SC Eilbek - Newsartikel drucken


Autor: Klaus Torgau
Datum: 18.03.2019


Ungefährdet - Eilbek klettert auf Platz 3

22. Spieltag: SC Eilbek II – HSV Barmbek-Uhlenhorst III 4:1 (2:1)

 

Für den SC Eilbek II bestand vor der Partie gegen Angstgegner Barmbek-Uhlenhorst III die Gewissheit, dass man mit einem Sieg einen Rang in der Tabelle gutmachen kann, denn schon am Freitag unterlag der VfL 93 II vor heimischer Kulisse. Im Defensivbereich musste der SCE einige Ausfälle beklagen, mit Prigann, Sager, Rubin, Helm und Heinrich stand mehr als eine potenzielle Startelf-Viererkette nicht zur Verfügung. So kam es zum Debütanten-Ball in der Verteidigung, der kürzlich von Germania Singen losgeeiste Jonathan Appel startete auf der rechten Abwehrseite, Winter-Neuzugang Nicklas Schürmann vom VfB Kiel verteidigte im Zentrum. Erstmals seit dem April 2018 startete Eilbek nicht im 4231, sondern im 433, welches zuletzt beim 0:2 gegen Sternschanze IV im Dezember 2017 Anwendung fand.

 

Schon früh in der Partie übernahm Eilbek die Spielkontrolle, BU versuchte bei gegnerischem Ballbesitz die eigene Hälfte zu verriegeln. In den ersten zehn Minuten gehörten die ersten Abschlüsse dem SCE, Feldmeier zog von der Strafraumgrenze ab, doch das stellte BU II-Leihgabe Vincent Driessen im Tor vor keine Probleme. Wesentlich mehr musste er sich nach acht Minuten strecken, Gehrke legte im letzten Drittel die Kugel raus zu Tohme, dessen scharfe Hereingabe landete beim in die Box gelaufenen Adrian Gehrke, Driessen bekam so eben noch die Finger an die Kugel und lenkte den Ball über die Latte. Der anfänglich hohe Druck der Eilbeker machte sich in Minute 14 dann auch endlich auf der Anzeigetafel bemerkbar. Einen Stockfehler in der Abwehrzentrale der Barmbeker nutzte Dittrich, auf dem Weg zum Tor wurde er kurz vor dem Strafraum von Innenverteidiger Philipp Pielke zu Fall gebracht, der Glück hatte, dass Schiedsrichter Knaack ihn nur mit einer gelben Karte verwarnte. Den fälligen Freistoß aus 17 Metern zentraler Position knallte Artur Lammert im Torwarteck unter die Latte zum verdienten 1:0.

 

Auch nach dem Führungstreffer verzeichneten die Hausherren mehr Ballbesitz und bauten den Vorsprung nach 23 Minuten aus. Linksverteidiger Chuleck wagte einen Vorstoß, seine Hereingabe klatschte an die Latte, doch Artur Lammert war fünf Meter vor dem Tor zur Stelle und drückte das Leder über die Linie, Keeper Driessen konnte erst hinter der Torlinie parieren. Für Lammert war es bereits der sechste Doppelpack der Saison und der elfte im Eilbeker Trikot, mit 22 Saisontreffern hat er den SCE-Rekord von Adem Dogan aus der Saison 2010-2011 (21 Tore) übertroffen.

 

Eilbek hatte das Spiel weiterhin unter Kontrolle, musste aber nicht mehr als nötig tun und spielte im Aufbau sehr geduldig. Eine der wenigen Offensivbemühungen der Gäste führte nach etwas mehr als einer halben Stunde zum Strafstoß für die Gäste. Nach einer Flanke von der rechten Seite lief Debütant Appel Angreifer Sven Berndt von hinten in die Hacken, ein überflüssiges Foulspiel im Zentrum. BU-Kapitän Jan Ruhnke nahm sich der Sache vom Strafstoßpunkt an und entschied sich für die linke, untere Ecke, Marcel Sechting war noch dran an der Kugel, konnte den fälligen Strafstoß aber nicht parieren. Durch den Gegentreffer ließ sich Eilbek ein bisschen aus der Bahn bringen, bis zum Pausenpfiff war es nun ein ausgeglichenes Spiel ohne größere Torszenen auf beiden Seiten.

 

Nach dem Seitenwechsel hatte BU die erste Großchance, doch Karakaya traf per Heber nur die Latte. Der Aluminiumtreffer wirkte wie ein Wachrüttler für Eilbek, die nun wieder klarer und präziser nach vorne spielten. Henning wollte im Strafraum quer auf den einschussbereiten Lammert legen, doch Frank bekam noch den großen Zeh an den Ball und fälschte entscheidend ab. Erst nach etwas mehr als einer Stunde konnte der SCE den dritten Treffer erzielen, Lammert sezierte mit einem sehenswerten Druckpass die komplette BU-Defensive, Florian Dittrich behielt vor dem Tor die Nerven und bediente den besser postierten Marc Henning, Eilbeks Joker hatte keine Mühen das 3:1 aus sieben Metern zu erzielen.

 

Die Messe war damit gelesen, zehn Minuten vor dem Ende gelang Yassin Ahadi noch der neunte Treffer durch einen Einwechselspieler in dieser Saison. Pielke verlor im Pressschlag mit Ahadi 20 Meter vor dem Tor den Ball, Henning legte raus auf Lammert, dessen Hereingabe Ahadi am zweiten Pfosten aus 15 Metern per Direktabnahme platziert ins linke Eck drosch. Barmbek protestierte, dass Eilbek nach dem Pressschlag weiterspielte, da Pielke nach diesem liegen blieb, und vor allem Jan Ruhnke schimpfte wie ein Rohrspatz in Richtung der SCE-Bank, Schiedsrichter Knaack schickte ihn für die unflätige Wortwahl mit der roten Karte unter die Dusche. Nach dem Spiel entschuldigte sich Ruhnke bei Trainer Torgau, alles damit halb so wild. Die Schlussphase war geprägt von ein paar Nickligkeiten, Golombiewski hielt unnötig die Sohle über den Fuß von Marschler, Karakaya schubste Feldmeier zweimal weg. Die letzte Torchance der Partie gehörte dem eingewechselten Dennis Schleeßelmann, nach einer Ecke von Tohme wurde sein Kopfball von einem Feldspieler auf der Linie geklärt.

 

Eilbek siegt hochverdient mit 4:1 und überholt damit VfL 93 II und ist acht Spieltage vor dem Ende auf Platz 3 zu finden. In der kommenden Woche steht das erste von drei Grand-Spielen bis Saisonende an, Eilbek gastiert am Sonntag beim SC Urania.

 

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Jonathan Appel, Tobias Marschler, Nicklas Schürmann, Raphael Chuleck (52. Marc Henning) – Dennis Dahms (84. Dennis Schleeßelmann), Adrian Gehrke, David Feldmeier – Kassem Tohme, Artur Lammert, Florian Dittrich (76. Yassin Ahadi)

 

Tore:

1:0 Artur Lammert (14., dir. Freistoß, Rechtsschuss, Dittrich)

2:0 Artur Lammert (23., Rechtsschuss, Chuleck)

2:1 Jan Ruhnke (34., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Appel an Berndt)

3:1 Marc Henning (66., Rechtsschuss, Dittrich)

4:1 Yassin Ahadi (79., Rechtsschuss, Lammert)

 

Gelbe Karten:

Appel – Pielke

 

Rote Karte:

Jan Ruhnke (80., Beleidigung)

 

Schiedsrichter:

Tim-Lucas Knaack (Note 2) – Musste viele wichtige Entscheidungen treffen und lag dabei immer richtig. Die gelbe Karte gegen Pielke war gerade noch vertretbar, lag richtig als der Ball beim 2:0 die Linie überquerte und entschied zurecht nach Foul von Appel an Berndt auf Penalty.