SC Eilbek - Newsartikel drucken


Autor: Klaus Torgau
Datum: 16.08.2021


Erfolgreicher Start nach Fairplay-Aktion

1. Spieltag: VfL 93 II – SC Eilbek II 0:4 (0:1)

 

Genug der Testspiele, endlich gab es wieder Liga-Fußball bestaunen, wenn auch nicht wie ursprünglich geplant im schönen Borgweg-Stadion, sondern am kleinen Kunstrasen an der Meerweinstraße. Der Platz ist Stadtpark ist aktuell nicht bespielbar und der Start zum Umbau zu einem Kunstrasen könnte noch in diesem Monat erfolgen. Eilbek musste ähnlich wie VfL 93 auf einige potentielle Leistungsträger aufgrund von Verletzungen, Impfungen und Urlauben verzichten, darunter unter anderem Keeper Sechting, Duah, Sager, Heinrich, Schmidtchen, Dahms und Lammert. Es spricht für die Eilbeker Kaderbreite, dass dennoch ein voller 18er-Kader aufgeboten wurde.

 

Die Spielausrichtung der Winterhuder war früh ersichtlich, lange Bälle von den Innenverteidigern über die Außenposition sollten es richten, Eilbeks Defensivreihe war dagegen jederzeit Herr der Lage. Nur offensiv hatte der SCE in der ersten halben Stunde Probleme und konnte den Ball zu selten über eine längere Zeit in den eigenen Reihen halten. Ekstase aufgrund von Torchancen kam daher nur wenig auf, ein erstes Kopfbällchen nach einer Ecke stellte Martin Haag im Eilbeker Tor vor keine Herausforderungen, nicht viel mehr Gefahr strahlte der erste SCE-Abschluss von Cordes-Gebken aus der Distanz aus.

 

Für den Weckruf des SCE sorgte Vittorio Walter nach knapp 30 Minuten, nach einem Fehlpass im Aufbau der 93er zielte Walter gedankenschnell aus der Distanz knapp über das Tor, fünf Minuten vor dem Seitenwechsel durfte die Bank der Gäste dann aber die Führung bestaunen. Henning beschleunigte Nahe der Mittellinie das Spielgeschehen mit einem Direktpass über die Kette, Keeper Hayek und ein Verteidiger räumten sich bei einem Klärungsversuch weit vor dem Strafraum gegenseitig ab und so konnte Jonas Köpke frei auf das leere Tor zudribbeln und ohne Mühe einschieben. Jubel brannte bereits auf, bevor der Ball im Tor, ein Moment für einen kleinen Flashback zu Lammerts Tor zum 0:1 beim VfL 93 II vor drei Jahren. 

 

Der SCE war nun deutlich besser im Spiel und hätte noch vor der Pause nachlegen können, Walters Fallrückzieher nach einem Einwurf strich knapp über die Latte, wenig später verhinderte Hayek eine Eilbeker Großchance, als er nach einem Rettungsversuch den Ball mitnahm, um Tohmes schnellen Einwurf in Richtung verwaistes Tor zu verhindern. Quasi mit dem Pausenpfiff hatte Tohme dann aber doch die Chance auf einen Treffer, sein Schuss von rechten Strafraumeck wurde von einem Abwehrbein gerade noch so um den Pfosten entschärft.

 

In der Halbzeitpause nahm Torgau einen Wechsel vor, Adrian Klanke ersetzte Malte Cordes-Gebken im Mittelfeldzentrum, war sofort gut in der Partie und trug seinen Teil dazu bei, dass die Partie sehr einseitig wurde. Vor allem über die linke Seite wurde Eilbek immer wieder gefährlich, nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel setzte Walter Henning in Szene, sein angechipter Abschluss aus Halbposition drehte sich an Hayek, aber auch am langen Pfosten vorbei. 120 Sekunden kam es wieder zum Duell Henning gegen Hayek, Eilbeks Torjäger wurde dieses Mal von Köpke bedient, Hayek rettete per Fußparade, im dritten Duell wieder nur 2 Minuten machte sich Henning selbst sein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk und erzielte das mittlerweile verdiente 0:2.

 

Kurios wurde es dann in der 58. Minute, denn nach einem völlig ungefährlichen Torschuss von Eilbek spielte ein Auswechselspieler den Ball zurück zum Torwart. Doch da der Ball noch im Spiel war und die Torauslinie noch nicht überquert hatte, gab der insgesamt hervorragende Schiedsrichter Krüger regelkonform einen Strafstoß. Großer Aufruhr auf der Bank vom VfL 93, doch die Entscheidung war eindeutig. Marc Henning wollte dieses Geschenk nach Rücksprache mit der Eilbeker Bank allerdings nicht annehmen und lupfte dem Keeper den Ball zurück in die Arme, VfL-Trainer Masurek bedankte sich umgehend beim SCE für diese Fairplay-Aktion.

 

Immer wieder kam Eilbek gefährlich zum Abschluss und war vor allem im Umschaltspiel hellwach, Hayek verhinderte gegen Henning den dritten Gegentreffer und nahm dem Angreifer den Ball vom Fuß. Ein wenig aus dem heiteren Himmel hatte Pascal Mondry die Chance zum Anschlusstreffer, nach einer Ecke kam der Innenverteidiger wuchtig per Kopf zum Abschluss, setzte aber einen Meter zu hoch an. Quasi im Gegenzug war das Spiel entschieden, einmal mehr spielte Eilbek über Walter und Henning schnell nach vorne, letzterer umdribbelte Hayek und schloss zum 0:3. Im ersten Startelfeinsatz nach Kreuzbandriss schraubte Henning seine Torquote weiter nach oben und steht nun bei 47 Toren in 38 Pflichtspielen für Eilbek. Für den Eilbeker Schlusspunkt sorgte kurz darauf Vittorio Walter per Strafstoß, Adrian Klanke wurde am Strafraumeck ungestüm zu Fall gebracht, Walter verlud den Keeper und sorgte für seinen dritten Scorerpunkt am Abend.

 

Mit Imanol Dreske Monteiro durfte in der Folge ein Neuzugang aus der U19 sein Liga-Debüt feiern und wäre beinahe Zeuge des 0:5 geworden, denn der ebenfalls eingewechselte Fabian Mazohl war außerhalb des Strafraums schon an Hayek vorbei, schaffte es dann aber nicht das Leder im Tor unterzubringen. Die letzte Aktion des Tages gehörte Tobias Witt, der Kapitän der Hausherren setzte einen Schlenzer aus 16 Metern minimal zu hoch an und verpasste das Kreuzeck.

 

Eilbek siegte auch in der Höhe verdient und war somit zumindest über Nacht der erste Tabellenführer der Kreisliga 7.

 

 

Aufstellung:

Martin Haag – Haakon Hansen, Genia Rubin (82. Imanol Dreske Monteiro), Marek von Bergen, David Feldmeier (82. Raphael Chuleck) – Marc-Lennard Vanoucek, Malte Cordes-Gebken (46. Adrian Klanke) – Kassem Tohme (72. Florian Dittrich), Vittorio Walter, Marc Henning (78. Fabian Mazohl) – Jonas Köpke

 

Tore:

0:1 Jonas Köpke (39., Rechtsschuss, Henning)

0:2 Marc Henning (55., Rechtsschuss, Walter)

0:3 Marc Henning (73., Rechtsschuss, Walter)

0:4 Vittorio Walter (76., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Klanke)

 

Gelbe Karten:

Hayek, Bruders, Witt, Salostowitz, Jetschowski – Hansen, Rubin, Chuleck

 

Schiedsrichter:

Marcel Iradj Krüger (Note 1) – Klare Linie und sehr aufmerksam im Verbund mit den Assistenten, beide Elfmeter für Eilbek waren zweifelsfrei korrekt.

 

Spielnote: 3

Zunächst agierten beide Teams sehr abwartend, spätestens nach dem 0:1 wurde die Partie einseitig.

 

Bes. Vorkommnis:

Marc Henning verschießt freiwillig einen Elfmeter (59.).