SC Eilbek - Newsartikel drucken


Autor: Klaus Torgau
Datum: 25.03.2019


Eilbek bleibt beste R├╝ckrundenmannschaft

23. Spieltag: SC Urania – SC Eilbek II 3:4 (2:2)

 

Ein Spektakel erlebten die Zuschauer im Hinspiel, ganze elf Tore fielen beim 6:5-Sieg des SC Eilbek II an der Fichtestraße. Für die Gäste war es erst das zweite Saisonspiel auf einem Hartplatz nach dem 5:1-Sieg am ersten Spieltag gegen den SC Sternschanze IV auf dem Ausweichplatz an der Stephanstraße. Wie am Schützenhof üblich knatterten die Lautsprecher in osteuropäischer Stadionqualität mit ein bisschen Musik und der Aufstellung bis kurz vor Anpfiff. Eilbek begann im 4231, Bruchhäuser, Heinrich und Henning ersetzten Chuleck, Schürmann und Gehrke.

 

Die erste Torgelegenheit der Partie gehörte nach vier Minuten dem SC Eilbek II, Torjäger Marc Henning traf aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz. Auch die zweite Schusschance konnten die Gäste verzeichnen, Dahms‘ Distanzschuss konnte Patrick Kamke aber ohne Mühe entschärfen. Doch auch die Hausherren zeigten sich vor dem Eilbeker Tor präsent, nach einer Eckenserie kam Torben Malmgren aus sechs Metern zum Abschluss, doch Tobias Marschler konnte entscheidend abblocken. Nach der anfänglichen guten Viertelstunde neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld und ließen wenig zu.

 

Wenig verwunderlich war es deshalb, dass eine Standardsituation für den ersten Treffer der Partie sorgen sollte. Eine Ecke von Kassem Tohme schädelte der eingelaufene Marc Henning am ersten Pfosten per Aufsetzer ins lange Eck, Keeper Kamke im SCU-Tor war machtlos. Nur sechs Minuten später brachte erneut ein ruhender Ball einen Eilbeker Treffer. Rychlowski hatte 17 Meter vor dem Tor gegen Lammert die Sohle draufgehalten, Kassem Tohme schob den folgenden Freistoß an der Mauer vorbei ins Torwarteck, Kamke hatte zunächst auf einen Ball über die Mauer spekuliert und konnte so nicht mehr eingreifen.

 

Eilbek hatte die Partie zu diesem Zeitpunkt unter Kontrolle und hatte die Chance zum 0:3. Steffen Heinrich eroberte das Leder an der Mittellinie und setzte zum Sprint an, im Strafraum bediente er Marc Henning, dessen Schlenzer am langen Eck vorbeiflog. Noch vor der Pause konnte der DFB-Pokal-Teilnehmer von 1981 ausgleichen. Einen Distanzschuss konnte Schlussmann Marcel Sechting nicht festhalten, Mittelstürmer Daniel Lingner stand goldrichtig und staubte zum 1:2 ab. Anschließend war Adebayo Tchalla am richtigen Ort, der auffällige Mittelfeldspieler profitierte nach einer Kombination durch das Zentrum vom wegrutschenden Marschler und konnte so aus acht Metern das 2:2 erzielen.

 

Nach der Pause konnte der SC Urania das Spiel sogar komplett drehen, nach einer aus einem Einwurf resultierenden Flanke verlor Dittrich seinen Gegenspieler komplett aus den Augen, eine Kopfballablage köpfte Marcel Happich aus abseitsverdächtiger Position zum 3:2 in die Maschen. Eilbek reagierte mit zwei Wechseln auf den Rückstand, brachte Ahadi und Gehrke und löste die Viererkette auf. Eine Niederlage hätte einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um Platz 2 bedeutet, Eilbeks Bank wollte unbedingt den Dreier. Die Chancen dazu hatte der SCE, nach einer Flanke von Tohme verpassten Henning und Lammert den Ausgleich um eine Fußspitze, wenig später ging Lammert nach einem klaren Foulspiel zu Boden, doch der Strafstoß blieb unverständlicherweise aus.

 

Urania wollte den Vorsprung nun nur noch über die Zeit bringen und lief zehn Minuten vor Abpfiff bei einem der wenigen Vorstöße in einen Konter. Dahms eroberte die Kugel tief in der eigenen Hälfte und schickte mit einem Traumpass Joker Yassin Ahadi auf die Reise, der den Laufweg des Verteidigers geschickt kreuzte und aus elf Metern Kamke die Kugel durch die Hosenträger zum 3:3 schob. Eilbek gab sich mit dem Punkt nicht zufrieden und drängte weiter auf das Urania-Tor. Heinrich, der immer wieder nach vorne stürmte und aus der Dreier- nur noch eine Zweierkette machte, flankte aus dem Halbfeld in den Strafraum, die Hereingabe wurde vor die Füße von Dennis Dahms geköpft, der aus 15 Metern halblinker Position per Volley ins lange Eck traf. Kollektiver Jubel auf der SCE-Bank entbrannte, eine große Jubeltraube über Dahms bildete sich, Eilbek war dem Dreier ganz nah.

 

Nach dem Führungstreffer stellte Eilbek wieder auf ein 433 um, der für Kapitän Feldmeier eingewechselte Schleeßelmann konnte noch mehrere Balleroberungen verzeichnen und dann pfiff Schiedsrichter Friedrichs ab. Der SCE bleibt damit die beste Rückrundenmannschaft und gewinnt auch das vierte Spiel des Jahres.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser (58. Yassin Ahadi), Jonathan Appel, Tobias Marschler, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier (86. Dennis Schleeßelmann) – Kassem Tohme, Artur Lammert, Florian Dittrich (65. Adrian Gehrke) – Marc Henning

 

Tore:

0:1 Marc Henning (29., Kopfball, Tohme)

0:2 Kassem Tohme (36., dir. Freistoß, Rechtsschuss, Lammert)

1:2 Daniel Lingner (39., Rechtsschuss)

2:2 Adebayo Tchalla (43., Rechtsschuss)

3:2 Marcel Happich (49., Kopfball)

3:3 Yassin Ahadi (81., Rechtsschuss, D. Dahms)

3:4 Dennis Dahms (85., Linksschuss, Heinrich)

 

Gelbe Karten:

Keine

 

 

Schiedsrichter:

Tobias Friedrichs (Note 4) – Verlor im zweiten Abschnitt seinen roten Faden aus der ersten Halbzeit und änderte seine Linie ohne Grund. Verweigerte Eilbek nach Foul an Lammert zudem einen Elfmeter.