SC Eilbek - Newsartikel drucken


Autor: Klaus Torgau
Datum: 08.04.2019


Eilbek springt auf Platz 2

24. Spieltag: SC Eilbek II – Niendorfer TSV V 8:0 (4:0)

 

Die Verantwortlichen aus Eilbek warnten vor der Partie ausdrücklich vor dem Gegner aus Niendorf, den man bei der knappen 1:2-Niederlage gegen den Farmsener TV noch gescoutet hatte. Mit nur einer Änderung zum Urania-Spiel startete der SCE, Vittorio Walter ersetzte Florian Dittrich. Noch vor dem Anpfiff erreichte die Info von Farmsens Niederlage gegen UH-Adler II die Fichtestraße, ein Eilbeker Dreier würde also den Sprung auf Platz 2 bedeuten.

 

Die Gäste aus Niendorf begannen forsch und mutig, dem pfeilschnellen Piet Loppow gehörte die erste Großchance der Partie, doch Marcel Sechting im Eilbeker Tor konnte Loppow im Eins gegen Eins nicht überwinden. Eilbek begann ungewohnt fahrig und schläfrig, Heinrich pennte nach einem Einwurf, Marschler schoss einen Kometen im eigenen Strafraum und so richtigen Zugriff bekam man auch nicht. Nach zehn Minute wurde das Eilbeker Spiel etwas besser und sofort hatte man die erste Großchance. Tohmes scharfe Hereingabe vom rechten Flügel brachte Marc Henning aus zehn Metern nicht an Torwart Seme vorbei, der seine linke Pranke ausfuhr und so seine Farben vor dem Rückstand bewahrte.

 

Die abstiegsbedrohten Niendorfer hatten nach rund einer Viertelstunde die nächste Gelegenheit, Loppow zündete auf der linken Seite seinen Turbo und zog nach innen, seinen Abschluss von der Strafraumgrenze konnte Marcel Sechting sicher parieren. Fast im direkten Gegenangriff gelang Eilbek die Führung, wieder war Tohme auf der rechten Seite auf und davon, seine präzise Hereingabe fand Artur Lammert, der am Elfmeterpunkt alle Zeit der Welt hatte und überlegt zum 1:0 einschob. Von den Gästen war von da an nichts mehr zu sehen, Eilbek erspielte sich Chance um Chance und vergab diese fahrlässig. Wieder war Tohme auf der rechten Seite der Initiator der Aktion, per Flanke bediente er Marc Henning, der das Leder aus fünf Metern nicht an Seme vorbei ins Tor bekam. Auch in Minute 29 gelang Marc Henning noch nicht sein erster Treffer des Tages, im Pressing eroberte er zusammen mit Lammert die Kugel in der gegnerischen Hälfte, sein technisch anspruchsvoller Heber mit links strich knapp über die Querstange.

 

Eine Minute später stellte Eilbek dann mittlerweile auch verdienterweise auf 2:0, Feldmeier spielte den Ball aus dem Mittelfeldzentrum auf die rechte Seite, wo Tohmes Flanke zum Torschuss mutierte und zum 2:0 im Netz einschlug. Im Interview nach dem Spiel wird Tohme behaupten, dass er das Tor genau so wollte. Der SCE war aber nicht nur aus dem Spiel gefährlich, sondern auch bei Standards. Appels Kopfball nach einer Tohme-Ecke wurde auf der Linie geklärt, dann scheiterte Henning an Seme nach einem listigen Chip-Freistoß von Steffen Heinrich.

 

Eilbek legte nach und profitierte dabei auch von Fehlern des Gegners. Sechting Abschlag verlängerte Niendorfs Linksverteidiger in den Lauf den Tohme, dessen Flanke Marc Henning diesmal im Tor unterbrachte, 3:0 für Eilbek nach 39 Minuten. Der SCE war gierig und wollte mehr, wieder legte Tohme für den einschussbereiten Henning auf, wieder scheiterte er an Seme. Allein in der ersten Halbzeit hätte Henning Duvenstedts Niklas Rochow in der Torjägerliste weit enteilen können. Dass es mit einem 4:0 in die Kabinen ging lag dann an Niendorf Torwart Seme und Dennis Dahms, denn Seme haute über einen harmlosen Ball von Tohme drüber und so stand Dahms im Strafraum goldrichtig und ließ das runde Leder zum 4:0 über die Linie kullern.

 

Nach dem Seitenwechsel wurde es noch einseitiger, Eilbeks Chancenverwertung blieb zunächst mangelhaft. Tohmes Schuss aus 16 Metern parierte Seme in der 47. Minute stark, zehn Minuten später wäre er chancenlos gewesen. Über den linken Flügel spielte Eilbek schnell in den Strafraum, wo Feldmeier aus schon einschussbereiter Position noch quer auf Vittorio Walter legte, der das Kunststück fertig brachte und aus sieben Metern zentraler Position über das Tor schoss. Doch nach etwas mehr als einer Stunde eröffnete Eilbek endlich den Torreigen im zweiten Abschnitt, Niendorf wurde nach einem Ballverlust tief in der Eilbeker Hälfte gnadenlos ausgekontert, Tohme schickte Henning auf die Reise, der vor dem Tor eiskalt blieb und ins kurze Eck zum 5:0 einschob. Torgau schonte nun seine Stammkräfte Lammert und Feldmeier, um diese vor weiteren Verwarnungen zu schützen und brachte mit Schleeßelmann und Gehrke zwei frische Kräfte.

 

Adrian Gehrke war keine 30 Sekunden auf dem Platz, da durfte er auch schon ein Tor bejubeln, Tohmes Flanke drückte Gehrke aus sieben Metern mit seinem ersten Ballkontakt über die Linie. Nun wollte jeder mal ein Tor erzielen, Steffen Heinrich streichelte mit einem Freistoß über die Mauer aus 20 Metern aber nur den Außenpfosten. Das mittlerweile hochverdiente 7:0 erzielte Marc Henning nach 70 Minuten per Kopf, nach einem Standard blieb der aufgerückte Innenverteidiger Jonathan Appel vorne und brachte eine Maßflanke von der Grundlinie auf den zweiten Pfosten, wo Henning ungehindert einköpfen konnte.

 

Eilbek kombinierte nun traumhaft durch die gegnerische Hälfte, der mittlerweile auf der Zehn spielende Walter bediente Henning, der legte von der Grundlinie zurück auf Adrian Gehrke, doch der traf nur den Pfosten. Auch der eingewechselte Dennis Schleeßelmann machte offensiv auf sich aufmerksam, seine Flanke fand Gehrke, der mit einem Kopfball am glänzend reagierenden Seme scheiterte. Eine Minute später gab es quasi eine Wiederholung dieser Szene, Schleeßelmann chippte auf den zweiten Pfosten, Dahms legte quer und Walter setzte sich gegen Mitspieler Bruchhäuser durch und erzielte das 8:0. Der mittlerweile für den überragenden Tohme eingewechselte Sebastian Stenzel hatte das neunte Eilbeker Tor auf dem Fuß und lief allein auf Seme zu, scheiterte aber im Eins gegen Eins an diesem, es wäre das erste Tor im Herrenbereich für den Ur-Eilbeker, der seit 16 Jahren im Verein ist, gewesen.

 

In der Schlussphase sah Niendorfs Malik wegen Meckern noch die gelb-rote Karte, für den NTSV war es bereits der 15. Platzverweis der Saison. Eilbek siegt am Ende hochverdient mit 8:0, hatte Chancen für zwei Dutzend Tore und hat durch den Dreier bereits sechs Spieltage vor Schluss die beste Saison der Vereinsgeschichte gespielt.

 

Aufstellung:

Marcel Sechting – Marius Bruchhäuser, Jonathan Appel, Tobias Marschler, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier (65. Dennis Schleeßelmann) – Kassem Tohme (81. Sebastian Stenzel), Artur Lammert (65. Adrian Gehrke), Vittorio Walter – Marc Henning

 

Tore:

1:0 Artur Lammert (17., Rechtsschuss, Tohme)

2:0 Kassem Tohme (30., Rechtsschuss, Feldmeier)

3:0 Marc Henning (39., Rechtsschuss, Tohme)

4:0 Dennis Dahms (45., Rechtsschuss, Tohme)

5:0 Marc Henning (62., Rechtsschuss, Tohme)

6:0 Adrian Gehrke (66., Rechtsschuss, Tohme)

7:0 Marc Henning (70., Kopfball, Appel)

8:0 Vittorio Walter (81., Rechtsschuss, Dahms)

 

Gelbe Karten:

Keine

 

Gelb-Rote Karte:

Waleed Malik (85., Meckern)

 

 

Schiedsrichter:

Jan Gottemeier (Note 4,5) – Mal kleinlich, dann sehr großzügig in der Linie und mit Problemen bei der Vorteilsauslegung.