gut aus.

 

Nur zwei Minuten später machte Eilbek mit seiner dritten Großchance den Sack zu, Vittorio Walter fing einen Pass in der eigenen Hälfte ab und setzte zum Konter an, im Strafraum legte er Artur Lammert die Kugel maßgenau auf, der seinen zweiten Treffer des Tages erzielen konnte. Eine halbe Stunde vor Abpfiff war das Spiel damit entschieden, die Angriffsbemühungen der Uhlenhorster waren zu dünn, um Eilbek ernsthaft zu gefährden. Schlussmann Marcel Sechting musste innerhalb der 90 Minuten nicht einen einzigen Ball abwehren. Stattdessen setzte Eilbek noch einen drauf, eine zu lang getretene Ecke von Tohme machte Appel nochmal scharf, den folgenden Querpass von Marc Henning drückte Vittorio Walter mit Hilfe des Innenpfostens über die Linie zum 0:4.

 

Nun war Wechselzeit beim SCE angesagt, Gehrke, Quaidoo und Hensch kamen noch in die Partie und der eingewechselte Wesley Quaidoo hatte nach einem Steilpass von Tohme noch die Chance auf einen fünften SCE-Treffer, zog aber knapp am langen Pfosten vorbei.

 

Eilbek kassierte nunmehr im zweiten Spiel in Folge kein Gegentor und somit reicht eine insgesamt ordentliche Leistung zu einem verdienten Sieg gegen das in der Rückrunde bisher so starke UH-Adler II. Am Osterwochenende bleibt der SCE spielfrei und empfängt in zwei Wochen den Walddörfer SV.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Kassem Tohme, Tobias Marschler, Jonathan Appel, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier – Vittorio Walter (81. Marius Hensch), Artur Lammert, Florian Dittrich (67. Adrian Gehrke) – Marc Henning (72. Wesley Quaidoo)

 

Tore:

0:1 Artur Lammert (13., Rechtsschuss, Henning)

0:2 Marc Henning (55., Rechtsschuss, Dittrich)

0:3 Artur Lammert (57., Rechtsschuss, Walter)

0:4 Vittorio Walter (70., Rechtsschuss, Henning)

 

Gelbe Karten:

Schultz, Sandig - Heinrich

 

Schiedsrichter:

Cengiz Kutlu (Note 5) – Viele kleine Fehlentscheidungen und verweigerte UH nach Foul von Marschler an Kleckner einen klaren Strafstoß.

 

Spielnote: 3

Eine taktisch geprägte Partie mit wenigen Torszenen und einer am Ende einseitigen Partie.

Fußball 08.04.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Eilbek springt auf Platz 2

24. Spieltag: SC Eilbek II – Niendorfer TSV V 8:0 (4:0)

 

Die Verantwortlichen aus Eilbek warnten vor der Partie ausdrücklich vor dem Gegner aus Niendorf, den man bei der knappen 1:2-Niederlage gegen den Farmsener TV noch gescoutet hatte. Mit nur einer Änderung zum Urania-Spiel startete der SCE, Vittorio Walter ersetzte Florian Dittrich. Noch vor dem Anpfiff erreichte die Info von Farmsens Niederlage gegen UH-Adler II die Fichtestraße, ein Eilbeker Dreier würde also den Sprung auf Platz 2 bedeuten.

 

Die Gäste aus Niendorf begannen forsch und mutig, dem pfeilschnellen Piet Loppow gehörte die erste Großchance der Partie, doch Marcel Sechting im Eilbeker Tor konnte Loppow im Eins gegen Eins nicht überwinden. Eilbek begann ungewohnt fahrig und schläfrig, Heinrich pennte nach einem Einwurf, Marschler schoss einen Kometen im eigenen Strafraum und so richtigen Zugriff bekam man auch nicht. Nach zehn Minute wurde das Eilbeker Spiel etwas besser und sofort hatte man die erste Großchance. Tohmes scharfe Hereingabe vom rechten Flügel brachte Marc Henning aus zehn Metern nicht an Torwart Seme vorbei, der seine linke Pranke ausfuhr und so seine Farben vor dem Rückstand bewahrte.

 

Die abstiegsbedrohten Niendorfer hatten nach rund einer Viertelstunde die nächste Gelegenheit, Loppow zündete auf der linken Seite seinen Turbo und zog nach innen, seinen Abschluss von der Strafraumgrenze konnte Marcel Sechting sicher parieren. Fast im direkten Gegenangriff gelang Eilbek die Führung, wieder war Tohme auf der rechten Seite auf und davon, seine präzise Hereingabe fand Artur Lammert, der am Elfmeterpunkt alle Zeit der Welt hatte und überlegt zum 1:0 einschob. Von den Gästen war von da an nichts mehr zu sehen, Eilbek erspielte sich Chance um Chance und vergab diese fahrlässig. Wieder war Tohme auf der rechten Seite der Initiator der Aktion, per Flanke bediente er Marc Henning, der das Leder aus fünf Metern nicht an Seme vorbei ins Tor bekam. Auch in Minute 29 gelang Marc Henning noch nicht sein erster Treffer des Tages, im Pressing eroberte er zusammen mit Lammert die Kugel in der gegnerischen Hälfte, sein technisch anspruchsvoller Heber mit links strich knapp über die Querstange.

 

Eine Minute später stellte Eilbek dann mittlerweile auch verdienterweise auf 2:0, Feldmeier spielte den Ball aus dem Mittelfeldzentrum auf die rechte Seite, wo Tohmes Flanke zum Torschuss mutierte und zum 2:0 im Netz einschlug. Im Interview nach dem Spiel wird Tohme behaupten, dass er das Tor genau so wollte. Der SCE war aber nicht nur aus dem Spiel gefährlich, sondern auch bei Standards. Appels Kopfball nach einer Tohme-Ecke wurde auf der Linie geklärt, dann scheiterte Henning an Seme nach einem listigen Chip-Freistoß von Steffen Heinrich.

 

Eilbek legte nach und profitierte dabei auch von Fehlern des Gegners. Sechting Abschlag verlängerte Niendorfs Linksverteidiger in den Lauf den Tohme, dessen Flanke Marc Henning diesmal im Tor unterbrachte, 3:0 für Eilbek nach 39 Minuten. Der SCE war gierig und wollte mehr, wieder legte Tohme für den einschussbereiten Henning auf, wieder scheiterte er an Seme. Allein in der ersten Halbzeit hätte Henning Duvenstedts Niklas Rochow in der Torjägerliste weit enteilen können. Dass es mit einem 4:0 in die Kabinen ging lag dann an Niendorf Torwart Seme und Dennis Dahms, denn Seme haute über einen harmlosen Ball von Tohme drüber und so stand Dahms im Strafraum goldrichtig und ließ das runde Leder zum 4:0 über die Linie kullern.

 

Nach dem Seitenwechsel wurde es noch einseitiger, Eilbeks Chancenverwertung blieb zunächst mangelhaft. Tohmes Schuss aus 16 Metern parierte Seme in der 47. Minute stark, zehn Minuten später wäre er chancenlos gewesen. Über den linken Flügel spielte Eilbek schnell in den Strafraum, wo Feldmeier aus schon einschussbereiter Position noch quer auf Vittorio Walter legte, der das Kunststück fertig brachte und aus sieben Metern zentraler Position über das Tor schoss. Doch nach etwas mehr als einer Stunde eröffnete Eilbek endlich den Torreigen im zweiten Abschnitt, Niendorf wurde nach einem Ballverlust tief in der Eilbeker Hälfte gnadenlos ausgekontert, Tohme schickte Henning auf die Reise, der vor dem Tor eiskalt blieb und ins kurze Eck zum 5:0 einschob. Torgau schonte nun seine Stammkräfte Lammert und Feldmeier, um diese vor weiteren Verwarnungen zu schützen und brachte mit Schleeßelmann und Gehrke zwei frische Kräfte.

 

Adrian Gehrke war keine 30 Sekunden auf dem Platz, da durfte er auch schon ein Tor bejubeln, Tohmes Flanke drückte Gehrke aus sieben Metern mit seinem ersten Ballkontakt über die Linie. Nun wollte jeder mal ein Tor erzielen, Steffen Heinrich streichelte mit einem Freistoß über die Mauer aus 20 Metern aber nur den Außenpfosten. Das mittlerweile hochverdiente 7:0 erzielte Marc Henning nach 70 Minuten per Kopf, nach einem Standard blieb der aufgerückte Innenverteidiger Jonathan Appel vorne und brachte eine Maßflanke von der Grundlinie auf den zweiten Pfosten, wo Henning ungehindert einköpfen konnte.

 

Eilbek kombinierte nun traumhaft durch die gegnerische Hälfte, der mittlerweile auf der Zehn spielende Walter bediente Henning, der legte von der Grundlinie zurück auf Adrian Gehrke, doch der traf nur den Pfosten. Auch der eingewechselte Dennis Schleeßelmann machte offensiv auf sich aufmerksam, seine Flanke fand Gehrke, der mit einem Kopfball am glänzend reagierenden Seme scheiterte. Eine Minute später gab es quasi eine Wiederholung dieser Szene, Schleeßelmann chippte auf den zweiten Pfosten, Dahms legte quer und Walter setzte sich gegen Mitspieler Bruchhäuser durch und erzielte das 8:0. Der mittlerweile für den überragenden Tohme eingewechselte Sebastian Stenzel hatte das neunte Eilbeker Tor auf dem Fuß und lief allein auf Seme zu, scheiterte aber im Eins gegen Eins an diesem, es wäre das erste Tor im Herrenbereich für den Ur-Eilbeker, der seit 16 Jahren im Verein ist, gewesen.

 

In der Schlussphase sah Niendorfs Malik wegen Meckern noch die gelb-rote Karte, für den NTSV war es bereits der 15. Platzverweis der Saison. Eilbek siegt am Ende hochverdient mit 8:0, hatte Chancen für zwei Dutzend Tore und hat durch den Dreier bereits sechs Spieltage vor Schluss die beste Saison der Vereinsgeschichte gespielt.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser, Jonathan Appel, Tobias Marschler, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier (65. Dennis Schleeßelmann) – Kassem Tohme (81. Sebastian Stenzel), Artur Lammert (65. Adrian Gehrke), Vittorio Walter – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Artur Lammert (17., Rechtsschuss, Tohme)

2:0 Kassem Tohme (30., Rechtsschuss, Feldmeier)

3:0 Marc Henning (39., Rechtsschuss, Tohme)

4:0 Dennis Dahms (45., Rechtsschuss, Tohme)

5:0 Marc Henning (62., Rechtsschuss, Tohme)

6:0 Adrian Gehrke (66., Rechtsschuss, Tohme)

7:0 Marc Henning (70., Kopfball, Appel)

8:0 Vittorio Walter (81., Rechtsschuss, Dahms)

 

Gelbe Karten:

Keine

 

Gelb-Rote Karte:

Waleed Malik (85., Meckern)

 

 

Schiedsrichter:

Jan Gottemeier (Note 4,5) – Mal kleinlich, dann sehr großzügig in der Linie und mit Problemen bei der Vorteilsauslegung.

Fußball 25.03.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Eilbek bleibt beste Rückrundenmannschaft

23. Spieltag: SC Urania – SC Eilbek II 3:4 (2:2)

 

Ein Spektakel erlebten die Zuschauer im Hinspiel, ganze elf Tore fielen beim 6:5-Sieg des SC Eilbek II an der Fichtestraße. Für die Gäste war es erst das zweite Saisonspiel auf einem Hartplatz nach dem 5:1-Sieg am ersten Spieltag gegen den SC Sternschanze IV auf dem Ausweichplatz an der Stephanstraße. Wie am Schützenhof üblich knatterten die Lautsprecher in osteuropäischer Stadionqualität mit ein bisschen Musik und der Aufstellung bis kurz vor Anpfiff. Eilbek begann im 4231, Bruchhäuser, Heinrich und Henning ersetzten Chuleck, Schürmann und Gehrke.

 

Die erste Torgelegenheit der Partie gehörte nach vier Minuten dem SC Eilbek II, Torjäger Marc Henning traf aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz. Auch die zweite Schusschance konnten die Gäste verzeichnen, Dahms‘ Distanzschuss konnte Patrick Kamke aber ohne Mühe entschärfen. Doch auch die Hausherren zeigten sich vor dem Eilbeker Tor präsent, nach einer Eckenserie kam Torben Malmgren aus sechs Metern zum Abschluss, doch Tobias Marschler konnte entscheidend abblocken. Nach der anfänglichen guten Viertelstunde neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld und ließen wenig zu.

 

Wenig verwunderlich war es deshalb, dass eine Standardsituation für den ersten Treffer der Partie sorgen sollte. Eine Ecke von Kassem Tohme schädelte der eingelaufene Marc Henning am ersten Pfosten per Aufsetzer ins lange Eck, Keeper Kamke im SCU-Tor war machtlos. Nur sechs Minuten später brachte erneut ein ruhender Ball einen Eilbeker Treffer. Rychlowski hatte 17 Meter vor dem Tor gegen Lammert die Sohle draufgehalten, Kassem Tohme schob den folgenden Freistoß an der Mauer vorbei ins Torwarteck, Kamke hatte zunächst auf einen Ball über die Mauer spekuliert und konnte so nicht mehr eingreifen.

 

Eilbek hatte die Partie zu diesem Zeitpunkt unter Kontrolle und hatte die Chance zum 0:3. Steffen Heinrich eroberte das Leder an der Mittellinie und setzte zum Sprint an, im Strafraum bediente er Marc Henning, dessen Schlenzer am langen Eck vorbeiflog. Noch vor der Pause konnte der DFB-Pokal-Teilnehmer von 1981 ausgleichen. Einen Distanzschuss konnte Schlussmann Marcel Sechting nicht festhalten, Mittelstürmer Daniel Lingner stand goldrichtig und staubte zum 1:2 ab. Anschließend war Adebayo Tchalla am richtigen Ort, der auffällige Mittelfeldspieler profitierte nach einer Kombination durch das Zentrum vom wegrutschenden Marschler und konnte so aus acht Metern das 2:2 erzielen.

 

Nach der Pause konnte der SC Urania das Spiel sogar komplett drehen, nach einer aus einem Einwurf resultierenden Flanke verlor Dittrich seinen Gegenspieler komplett aus den Augen, eine Kopfballablage köpfte Marcel Happich aus abseitsverdächtiger Position zum 3:2 in die Maschen. Eilbek reagierte mit zwei Wechseln auf den Rückstand, brachte Ahadi und Gehrke und löste die Viererkette auf. Eine Niederlage hätte einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um Platz 2 bedeutet, Eilbeks Bank wollte unbedingt den Dreier. Die Chancen dazu hatte der SCE, nach einer Flanke von Tohme verpassten Henning und Lammert den Ausgleich um eine Fußspitze, wenig später ging Lammert nach einem klaren Foulspiel zu Boden, doch der Strafstoß blieb unverständlicherweise aus.

 

Urania wollte den Vorsprung nun nur noch über die Zeit bringen und lief zehn Minuten vor Abpfiff bei einem der wenigen Vorstöße in einen Konter. Dahms eroberte die Kugel tief in der eigenen Hälfte und schickte mit einem Traumpass Joker Yassin Ahadi auf die Reise, der den Laufweg des Verteidigers geschickt kreuzte und aus elf Metern Kamke die Kugel durch die Hosenträger zum 3:3 schob. Eilbek gab sich mit dem Punkt nicht zufrieden und drängte weiter auf das Urania-Tor. Heinrich, der immer wieder nach vorne stürmte und aus der Dreier- nur noch eine Zweierkette machte, flankte aus dem Halbfeld in den Strafraum, die Hereingabe wurde vor die Füße von Dennis Dahms geköpft, der aus 15 Metern halblinker Position per Volley ins lange Eck traf. Kollektiver Jubel auf der SCE-Bank entbrannte, eine große Jubeltraube über Dahms bildete sich, Eilbek war dem Dreier ganz nah.

 

Nach dem Führungstreffer stellte Eilbek wieder auf ein 433 um, der für Kapitän Feldmeier eingewechselte Schleeßelmann konnte noch mehrere Balleroberungen verzeichnen und dann pfiff Schiedsrichter Friedrichs ab. Der SCE bleibt damit die beste Rückrundenmannschaft und gewinnt auch das vierte Spiel des Jahres.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser (58. Yassin Ahadi), Jonathan Appel, Tobias Marschler, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier (86. Dennis Schleeßelmann) – Kassem Tohme, Artur Lammert, Florian Dittrich (65. Adrian Gehrke) – Marc Henning

 

Tore:

0:1 Marc Henning (29., Kopfball, Tohme)

0:2 Kassem Tohme (36., dir. Freistoß, Rechtsschuss, Lammert)

1:2 Daniel Lingner (39., Rechtsschuss)

2:2 Adebayo Tchalla (43., Rechtsschuss)

3:2 Marcel Happich (49., Kopfball)

3:3 Yassin Ahadi (81., Rechtsschuss, D. Dahms)

3:4 Dennis Dahms (85., Linksschuss, Heinrich)

 

Gelbe Karten:

Keine

 

 

Schiedsrichter:

Tobias Friedrichs (Note 4) – Verlor im zweiten Abschnitt seinen roten Faden aus der ersten Halbzeit und änderte seine Linie ohne Grund. Verweigerte Eilbek nach Foul an Lammert zudem einen Elfmeter.

Fußball 18.03.2019 von Klaus Torgau

LIGA2: Ungefährdet - Eilbek klettert auf Platz 3

22. Spieltag: SC Eilbek II – HSV Barmbek-Uhlenhorst III 4:1 (2:1)

 

Für den SC Eilbek II bestand vor der Partie gegen Angstgegner Barmbek-Uhlenhorst III die Gewissheit, dass man mit einem Sieg einen Rang in der Tabelle gutmachen kann, denn schon am Freitag unterlag der VfL 93 II vor heimischer Kulisse. Im Defensivbereich musste der SCE einige Ausfälle beklagen, mit Prigann, Sager, Rubin, Helm und Heinrich stand mehr als eine potenzielle Startelf-Viererkette nicht zur Verfügung. So kam es zum Debütanten-Ball in der Verteidigung, der kürzlich von Germania Singen losgeeiste Jonathan Appel startete auf der rechten Abwehrseite, Winter-Neuzugang Nicklas Schürmann vom VfB Kiel verteidigte im Zentrum. Erstmals seit dem April 2018 startete Eilbek nicht im 4231, sondern im 433, welches zuletzt beim 0:2 gegen Sternschanze IV im Dezember 2017 Anwendung fand.

 

Schon früh in der Partie übernahm Eilbek die Spielkontrolle, BU versuchte bei gegnerischem Ballbesitz die eigene Hälfte zu verriegeln. In den ersten zehn Minuten gehörten die ersten Abschlüsse dem SCE, Feldmeier zog von der Strafraumgrenze ab, doch das stellte BU II-Leihgabe Vincent Driessen im Tor vor keine Probleme. Wesentlich mehr musste er sich nach acht Minuten strecken, Gehrke legte im letzten Drittel die Kugel raus zu Tohme, dessen scharfe Hereingabe landete beim in die Box gelaufenen Adrian Gehrke, Driessen bekam so eben noch die Finger an die Kugel und lenkte den Ball über die Latte. Der anfänglich hohe Druck der Eilbeker machte sich in Minute 14 dann auch endlich auf der Anzeigetafel bemerkbar. Einen Stockfehler in der Abwehrzentrale der Barmbeker nutzte Dittrich, auf dem Weg zum Tor wurde er kurz vor dem Strafraum von Innenverteidiger Philipp Pielke zu Fall gebracht, der Glück hatte, dass Schiedsrichter Knaack ihn nur mit einer gelben Karte verwarnte. Den fälligen Freistoß aus 17 Metern zentraler Position knallte Artur Lammert im Torwarteck unter die Latte zum verdienten 1:0.

 

Auch nach dem Führungstreffer verzeichneten die Hausherren mehr Ballbesitz und bauten den Vorsprung nach 23 Minuten aus. Linksverteidiger Chuleck wagte einen Vorstoß, seine Hereingabe klatschte an die Latte, doch Artur Lammert war fünf Meter vor dem Tor zur Stelle und drückte das Leder über die Linie, Keeper Driessen konnte erst hinter der Torlinie parieren. Für Lammert war es bereits der sechste Doppelpack der Saison und der elfte im Eilbeker Trikot, mit 22 Saisontreffern hat er den SCE-Rekord von Adem Dogan aus der Saison 2010-2011 (21 Tore) übertroffen.

 

Eilbek hatte das Spiel weiterhin unter Kontrolle, musste aber nicht mehr als nötig tun und spielte im Aufbau sehr geduldig. Eine der wenigen Offensivbemühungen der Gäste führte nach etwas mehr als einer halben Stunde zum Strafstoß für die Gäste. Nach einer Flanke von der rechten Seite lief Debütant Appel Angreifer Sven Berndt von hinten in die Hacken, ein überflüssiges Foulspiel im Zentrum. BU-Kapitän Jan Ruhnke nahm sich der Sache vom Strafstoßpunkt an und entschied sich für die linke, untere Ecke, Marcel Sechting war noch dran an der Kugel, konnte den fälligen Strafstoß aber nicht parieren. Durch den Gegentreffer ließ sich Eilbek ein bisschen aus der Bahn bringen, bis zum Pausenpfiff war es nun ein ausgeglichenes Spiel ohne größere Torszenen auf beiden Seiten.

 

Nach dem Seitenwechsel hatte BU die erste Großchance, doch Karakaya traf per Heber nur die Latte. Der Aluminiumtreffer wirkte wie ein Wachrüttler für Eilbek, die nun wieder klarer und präziser nach vorne spielten. Henning wollte im Strafraum quer auf den einschussbereiten Lammert legen, doch Frank bekam noch den großen Zeh an den Ball und fälschte entscheidend ab. Erst nach etwas mehr als einer Stunde konnte der SCE den dritten Treffer erzielen, Lammert sezierte mit einem sehenswerten Druckpass die komplette BU-Defensive, Florian Dittrich behielt vor dem Tor die Nerven und bediente den besser postierten Marc Henning, Eilbeks Joker hatte keine Mühen das 3:1 aus sieben Metern zu erzielen.

 

Die Messe war damit gelesen, zehn Minuten vor dem Ende gelang Yassin Ahadi noch der neunte Treffer durch einen Einwechselspieler in dieser Saison. Pielke verlor im Pressschlag mit Ahadi 20 Meter vor dem Tor den Ball, Henning legte raus auf Lammert, dessen Hereingabe Ahadi am zweiten Pfosten aus 15 Metern per Direktabnahme platziert ins linke Eck drosch. Barmbek protestierte, dass Eilbek nach dem Pressschlag weiterspielte, da Pielke nach diesem liegen blieb, und vor allem Jan Ruhnke schimpfte wie ein Rohrspatz in Richtung der SCE-Bank, Schiedsrichter Knaack schickte ihn für die unflätige Wortwahl mit der roten Karte unter die Dusche. Nach dem Spiel entschuldigte sich Ruhnke bei Trainer Torgau, alles damit halb so wild. Die Schlussphase war geprägt von ein paar Nickligkeiten, Golombiewski hielt unnötig die Sohle über den Fuß von Marschler, Karakaya schubste Feldmeier zweimal weg. Die letzte Torchance der Partie gehörte dem eingewechselten Dennis Schleeßelmann, nach einer Ecke von Tohme wurde sein Kopfball von einem Feldspieler auf der Linie geklärt.

 

Eilbek siegt hochverdient mit 4:1 und überholt damit VfL 93 II und ist acht Spieltage vor dem Ende auf Platz 3 zu finden. In der kommenden Woche steht das erste von drei Grand-Spielen bis Saisonende an, Eilbek gastiert am Sonntag beim SC Urania.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Jonathan Appel, Tobias Marschler, Nicklas Schürmann, Raphael Chuleck (52. Marc Henning) – Dennis Dahms (84. Dennis Schleeßelmann), Adrian Gehrke, David Feldmeier – Kassem Tohme, Artur Lammert, Florian Dittrich (76. Yassin Ahadi)

 

Tore:

1:0 Artur Lammert (14., dir. Freistoß, Rechtsschuss, Dittrich)

2:0 Artur Lammert (23., Rechtsschuss, Chuleck)

2:1 Jan Ruhnke (34., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Appel an Berndt)

3:1 Marc Henning (66., Rechtsschuss, Dittrich)

4:1 Yassin Ahadi (79., Rechtsschuss, Lammert)

 

Gelbe Karten:

Appel – Pielke

 

Rote Karte:

Jan Ruhnke (80., Beleidigung)

 

Schiedsrichter:

Tim-Lucas Knaack (Note 2) – Musste viele wichtige Entscheidungen treffen und lag dabei immer richtig. Die gelbe Karte gegen Pielke war gerade noch vertretbar, lag richtig als der Ball beim 2:0 die Linie überquerte und entschied zurecht nach Foul von Appel an Berndt auf Penalty.

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