SC Eilbek - Newsartikel drucken


Autor: Klaus Torgau
Datum: 12.11.2018


Erfolgreicher R├╝ckrundenstart - SCE weiter auf 3

16. Spieltag: SC Sternschanze IV - SC Eilbek II 3:4 (2:2)

 

Was war das für eine Anstoßzeit in der Sternschanze? Samstagabend 20 Uhr, die eine Platzhälfte fast im Dunkeln liegend, und dazu noch große Personalsorgen beim SCE. Mit Feldmeier und Henning fehlten Torgau zwei Stammspieler wegen Gelb- bzw. Gelb-Rot-Sperre, dazu fehlten bis auf Prigann sämtliche Außenverteidiger, so dass Eilbeks Trainerteam bis kurz vor knapp an eine Systemänderung dachte, am Ende aber Dennis Dahms hinten links positionierte und im alt bewährten 4231 blieb. Auf der Bank saßen nur noch Großmann, zwei A-Jugendliche mit Hüyük und Ahadi und die erstmals seit Monaten nach Verletzung wieder im Kader, aber noch ohne Trainingseinheit in den Beinen, stehenden Galliani und Hensch.

 

Früh in der Partie übernahm Eilbek das Kommando und versuchte die tief stehenden Schanzer mit einem flachen Aufbauspiel zu überspielen. Ganz anders sah die Devise des SC Sternschanze IV aus, der sich mit Kone und Ouzeri aus dem Landesliga-Kader verstärkte und mit langen und hohen Bällen immer wieder Zielspieler Jan-Philipp Jacobsen finden wollten und dann sehr präsent bei den zweiten Bällen agierten.

 

Die ersten Torannäherungen gehörten dem SCE, nach einer Flanke von Christoglou zielte Prigann per Direktabnahme rechts vorbei, später war es Bruchhäuser, der im Strafraum über das Tor zielte. Nach einer Viertelstunde ging der Favorit verdient in Führung, nach einem Foulspiel an Krause gab es am Strafraumrand kurz vor der Seitenauslinie einen Freistoß, den Lammert hart und flach ins Zentrum brachte, wo Rubin und / oder ein Gegenspieler den Ball über die Linie drückten. Doch die Freude währte nur kurz, denn wieder einmal pennte Eilbek bei einer Standardsituation und Dennys Althof konnte eine Freistoßflanke am zweiten Pfosten ungehindert in die Maschen köpfen.

 

Der SCE ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und konnte nur zwei Minute später erneut in Führung gehen. Nach einer schnellen Kombination ging der Ball über Krause zu Walter, der heute als Mittelstürmer aufgestellte Vittorio Walter schoss aus 18 Metern flach unten links ein. Beim Tor gab es eine kurze Phase der Verwirrung, denn der Ball flog durch das Netz und hinten gegen den Zaun, Schiedsrichter Rocker gab das Tor richtigerweise.

 

Nach etwas mehr als einer halben Stunde rückte Assistentin Sosann El-Rawi in den Blickpunkt, denn Walter spielte einen Sahneball in den Lauf von Lammert, der allein auf das Tor lief und dann wegen einer Abseitsposition zurückgepfiffen wurde, doch Lammert startete deutlich drei Meter in der eigenen Hälfte. Zwei Minuten später hob El-Rawi wieder die Fahne, als Eilbek nach einem Abstoß eines Feldspielers das Kopfballduell im Mittelfeld gewann und der Ball wieder Richtung Lammert ging, der dieses Mal ca. 25 Meter nicht im Abseits stand.

 

Kurz vor dem Seitenwechsel gab es für Eilbek erneut einen Dämpfer, denn Ibrahim Kone konnte aus 20 Metern abziehen und Keeper Marc Schultz, der zwar noch mit der ganzen Hand am Ball war, konnte den Schuss nicht mehr um den Pfosten lenken und so stand es aus dem Nichts 2:2. Aufgrund der Eilbeker Spielkontrolle blieb es in der Halbzeitpause beim SCE sehr ruhig, für den einzigen Wermutstropfen sorgte Adrian Gehrke, der mit Rippenproblemen den Platz verlassen musste und durch Gaetano Galliani ersetzt wurde.

 

Eilbek startete in Abschnitt sehr temporeich, verteidigte sauber, spielte schnell nach vorne und der Gegner hatte nur noch das Nachsehen. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff konnte Vittorio Walter nach einem Tempodribbling Artur Lammert in der Schnittstelle bedienen, Eilbeks Spielmacher umkurvte Keeper Brinkmann und schoss dann aus spitzem Winkel trotz zweier Verteidiger auf der Torlinie mit Hilfe des Pfostens präzise zur dritten SCE-Führung ein. Nur fünf Minuten durfte Eilbek wieder jubeln, die Entstehung gleich einer Kopie des vorherigen Tores. Wieder dribbelte Walter vom linken Flügel ins Zentrum, bediente den in die Tiefe startenden Lammert, der von der Grundlinie den eingelaufenen Gaetano Galliani bediente, der dank eines guten Laufwegs locker zum 2:4 einschieben konnte. Für den SCE war es das fünfte Jokertor in der Liga in dieser Saison.

 

In der Folge verpasste Eilbek mit mehreren Großchancen den Deckel auf die Partie zu machen. Nach einer schönen Flanke von Christoglou stand Dahms auf einmal allein vor dem Tor, schob die Kugel aber links vorbei. Auch Innenverteidiger Sören Sager konnte die Kugel aus vier Metern nach einem Lammert-Freistoß nicht an Brinkmann vorbeibringen und Marius Bruchhäuser fehlte nach Lammert-Hereingabe eine Fußspitze für das fünfte Tor. Die Schlussviertelstunde wurde dann etwas wild, da Sternschanze alles nach vorne warf, Eilbek aber wie schon in der Vorwoche nicht sauber konterte. Wie gegen Paloma hatte Eilbek wieder eine 5 gegen 2-Situation nach einem schnell ausgeführten Freistoß, Keeper Brinkmann war von Walter schon umspielt, der dann zu Bruchhäuser passte, der zu Krause passen wollte, doch da nur noch Sternschanze-Spieler auf der Torlinie stand und der Torwart schon umspielt war, entschied Rocker auf Abseits.

 

So wurde es am Ende noch einmal eng, denn Eilbeks linke Seite war plötzlich defensiv verwaist und Prigann hatte nach der Flanke im Kopfballduell mit Jacobsen das Nachsehen, 3:4 fünf Minuten vor Schluss. Jacobsen traf damit in den letzten drei Spielen gegen den SCE. In der Schlussphase brannte beim SCE nichts mehr an, so dass man einen erfolgreichen Start in die Rückrunde feiert und Platz 3 in der Tabelle festigt.

 

 

Aufstellung:

Marc Schultz – Sven Prigann, Genia Rubin, Sören Sager, Dennis Dahms – Adrian Gehrke (46. Gaetano Galliani), Chrisovalandis Christoglou – Marius Bruchhäuser, Artur Lammert (90. Yassin Ahadi), Fabian Krause – Vittorio Walter (90. Paul Großmann)

 

Tore:

0:1 Genia Rubin (16., Rechtsschuss, Lammert)

1:1 Dennys Althof (23., Kopfball)

1:2 Vittorio Walter (25., Rechtsschuss, Krause)

2:2 Ibrahim Kone (38., Rechtsschuss)

2:3 Artur Lammert (50., Rechtsschuss, Walter)

2:4 Gaetano Galliani (55., Linksschuss, Lammert)

3:4 Jan-Philipp Jacobsen (85., Kopfball)

 

Gelbe Karten:

Mieta, Thomson

 

Schiedsrichter:

Franco Rocker (Note 2) – Hatte keinerlei Probleme und war sicherer Leiter, einzig Assistentin El-Rawi zeigte zwei abenteuerliche Abseitsentscheidungen an, wo Rocker seine Kollegin zumindest einmal überstimmte.